Donnerstag, 13. Juni 2013

www.zweiklassenpaedagogik.at

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Wir wissen seit Jahrzehnten, dass die besten und bestausgebildeten PädagogInnen zu den Allerjüngsten müssen und dass am Anfang, in der Elementarbildung und in den ersten Jahren der Schule wesentliche Grundlagen gelegt werden, welche die Bildungschancen und Bildungslaufbahn der Kinder entscheidend und nachhaltig beeinflussen.

In diesen frühen Jahren wird über alles entschieden, was später kommt. Aus diesem Grund wird in der PädagogInnenbildung NEU die Ausbildung der LehrerInnen an dieses Verständnis angepasst - bald werden die ersten Master mit VolksschülerInnen arbeiten.

Weil uns alle Kinder gleich viel wert sind, steht für die Unterzeichnenden unverrückbar fest:

Die verantwortungsvolle Arbeit aller PädagogInnen für unsere Kinder ist gleich wertvoll – nicht gleichARTIG aber gleichWERTIG! Daher muss für gleichwertige Master-Qualifikation der LehrerInnen aller Altersstufen gleicher Lohn bezahlt werden.

Der unlängst bekannt gewordene Vorschlag der ÖVP, verlässt nach 27 Runden erfolgloser Verhandlungen die bisherige Linie, PädagogInnen in Zukunft mit gleicher Dienstverpflichtung und gleicher Entlohnung auszustatten. Für uns bedeutet dieser Vorschlag ein Festhalten an einer Zweiklassenpädagogik, die wir aufs Entschiedenste zurückweisen.

Für uns bedeutet der ÖVP-Vorschlag das Festhalten an einer Zweiklassenschule, die wir überwinden wollen - im Interesse der Bildungschancen aller Kinder!

Die Initiatoren: Thomas Bulant, Daniel Landau, Elmar Mayer, Bernd Schilcher, Reinhart Sellner, Harald Walser 

Donnerstag, 6. Juni 2013

Lehrer: SPÖ-Gewerkschaft über ÖVP-Vorschlag entsetzt - DiePresse.com

 Ein "Zweiklassendienstrecht" ist für die roten Pflichtschullehrer "inakzeptabel". Sie fordern gleichen Verdienst bei gleicher Ausbildung für Pflichtschullehrer und Lehrer an höheren Schulen.

Die roten Pflichtschullehrer sind "entsetzt" über den Vorschlag der ÖVP zum Lehrerdienstrecht. Damit werde "die Zweiklassengesellschaft unter LehrerInnen fortgeschrieben", kritisierte der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der Pflichtschullehrergewerkschaft, Thomas Bulant. "Die ÖVP verwehrt uns trotz gleichwertiger Masterausbildung in Zukunft die gleichwertige Entlohnung."

Der Hintergrund: Die ÖVP hat sich vom Ziel eines einheitlichen Dienstrechts für alle Lehrer verabschiedet und am Mittwoch ein Alternativmodell vorgelegt.
Es sieht weiter unterschiedliche Gehaltskurven für die einzelnen Lehrertypen (Pflichtschule, AHS, BMHS, Berufsschule, Landwirtschaftsschulen) vor.

Außerdem: Es soll künftig nicht mehr über eine Erhöhung der Unterrichtspflicht gestritten werden, sondern ein Präsenzzeitmodell geben. Wie viele Stunden die Lehrer wöchentlich in der Schule anwesend sein müssen, soll sozialpartnerschaftlich ausverhandelt werden.

Soziale Verantwortung zu tragen

Für die FSG ist es "inakzeptabel", dass die Pflichtschullehrer "weiterhin die höchste Unterrichtsverpflichtung mit dem niedrigsten Lebenseinkommen haben werden". Während die ÖVP auf Kosten der Pflichtschulen das Budget zu sanieren versuche, hätten Pflichtschullehrer weiterhin ihre große soziale Verantwortung für einen Großteil der jungen Generation zu tragen", so Bulant. "Für alle müsste eine Stunde Leseerziehung in der Volksschule genauso viel wert sein wie eine Stunde Mathematik in der Sekundarstufe."

Mittwoch, 5. Juni 2013

Rote PflichtschulgewerkschafterInnen sind entsetzt über Zweiklassendienstrecht der ÖVP


Gleichwertige Ausbildung muss zu
Gerechtigkeit in Dienst- und Besoldungsrecht führen!

„Die PflichtschullehrerInnen sind entsetzt, dass die ÖVP mit ihrem Dienstrechtsvorschlag die Zweiklassengesellschaft unter LehrerInnen fortschreiben will“, kritisiert Thomas Bulant, Bundesvorsitzender der FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft. „Die ÖVP verwehrt uns trotz gleichwertiger Masterausbildung in Zukunft die gleichwertige Entlohnung.“

Für die FSG sei es inakzeptabel, dass PflichtschullehrerInnen weiterhin die höchste Unterrichtsverpflichtung mit dem niedrigsten Lebenseinkommen haben werden. „Während die ÖVP auf Kosten der Pflichtschulen das Budget zu sanieren versucht, haben PflichtschullehrerInnen weiterhin ihre große soziale Verantwortung für einen Großteil der jungen Generation zu tragen“, sagt Bulant. „Für alle müsste eine Stunde Leseerziehung in der Volksschule genauso viel wert sein wie eine Stunde Mathematik in der Sekundarstufe.“

Montag, 15. April 2013

6 Parteien Konsens zur Verbesserung der 9. Schulstufe

BM Schmied und alle Bildungssprecherinnen und Bildungssprecher
einig: Polytechnische Schule soll aufgewertet werden.
Projektstart mit rund 10 Schulversuchen schon ab Herbst 2013. 

Wien - Die Bildungssprecherinnen und Bildungssprecher aller
Parlamentsfraktionen sowie Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied
haben bei einem "Runden Tisch" eine Stärkung und Weiterentwicklung
der Polytechnischen Schule vereinbart, die der zentralen
Brückenfunktion dieser Schulform gerecht wird. Die Polytechnische
Schule als Verbindung zwischen Abschluss der Pflichtschule und dem
Einstieg in das Berufsleben bzw. als Vorbereitung für eine
weiterführende Schule wurde von allen Bildungssprecherinnen und
Bildungssprecher als entscheidend für Jugendliche erkannt. 

Es herrscht  parteiübergreifender Konsens, dass die Polytechnische
Schule nicht abgeschafft, sondern gezielt so weiter entwickelt und
attraktiviert werden soll und dass  damit Bildungssackgassen
vermieden werden. Jugendlichen soll ein bestmöglicher Einstieg von
der Pflichtschule in die Berufsbildung bzw. in eine weiterführende
Schule gelingen. Gemeinsames Ziel aller Bildungssprecherinnen und
Bildungssprecher sowie der Bildungsministerin ist, dass durch dieses
Schulentwicklungsprojekt ein wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung von
Jugendarbeitslosigkeit und von Schul- bzw. Ausbildungsabbruch
geleistet wird.

Die Bedeutung der 255 Polytechnischen Schulen in Österreich mit 
2.222 Lehrerinnen und Lehrer und 18.022 Schülerinnen und Schüler
(Schuljahr 2011/12), von denen 6.661 weiblich sind und 4.603 eine
andere Erstsprache als Deutsch angeben, für die weitere Ausbildung
und die Jugendbeschäftigung ist hoch: Rund 82,5% der PTS-
Schülerinnen und Schüler haben zum Schulschluss entweder eine fixe
oder zumindest gute Aussichten auf eine Lehrstelle, 7,5% der PTS-
Schülerinnen und Schüler besuchen eine weiterführende Schule. Das
heißt, dass etwa 90% der PTS- Schülerinnen und Schüler am Ende dieser
Schulstufe einen Ausbildungsplatz haben. Die schon jetzt praktizierte
gezielte Förderung nach Eignungen und Neigungen in den
Polytechnischen Schulen macht sich ebenfalls positiv bemerkbar: Mehr
als 86% der Jugendlichen ergreifen bzw. bekommen ihren Lehrplatz in
ihrem Fachbereich, den sie auch an der PTS gewählt haben. Diese im
internationalen Vergleich guten Werte sollen nun durch das gemeinsame
Schulentwicklungsprojekt aller Parlamentsfraktionen und des BMUKK für
die Polytechnische Schule weiter verbessert werden: "Wir wollen
keinen Jugendlichen ohne Ausbildungsabschluss zurück lassen."

Ab dem Schuljahr 2013/14 soll in rund 10 Pilotschulen bundesweit und
unter Einbeziehung der Pädagogischen Hochschulen sowie der
Schulaufsicht die Individualisierung und Modularisierung der
Polytechnischen Schule erprobt werden. Aufbauend auf diesen
Erfahrungen, die wissenschaftlich evaluiert werden, sollen in der
nächsten Legislaturperiode die Lehrpläne neu verfasst, formale
Möglichkeiten für Bildungsabschlüsse an den PTS geschaffen und
optional ein 2. Jahr Schulbesuch an den PTS für diejenigen, die es
wollen und brauchen, ermöglicht werden. 

Neue Schwerpunkte sollen eine Individualisierung und eine
Modularisierung in Vorbereitung auf die Berufsbildung sein. Umgesetzt
werden unter anderem die Schwerpunkte Berufsorientierung,
Persönlichkeitsentwicklung, Soft Skills, berufsbezogene vertiefende
Kenntnisse und Spezialmodule wie EDV-Planzeichnen, Kreativität,
Projektmanagement, Design etc. Für die konkrete Umsetzung werden enge
Kooperation der PTS mit  der Wirtschaft, den Berufsschulen und
anderen Schultypen angestrebt.

Mittwoch, 3. April 2013

PädagogInnenbildung Neu ist großer Fortschritt für unser Bildungssystem

SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "Öffentliches Vollangebot in OÖ muss das Ziel sein!"
 
"Die neue PädagogInnenbildung sorgt für ein hohes akademisches Niveau aller PädagogInnen und bietet ein praxisgerechtes Mentoringsystem für den Berufseinstieg. Damit wird die Qualität im Bildungssystem nicht nur gesichert, sondern deutlich ausgebaut", zeigt sich SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn über das heute von Bildungsministerin Schmied und Wissenschaftsminister Töchterle präsentierte Modell erfreut. Auf dieser Basis müsse nun in Oberösterreich ein Vollangebot für die PädagogInnenbildung Neu unter öffentlicher Trägerschaft entwickelt werden.
 
Der Grundstein für die neu zu entwickelnde oberösterreichische Struktur ist schon durch das im November 2012 gegründete regionale Entwicklungsteam geschaffen worden. Darin arbeiten die Spitzen der oberösterreichischen Universitäten und der beiden oberösterreichischen Pädagogischen Hochschulen im Sinne einer bestmöglichen Realisierung der PädagogInnenbildung Neu zusammen. Unterstützung soll dabei auch der von der Bundesregierung neu geschaffene Qualitätssicherungsrat bieten, denn dieser hat die Sicherstellung von Synergien und das Vorantreiben von Kooperationen der bestehenden Institutionen zum Ziel.
 
"Die PädagogInnenbildung Neu wird ein hohes Niveau der Lehrkräfteausbildung auf Master-Level gewährleisten. Das ist ein qualitativer Meilenstein. Gleichzeitig können die bisherigen Ressourcen an den Pädagogischen Hochschulen und den Universitäten bestmöglich genutzt werden, wobei die Stärken der jeweiligen Institutionen miteinander verbunden werden", zeigt SPÖ-Bildungssprecherin Jahn konkrete Fortschritte auf. Die Ausbildung von VolksschullehrerInnen bleibt bei den Pädagogischen Hochschulen. Für die Vergabe von Master-Abschlüssen im Sekundarbereich brauchen die Pädagogischen Hochschulen eine Kooperation mit einer Universität. Zudem wird die Lehrkräfte-Ausbildung an den Universitäten um pädagogische Elemente ergänzt. "Das klare inhaltliche Ziel sind dabei immer die besten Lehrkräfte für die Zukunft unserer Kinder", ist Jahn sicher. Auch die Berufsperspektiven für Lehrerinnen und Lehrer werden sich mit der neuen Ausbildung verbessern, weil die einheitliche Ausbildung für bessere Durchlässigkeit und einfachere Weiterqualifizierung sorgt.

Mittwoch, 20. März 2013

FSG PflichtschullehrerInnen für Gerechtigkeit und Qualität in Dienstrechtsfragen



Bulant-Formel: Lehrverpflichtung ist Unterrichtsverpflichtung
und Beziehungsarbeit

„Ein neues Dienstrecht, das Verluste in der Lebensverdienstsumme erbringt, ist für keine Gewerkschaft akzeptierbar. Ein neues Dienstrecht, das über keinen gemeinsamen Gehaltsstaffel für alle LehrerInnen verfügt, schreibt die seit Jahrzehnten bestehende Besoldungsungerechtigkeit zu Lasten der LandeslehrerInnen fort und wird daher von uns abgelehnt“, stellt Thomas Bulant, Vorsitzender der FSG in der PflichtschullehrerInnen-gewerkschaft fest. Da sich die Bevölkerung aufgrund eines neuen Dienstrechtes eine qualitative Verbesserung der Schulen erhoffe, erwartet der Gewerkschafter neben der Besoldungsgerechtigkeit auch pädagogische Qualitätsimpulse von einem neuen Dienstrecht.
Ein neues Dienstrecht der Zukunft müsse daher die Erfordernisse eines modernen, qualitativen Unterrichts, eine gesamtheitliche Betreuung der SchülerInnen, die Einbeziehung der Eltern sowie die Arbeitsbedingungen der LehrerInnen vereinen. Der Vizechef der ARGE LehrerInnen meint dazu: „Ein sicher nicht leichtes Unterfangen, aber mit etwas Wille sind die seit Monaten starren Fronten auflösbar.“
Die FSG-LehrerInnen bieten in diesem Sinne ein zukunftsweisendes Modell an, das auch auf die Besonderheiten der einzelnen Schulstandorte Rücksicht nimmt.

Die Eckpunkte des FSG-Modells:

  • 24 Stunden Lehrverpflichtung ist Unterrichtsverpflichtung und Beziehungs- sowie Schulentwicklungsarbeit
  • Die Beziehungs- und Schulentwicklungsarbeit beinhaltet:
  • individuelle Lernberatung und Lebensbegleitung in Schülersprechstunden
  • Pflege der Schulpartnerschaft durch Elternsprechstunde
  • Zeitressourcen für Klassenführung bzw. Ganztagesbetreuung
  • Teamstunden für Planung und Problemberatung
  • fixes Stundenkontingent für Schulentwicklungsprojekt SQA (Schulqualität Allgemeinbildung)
  • Die Umsetzung dieser Lehrverpflichtung basiert auf der Errichtung von professionellen LehrerInnenarbeitsplätzen und Besprechungsräumen.

Besoldungsgerechtigkeit ist herstellbar, wenn die Besoldung die Gleichwertigkeit pädagogischen Handelns in unterschiedlichen Schularten widerspiegelt und die Anfangsgehälter attraktiv gestaltet.

Rückfragehinweise:
FSG-Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39 266
Mobil: 0664/814 63 11
Wien, 20.3.2013

Dienstag, 5. März 2013

Modellregion für Chancengleichheit im Schulsystem schaffen

Im Jänner 2012 hat der SPÖ-Landtagsklub mit der Beilage 549/2012 bereits die
Erstellung eines Modellplans für eine indexbasierte Mittelsteuerung im oberösterreichischen
Schulsektor beantragt. Dieser wurde im Unterausschuss Bildung mit
den Linzer Universitätsprofessoren Dr. Altrichter und Dr. Bacher konstruktiv diskutiert.

In der Zwischenzeit greifen immer mehr Institutionen und auch politische
VertreterInnen aus anderen Bundesländern bis hin zu Unterrichtsministerin Dr.in
Claudia Schmied diese Maßnahme für mehr Chancengerechtigkeit im Schulwesen
auf und signalisieren öffentlich Unterstützung und Interesse an einer Umsetzung.
"Wir müssen dieses zeitliche Momentum ganz konkret für mehr Chancengerechtigkeit
im oberösterreichischen Schulwesen nutzen, indem eine Modellregion mit
indexbasierter Mittelsteuerung eingerichtet wird. Oberösterreich ist dafür schon
aufgrund seiner für ganz Österreich repräsentativen Siedlungsstruktur mit
sowohl urbanen Zentren wie auch ländlichen Gebieten hervorragend geeignet,
weil es die verschiedenen Herausforderungen im Schulwesen optimal
abbildet.

NICHT VERGESSEN! Lohnsteuerausgleich 2012! (ArbeitnehmerInnenveranlagung)



 Der Lohnsteuerausgleich kann sehr bequem von zuhause aus über das Internet (www.finanzonline.at) erledigt werden! Die Vorberechnung einer etwaigen Gutschrift ist bereits online möglich.

Was ist absetzbar? (einige Beispiele)

·        Werbungskosten (PC, Internet, Fortbildungen, …)
·        Kredite für Wohnraumschaffung
·        Wohnraumsanierung
·        Zusatzversicherungen
·        Alleinverdienerabsetzbetrag
·        Kirchensteuer etc.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Sozialindex für Schulen auf dem Vormarsch:SPÖ tritt für Modellregion in Oberösterreich ein.


SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn: "Vorrang für Chancengerechtigkeit."
ExpertInnen sind sich einig, dass Schulen mit schwierigeren Rahmenbedingungen
mehr Lehrkräfte brauchen, um ihrem Bildungsauftrag nachkommen zu können. Auch
das Bildungsministerium, die Armutskonferenz und politische Vertreter aus Wien haben
sich bereits positiv dazu geäußert. "Deshalb bringen wir jetzt einen Initiativantrag
für die Errichtung einer Modellregion in Oberösterreich ein, bevor andere Bundesländer
uns zuvorkommen. Das große Ziel des Sozialindex ist es, dass auch Schulkinder
mit schwierigeren Rahmenbedingungen einen guten Schulabschluss erreichen und so
gerechte Chancen am Arbeitsmarkt vorfinden", argumentiert SPÖ-Klubvorsitzende
Mag.a Gertraud Jahn.
Die BildungsverliererInnen von heute sind die Arbeitslosen von morgen. "Prävention gegen
Arbeitslosigkeit muss daher im Bildungssektor ansetzen. Die Linzer Professoren Altrichter
und Bacher haben dazu ein zukunftsweisendes Modell erarbeitet, das wir im Vorjahr im Oö.
Landtag bereits diskutiert haben. Dabei geht es darum, dass Ressourcen im Bildungssystem
dort verstärkt eingesetzt werden müssen, wo sie am dringendsten benötigt werden", so Jahn.
Die Linzer Professoren haben in ihrer Studie herausgearbeitet, dass die soziale Herkunft
sowie der Migrationshintergrund zentrale Ungleichheitskriterien im Bildungssystem darstellen.
Auch die Schulbildung der Eltern ist ein wesentlicher Faktor.
Oberösterreich wäre aufgrund seiner Siedlungsstruktur mit mehreren urbanen Zentren sowie
ländlichen Regionen optimal als Modellregion geeignet. "Deshalb ersuchen wir mit unserem
Initiativantrag die Bildungslandesrätin für die Erarbeitung einer Modellregion in Oberösterreich
in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium. Es gibt zahlreiche Indizien, dass sich
auch andere Bundesländer für eine solche Modellregion interessieren. Gerade in dieser sozial
wesentlichen Angelegenheit, wo es um Gerechtigkeit für Schulkinder geht, soll Oberösterreich
zum Vorbildbundesland werden. Es wäre schade, wenn – wie bei der Einführung der
Neuen Mittelschule – unser Land erneut nur Nachzügler im Wettlauf der Bundesländer wäre",
argumentiert die SPÖ-Bildungssprecherin.
"Wir müssen alle Kinder auf dem Weg zur guten Bildung mitnehmen. Das sichert ihre Lebenschancen
und wir können auch wirtschaftlich nicht zulassen, dass Talente von Kindern
liegen bleiben", positioniert Mag.a Gertraud Jahn.