Dienstag, 25. Oktober 2011

Die Neue Mittelschule >> PK BM Dr. Claudia Schmied

Die Neue Mittelschule wird mit dem nun vorgelegten Gesetzesentwurf ins Regelschulwesen übernommen – damit wird zum ersten Mal seit 1962 (Einführung der Polytechnischen Schule) flächendeckend eine neue Schulform zur Regelschule. Jedes Kind, das die Volksschule positiv abgeschlossen hat, ist berechtigt, die Neue Mittelschule zu besuchen.
Mit der Neuen Mittelschule wird die Entscheidung über die weitere Bildungslaufbahn gezielt vorbereitet. Das verbessert die Bildungs- und Berufschancen.
Nach einem mit den Landesschulratspräsidenten akkordierten Stufenplan werden bis zum Schuljahr 2018/19 alle 1.178 Hauptschulstandorte vollständig in Neue Mittelschulen umgewandelt (siehe Anhang). Auch AHS-Standorte sind eingeladen, auf die Neue Mittelschule umzusteigen. Für die AHS gilt weiter der §7a SchOG (Schulversuchshöchstgrenze: 10% der AHS-Unterstufen).
Leistung und Förderung –
die Eckpunkte der Neuen Mittelschule:
Die Aufgabe der Neuen Mittelschule ist es, den Schülerinnen und Schülern in vier Schuljahren eine vertiefte, nach Maßgabe der persönlichen Leistungsfähigkeit jedenfalls grundlegende Allgemeinbildung zu vermitteln. Die Neue Mittelschule soll die Schülerinnen und Schüler je nach Interesse, Neigung, Begabung und Fähigkeit zum Besuch einer mittleren und höheren Schule befähigen und sie auf das Berufsleben vorbereiten.

Vollausbau der Neuen Mittelschule ist großer Schritt hin zu gerechterem Schulsystem

Klubchef Frais: "Gemeinsame Schule der 10-14-Jährigen bleibt unser Ziel."

"Es erfüllt mich mit Freude, dass Bildungsministerin Schmied heute das Gesetz zum Vollausbau der Neuen Mittelschule in Begutachtung schickt. Alle Hauptschulen sollen bis 2016 zu Neuen Mittelschulen aufgewertet, wodurch unser Schulsystem insgesamt gerechter wird. Damit wird die größte Bildungsreform seit fast einem halben Jahrhundert Realität", begrüßt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais die gesetzliche Grundlage zum Vollausbau der Neuen Mittelschule. Auch die Vizepräsidentin des Oö. Landesschulrats Brigitte Leidlmayer sieht im neuen Gesetz einen großen Fortschritt: "Die Neue Mittelschule bringt Dynamik in die heimische Bildungslandschaft. Sie führt das Schulsystem näher an das Ziel einer gemeinsamen Schule der 10-14-Jährigen heran."

Die gemeinsame Schule der 10-14-Jährigen bleibt das erklärte Ziel der sozialdemokratischen Bildungspolitik, betont auch Klubobmann Frais: "Die Neue Mittelschule ist der bildungspolitische Fortschritt, den wir heute brauchen.