Bildungsexperte Erich Ribolits über den überholten fordistischen Massenarbeiter, lebenslanges Lernen als Ausbeutung und die absurde Idee, Chancengleichheit zu fordern.
Die Presse: Sie vertreten die Ansicht, lebenslanges Lernen habe mit Ausbeutung zu tun. Warum?
Erich Ribolits: Lernen passiert ohnehin durch Erfahrungen lebenslänglich. Das institutionalisierte Lernen, das Lernen, das von der Ökonomie gesetzten Zielen untergeordnet ist, ist zwar wichtig um einen Arbeitsplatz zu bekommen oder zu behalten, sollte aber in Grenzen gehalten werden.
Ist Bildung abseits von ökonomischer Verwertbarkeit nicht illusorisch?