Finanzpolitik darf nicht Bildungspolitik betreiben!
Der SLÖ (Sozialdemokratischer LehrerInnenverein Österreichs) spricht sich klar gegen die Budgetkürzung im Bildungsbereich aus
um 57 Mio. Euro reduzieren. Zwar werden wichtige Reformprojekte, wie etwa der Ausbau der Kinderbetreuung und der Ganztagsschule, weiter verfolgt, das Problem jedoch bleibt: "57 Mio. sind kein Klacks, sondern werden an den Schulen deutlich zu spüren sein", stellte heute Patrick Wolf,
Vorsitzender des SLÖ, in einer ersten Reaktion fest. Die Kürzungen - so Wolf - hätten auch
demotivierende Auswirkungen auf die tausenden Lehrerinnen und Lehrer, die den bisherigen Reformkurs durch tägliches Engagement in der Klasse mittragen.
"Wie soll der bereits laufenden Reformkurs weiter verfolgt werden, wenn die dafür notwendigen finanziellen Mittel gestrichen werden?", fragt sich Wolf und bringt es auf den Punkt: "Hier wird der Zukunft unseres Landes einfach der Hahn abgedreht! Wir nehmen das keinesfalls hin. Bildungspolitik darf nicht dem Diktat der Finanzpolitik unterliegen!"
Sozialdemokratischer LehrerInnenverein Österreichs (SLÖ)
Patrick Wolf
Bundesvorsitzender
"Ein Land ohne Rohstoffe darf bei der Bildung nicht sparen!"
Bulant (FSG) lehnt Sparmaßnahmen auf Kosten der Bildungsqualität ab
Wien (OTS/FSG) - "Ich kann mir auch kein neues Auto kaufen, wenn ich mir nicht einmal die Wohnungsmiete leisten kann", stellt Thomas Bulant, Bundesvorsitzender der FSGPflichtschullehrerInnen, fest. "Neue Bildungsprojekte sind nur dann zu realisieren, wenn die Standards finanziell gesichert sind!" Durch das von Finanzminister Spindelegger verordnete Einsparungsziel droht unter anderem der Rückbau des TeamlehrerInnen-Einsatzes in der Neuen Mittelschule. "Das Unterrichtsressort soll mehr als 60 Millionen Euro einsparen. Das ist nicht zu akzeptieren, wenn die Regierung die flächendeckende 'Neue Mittelschule' möchte und in dieser Differenzierung und Individualisierung das Herzstück sind", zeigt Bulant auf. "Eine Neue Mittelschule light als Mogelpackung lehnen wir ab. Bund und Länder sind gefordert, die Doppelbesetzungen aller Stunden in Deutsch, Mathematik und Englisch zu sichern."
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MMag. Dr. Thomas Bulant
FSG-Vorsitzender in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft
BSA-LehrerInnen: Budgetkürzung bei Bildung "unverantwortlich" von Finanzminister Spindelegger
Wien (OTS) - Barbara Huemer, Vorsitzende der AHS-LehrerInnen im BSA, zeigt sich empört über die Budgetsituation der österreichischen Schulen: "Bei allem Verständnis für die schwierige finanzielle Lage: Sparen bei Bildung heißt Sparen an der Zukunft Österreichs. Es ist schlicht kurzsichtig, die zur Verfügung stehenden Mittel drastisch zu kürzen und damit Maßnahmen zu erzwingen, die die Qualität der Schulbildung extrem beeinträchtigen, wie etwa die Erhöhung der Teilungszahlen ab der 9. Schulstufe oder die Reduktion des Team Teaching in der neuen Mittelschule (NMS). Dadurch wird die Übertrittsproblematik von der NMS in die Sekundarstufe II weiter verschärft, wovon auch die berufsbildenden Schulen betroffen sind."
Stefan Wenka, Vorsitzender der BMHS-LehrerInnen im BSA, ergänzt: "Auch auf die berufsbildenden Schulen hat die Sparvorgabe des Finanzministeriums verheerende Auswirkungen: Die Erhöhung der Teilungszahlen in den Werkstätten und Labors führt zu einer Verschlechterung der Unterrichtsqualität."
"Die vom Finanzministerium vorgegebenen Sparziele für 2014/15 führen zu einer massiven Verschlechterung, wir fordern daher Minister Spindelegger auf, genügend Geld für einen qualitativ hochwertigen Unterricht bereitzustellen", so Huemer und Wenka abschließend.
BSA - Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller & KünstlerInnen
Mag. Jakob Scholz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit