Ein "Zweiklassendienstrecht" ist für die roten Pflichtschullehrer "inakzeptabel". Sie fordern gleichen Verdienst bei gleicher Ausbildung für Pflichtschullehrer und Lehrer an höheren Schulen.
Die roten Pflichtschullehrer sind "entsetzt" über den Vorschlag der ÖVP zum Lehrerdienstrecht. Damit werde "die Zweiklassengesellschaft unter LehrerInnen fortgeschrieben", kritisierte der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der Pflichtschullehrergewerkschaft, Thomas Bulant. "Die ÖVP verwehrt uns trotz gleichwertiger Masterausbildung in Zukunft die gleichwertige Entlohnung."
Der Hintergrund: Die ÖVP hat sich vom Ziel eines einheitlichen Dienstrechts für alle Lehrer verabschiedet und am Mittwoch ein Alternativmodell vorgelegt.
Es sieht weiter unterschiedliche Gehaltskurven für die einzelnen Lehrertypen (Pflichtschule, AHS, BMHS, Berufsschule, Landwirtschaftsschulen) vor.
Außerdem: Es soll künftig nicht mehr über eine Erhöhung der Unterrichtspflicht gestritten werden, sondern ein Präsenzzeitmodell geben. Wie viele Stunden die Lehrer wöchentlich in der Schule anwesend sein müssen, soll sozialpartnerschaftlich ausverhandelt werden.