Mit großer Bestürzung haben wir vom Vorhaben der Bildungslandesrätin Hummer erfahren, den Hauptschulen und Neuen Mittelschulen rund 700 LehrerInnenstunden, im Bereich Leistungsgruppen in der HS bzw. Teamteaching in den NMS, zu streichen.
Unter dem Deckmantel einer „fairen“ Neuverteilung der Leistungsgruppenressourcen (LDU) wird begonnen, jährlich 14 Dienstposten einzusparen. In Summe werden dann 56 Stellen gekürzt.
Der SchülerInnenrückgang im Herbst bewirkte bereits eine Verringerung um rund 110 Dienstposten und erschwerte den Schulen die optimale Organisation der Schulstruktur. Noch dazu leisteten und leisten die KollegInnen an 128 von 235 Hauptschulen enorme Arbeit, um die Umstellung zur Neuen Mittelschule zu sichern.
Fakt ist, das Unterrichtsministerium bezahlt auch weiterhin uneingeschränkt für jede Klasse zusätzlich 6 Stunden. Damit können die in den Schulversuchen äußerst positiv erprobten neuen Unterrichtsformen (Teamteaching, Kleingruppenunterricht, Fördergruppen) auch flächendeckend angeboten werden.
Allen Schulen wurde von den OÖ-Bildungsverantwortlichen bis vor kurzem noch versichert, dass die bisherigen Leistungsgruppenressourcen weiterhin uneingeschränkt für die neuen Lernformen zur Verfügung stehen würden.
Genau das Gegenteil machen jetzt Bildungslandesrätin Hummer und der LSR im kommenden Schuljahr. Offensichtlich soll die Umsetzungsphase von der HS zur NMS torpediert werden. Die eigenen Kürzungsmaßnahmen kaschierend, weist man dann - wie immer - die Schuld dem Bund zu.
Besonders bedauerlich ist es, die Mithilfe der GRÜNEN zu diesem Anschlag auf die Bildung im Pflichtschulbereich Oberösterreichs feststellen zu müssen.