Mittwoch, 15. Februar 2012

Gesetzesnovelle zur LehrerInnenauswahl wird zur Marketingmaßnahme von Landesrätin Hummer


Klubvorsitzende Jahn: "Kaum Änderungen, aber viele Fragen unbeantwortet."

Die VertreterInnen der SPÖ werden heute im Landesschulratskollegium der Novelle zum Landeslehrer-Diensthoheitsgesetz keine Bedenkenfreiheit attestieren – Hintergrund dafür sind die fehlenden Informationen zu den konkreten Auswirkungen in der schulischen Praxis. "Das groß angekündigte Gesetz zur LehrerInnen-Auswahl durch DirektorInnen von Landesrätin Hummer scheint nichts anderes zu sein als die Festsschreibung der bisher gängigen Vorgangsweise im Gesetz. Diese Form der Effekthascherei halte ich gerade in einem so wesentlichen Bereich wie der Bildung für wenig verantwortungsbewusst", stellt SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn klar.

Der vorliegende Gesetzesentwurf sieht eine Mitwirkungsmöglichkeit der DirektorInnen bei der Zuteilung von Lehrerinnen und Lehrern vor, was der der bisherigen Gepflogenheit zwischen den BezirksschulinspektorInnen und DirektorInnen entspricht. "Einer positiven Zusammenarbeit zwischen BezirksschulinspektorInnen und DirektorInnen spricht nichts entgegen – allerdings sind dazu die Diskussionen im Oö. Landtag abzuwarten, einen Blankoscheck über die Begutachtung werden wir nicht abgeben. Insbesondere muss für uns klar gestellt werden, dass die Objektivierung gewährleistet ist.", sagt die SPÖ-Klubchefin.