Dienstag, 13. Dezember 2011

Pädagogische Hochschulen: Master soll 2012/13 kommen (DiePresse.com)

Unterrichtsministerin Schmied fordert staatlich finanzierte Masterstudiengänge an den Pädagoischen Hochschulen. Sie glaubt an einen Start im Studienjahr 2012/13, die Vorbereitungen seien bereits im Gange.
Die von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) im Rahmen einer Reform der Pädagogischen Hochschulen (PH) gewünschten öffentlich-rechtlichen Masterstudiengänge sollen bereits im Studienjahr 2012/13 kommen. Wie sie gemeinsam mit Andreas Schnider, dem Vorsitzenden des PH-Entwicklungsrats, bei einer Pressekonferenz am Dienstag bestätigte, seien die Vorbereitungen bereits im Gange. Im Unterrichtsministerium ortet man "Gesprächsbereitschaft" vonseiten des Wissenschaftsministers Karlheinz Töchterle (ÖVP), der sich ursprünglich skeptisch gegenüber dem PH-Master gezeigt hatte.
Derzeit gibt es an PH Masterstudiengänge nur unter dem Titel Fortbildung, die Angebote sind kostenpflichtig. Dass sie den Master dort, wo sie ihn brauche, nicht anbieten könne, bezeichnete Schmied bei der Vorstellung der PH-Reform Anfang Oktober als "fast absurd". Für die Einführung staatlich finanzierter Masterstudien ist eine Änderung des Hochschulgesetzes notwendig, was laut Ministerium noch im ersten Halbjahr 2012 geschehen soll. Im Studienjahr 2012/13 sollen dann laut Schnider die ersten Pilotmodelle starten.

Augenmerk auf Mentoring und Management

Bis März laufen Potenzialanalysen an den einzelnen PH, um "zu wissen, was an welchem Standort möglich ist", so Schnider. Noch im Dezember und Jänner laufe die Bewerbungsphase, in der PH gewünschte Masterprogramme grob skizziert vorbringen können, im Februar soll im Entwicklungsrat eine Auswahl getroffen werden. "Bis April bzw. Mai kann dann das Curriculum am jeweiligen Standort ausgearbeitet werden." Die PH seien bereits in Gesprächen untereinander bzw. mit Universitäten, laut Ministerium werde das Augenmerk auf zukünftige Masterstudien vor allem auf Mentoring und Schulmanagement gelegt. Die bereits bestehenden Master-Angebote solle es weiterhin geben, "aber wir wollen von öffentlicher Seite die Möglichkeit, Master zu beauftragen", heißt es gegenüber der APA.