Vor allem was sexuelle Inhalte und Treffen mit Online-Bekanntschaften angeht, seien Eltern oft blauäugig, so die Studie "EU Kids Online".
Eltern in Österreich unterschätzen die Gefahren, die im Internet auf ihre Kinder lauern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Forschungsverbundes EU Kids Online, für die mehr als 25.000 Kinder in Europa im Alter von neun bis 16 Jahren sowie je ein Elternteil im Vorjahr befragt worden sind. Österreich nimmt im Vergleich mit anderen EU-Ländern tendenziell einen Sonderstatus ein: Bei geringerer Internetnutzung begegnen Kinder dennoch vielen Risiken, heißt es in dem Bericht.
Die europäischen Experten kommen zu dem Fazit: Österreichische Eltern unterschätzen die Online-Risiken ihrer Kinder, vor allem was das Betrachten von sexuellen Darstellungen, das Erhalten von Nachrichten mit sexuellen Inhalten und das Treffen mit Online-Bekanntschaften angeht.
Die europäischen Experten kommen zu dem Fazit: Österreichische Eltern unterschätzen die Online-Risiken ihrer Kinder, vor allem was das Betrachten von sexuellen Darstellungen, das Erhalten von Nachrichten mit sexuellen Inhalten und das Treffen mit Online-Bekanntschaften angeht.
Pornografische Inhalte im Netz
Auf die Frage, ob sie in den vergangenen zwölf Monaten Bilder mit sexuellen oder pornografischen Inhalten im Internet gesehen haben, antworteten 17 Prozent der österreichischen Kinder mit "Ja". Von den Eltern dachten hingegen nur sechs Prozent, dass ihr Kind bereits solche Bilder im Netz gesehen hat.
Im Vergleich zu deutschen Kindern sind österreichische Heranwachsende viel öfter mit Bildern mit sexuellen Inhalten konfrontiert. 28 Prozent berichteten, im vergangenen Jahr in irgendwelchen Medien pornografische Darstellungen gesehen zu haben, in Deutschland taten das nur zehn Prozent.
Im Vergleich zu deutschen Kindern sind österreichische Heranwachsende viel öfter mit Bildern mit sexuellen Inhalten konfrontiert. 28 Prozent berichteten, im vergangenen Jahr in irgendwelchen Medien pornografische Darstellungen gesehen zu haben, in Deutschland taten das nur zehn Prozent.
Kontakt mit Fremden online
Nahezu jedes zweite Kind (45 Prozent) hatte in Österreich bereits mit Fremden online Kontakt, 16 Prozent haben schon Personen, die sie über das Internet kennengelernt haben, off line getroffen (im europäischen Schnitt trifft das lediglich auf neun Prozent der Befragten zu). Von den Eltern hat hingegen nicht einmal die Hälfte (sieben Prozent) angenommen, dass ihr Nachwuchs schon Online-Bekanntschaften im realen Leben getroffen hat.
Von Mobbing - online und off line - erzählten 28 Prozent der österreichischen Kinder, im europäischen Schnitt sind es lediglich 19 Prozent. Von Online-Mobbing sind hierzulande sieben Prozent der Mädchen und Buben betroffen, von den Eltern gehen nur vier Prozent davon aus, dass ihr Kind bereits online gemobbt wurde.
Von Mobbing - online und off line - erzählten 28 Prozent der österreichischen Kinder, im europäischen Schnitt sind es lediglich 19 Prozent. Von Online-Mobbing sind hierzulande sieben Prozent der Mädchen und Buben betroffen, von den Eltern gehen nur vier Prozent davon aus, dass ihr Kind bereits online gemobbt wurde.
Eltern zuweilen blauäugig
Dass Mütter und Väter in Österreich Online-Risiken unterschätzen führt die Leiterin des österreichischen EU Kids Online-Teams, Ingrid Paus-Hasebrink von der Universität Salzburg, auf einen nur schwach ausgeprägten Diskurs über Medien, insbesondere über das Internet und die mit dem Internet verbundenen Risiken in Österreich zurück.
"Österreichische Eltern reagieren zuweilen recht blauäugig auf die Risiken, denen ihre Kinder begegnen - anders als deutsche Eltern; diese zeigen sich dagegen deutlich stärker besorgt. In Deutschland wird auf allen Ebenen, etwa der Politik, ein stärkerer Diskurs zu Medien geführt".
"Österreichische Eltern reagieren zuweilen recht blauäugig auf die Risiken, denen ihre Kinder begegnen - anders als deutsche Eltern; diese zeigen sich dagegen deutlich stärker besorgt. In Deutschland wird auf allen Ebenen, etwa der Politik, ein stärkerer Diskurs zu Medien geführt".