Mittwoch, 30. Januar 2013

„Mieser Journalismus schadet LehrerInnen.“



FSG-Vorsitzender Bulant wendet sich gegen Lehrerhetze in Heute

Sehr geehrter Herr Redakteur!


Während die Gewerkschaft im konstruktiven Dialog mit dem Dienstgeber versucht, Verluste in der Lebensverdienstsumme infolge eines neuen Dienstrechts abzuwenden, schadet die Gratiszeitung Heute erneut dem Image von LehrerInnen.
Sie haben auf der Seite 1 der Dienstagsausgabe die Schlagzeile „Schul-Ausflug: Lehrer gingen in ein Bordell“ veröffentlicht. In den Zeilen darunter informieren Sie Ihre Leser, dass Lehrer eines Elitegymnasiums ihr Privatvergnügen mit der Kreditkarte der Schule bezahlt haben.
Sie verschweigen hingegen, dass es sich um Schwedische Lehrer auf Urlaub in Österreich gehandelt hat. Mit diesem Lehrstück, wie man die öffentliche Meinung durch Halbwahrheiten fehl leiten kann, haben Sie für negative Begleitmusik zu unseren Dienstrechtsverhandlungen gesorgt.

Mieser Journalismus kann uns jedoch nicht davon abhalten, für Gerechtigkeit im österreichischen Bildungswesen zu kämpfen. Unsere Ziele für ein neues Dienstrecht bleiben unverändert:
Gleichwertige Ausbildung aller Pädagogen sowie dienst- und besoldungsrechtliche Gleichstellung aller LehrerInnen auf Master-Niveau!

Ein Fairness einfordernder Reformwilliger

Dienstag, 15. Januar 2013

Vier Schritte zu Ihrem Bachelor of Education


Seit heute ist die Plattform des bmukk mit allen Unterlagen  zum Upgrading (Infofolder, rechtliche Grundlagen, Antragsformular, Supporthotline, ...) online.

Im Dienst befindliche PflichtschullehrerInnen können nun gemäß § 65a Hochschulgesetz ihre Nachgraduierung mit dem Bachelor of Education beantragen.

Die 4 Schritte auf www.nachqualifizierung.at zum BEd:

1) Die Plattform bietet umfassende Information und Unterstützung für alle interessierten PflichtschullehrerInnen. Eine Hotline des zentralen BMUKK-Supportteams bietet zusätzlich persönlichen Kontakt bei An- und Nachfragen.
2)  Auf der Plattform füllen alle BewerberInnen das elektronische Kompetenzportfolio aus, in welchem die Lehrgangserfordernisse nachgewiesen werden müssen (Auflistung zusätzlicher Lehrbefähigungen, von Fortbildungen, von Veröffentlichungen etc.).
3)    Sobald der/die AntragstellerIn alle Dokumente hochgeladen hat, sichtet der zentrale Support das Portfolio auf Richtigkeit und Vollständigkeit und gibt eine Zulassungsempfehlung an die entsprechende PH ab.
4)    Im letzten Schritt prüft die jeweilige PH alle Dokumente auf Echtheit und erteilt bei positivem Ausgang die formale Zulassung zum Ergänzungsstudium mittels Bescheid bzw. zur Graduierung zum Bachelor of Education (BEd).
Quelle: bmukk/www.nachqualifizierung.at, Jänner 2013

„Differenzierte Diskussion“ - orf.at

Die umstrittene Sprachförderung an Schulen ist am Montag Hauptthema bei der Präsentation des „Nationalen Bildungsberichts“ für das Jahr 2012 gewesen. Angesichts der Differenzen zwischen Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) und Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) forderte der Expertenrat für Integration am Montag eine differenzierte Diskussion.
Die Sprachförderung dürfe „nicht zu einem kurzlebigen, parteipolitisch besetzen Thema hochstilisiert werden“, heißt es in einem Schreiben, das u. a. von Expertenrat-Leiter Heinz Faßmann und Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak gezeichnet ist. Stattdessen brauche es eine sachliche und parteiunabhängige Diskussion durch „die besten Köpfe“.
Die Wissenschaftler betonen, dass schulische Sprachförderung nicht nur Schüler mit nicht deutscher Muttersprache, sondern „alle Kinder betrifft, die für eine schulische Kommunikation und Verständigung noch nicht ausreichend Deutsch sprechen“. Je früher mit der Sprachförderung begonnen werde, umso besser, verweisen die Forscher auf die wichtige Rolle des Kindergartens. Auch Mehrsprachigkeit müsse in einer umfassenden Konzeption berücksichtigt werden.

„International erprobte Modelle“

Zusätzlich sollen „international erprobte Modelle“ wie Spezialmodule und Sommerkurse für Schüler, die erst nach der Volksschule als Quereinsteiger in das österreichische Schulsystem eintreten, erwogen werden. Außerdem fordern die Experten die Berücksichtigung unterschiedlicher regionaler Voraussetzungen. So gebe es im ländlichen Raum mit seinen Dialekten möglicherweise andere Deutschkenntnisse und -kompetenzen als in der Stadt mit einer hohen Konzentration an Kindern nicht deutscher Muttersprache.
„Es gibt also kein einziges ‚One size fits all‘-Modell“ (etwa: „Eines passt für alle“-Modell, Anm.), betonen die Forscher. Ein modulares System würde hingegen ermöglichen, auf die individuellen Bedürfnisse und Vorqualifikationen der Schüler Rücksicht zu nehmen. Fördermaßnahmen müssten „mittel- und langfristig konzipiert werden“, betonen die Wissenschaftler.

Sonntag, 6. Januar 2013

Intelligenz: Was im Kopf unserer Kinder steckt?




Dr.in Manuela Macedonia
leitet „Neuroscience for you“,

ein Institut für Wissenstransfer
aus den Neurowissenschaften

Wer kennt sie nicht, die berühmt, berüchtigten Intelligenztests?
Nach wie vor werden sie bei Personalver mittlern und während Aufnahmeprüfungen an Universitäten eingesetzt.
Die Frage ist immer: Was sagen sie über die geistigen Fähigkeiten eines Menschen aus? Sind Menschen, die diese Tests nicht bestehen, „unintelligent“, oder sind sie für
den einen oder anderen Beruf ungeeignet?
In diesem Vortrag werden anatomische und funktionelle Korrelate leistungsfähiger Gehirne präsentiert und mit allgemein bekannten Vorstellungen und Theorien über Intelligenz verglichen.

Dienstag, 5.März 2013,
19.00 bis 21.00 Uhr
Linz, Neues Rathaus
Eintritt: 5,– Euro
Anmeldung erbeten unter:
Schul- und Erziehungzentrum
Dürrnbergerstraße 1, 4020 Linz
Tel. 0732 603140

Freitag, 4. Januar 2013

Auf Schulweg in den Kopf geschossen - orf.at


Die von Taliban schwer verletzte pakistanische Schülerin Malala Yousafzai hat die Spezialklinik im britischen Birmingham verlassen und erholt sich weiter bei ihrer Familie in England. Die 15-Jährige müsse sich aber Ende Jänner oder Anfang Februar weiteren Behandlungen unterziehen, sagte der medizinische Direktor des Königin-Elizabeth-Hospitals, Dave Rosser, am Freitag.
Yousafzai wurde wegen ihrer Kritik an den radikalen Islamisten in ihrer Heimat zu einem Symbol des Widerstandes und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Anfang Oktober schossen Taliban der Schülerin auf dem Weg von der Schule zum Bus in den Kopf. Sie begründeten das Attentat damit, dass Malala pro-westlich sei, gegen die Taliban aufbegehrt und US-Präsident Barack Obama einen vorbildlichen Staatschef genannt habe.

Gute Genesungsfortschritte

„Malala ist eine starke junge Frau“, sagte Rosser. Zusammen mit ihrem Pflegeteam habe sie große Fortschritte bei der Genesung erzielt. Daher hätten die Ärzte beschlossen, dass Malala am Donnerstag aus dem Krankenhaus entlassen wird. Sie habe bereits in den vergangenen Wochen mehrmals die Klinik vorübergehend verlassen und bei ihrer Familie leben können, die ein begrenztes Bleiberecht in Mittelengland hat.
Die Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai verabschiedet sich in Birmingham vom KrankenhauspersonalAPA/EPA/University Hospitals BirminghamYousafzai verabschiedet sich von ihren Krankenschwestern
Die pakistanische Regierung sagte laut Medienberichten Malalas Vater Ziauddin Yousafzai einen Posten als Attache für Bildung im Konsulat in Birmingham zu. Es schien daher wahrscheinlich, dass die Familie mittelfristig in Großbritannien bleiben würde. Auf einem vom Krankenhaus veröffentlichten Video war Malala am Donnerstag in einem grauen Kleid und einem cremefarbenen Kopftuch zu sehen, wie sie an der Hand einer Krankenschwester ihre Station verließ. Sie winkte dem Personal, bevor sie an der Tür eine Krankenschwester umarmte.

Als elfjährige Bloggerin bekanntgeworden

Malala stammt aus dem Swat-Tal in Pakistan. Die Schülerin hatte 2009 schon als Elfjährige gegen die Taliban protestiert, die Mädchen und Frauen den Zugang zu Bildung verweigern. Die Jugendliche war bekanntgeworden, als sie vor drei Jahren auf einer Website des britischen Fernsehsenders BBC über Gewalttaten der Taliban in dem Tal berichtete. In einem Dokumentarfilm beschrieb sie ihren Wunsch, Ärztin zu werden - entgegen den Vorschriften der Taliban.
Damals hatte sich die pakistanische Regierung mit den Taliban im Swat-Tal auf eine Waffenruhe geeinigt und damit faktisch die Kontrolle der Islamisten anerkannt. Diese setzten daraufhin islamische Gerichte ein, töteten Andersdenkende und schlossen Schulen für Mädchen, darunter jene von Yousafzai. Für ihre Arbeit bekam sie im vergangenen Jahr den ersten je verliehenen Friedenspreis der pakistanischen Regierung und wurde für eine weitere Auszeichnung einer internationalen Organisation nominiert.

Taliban rühmte sich mit Tat

Nach dem Überfall bekannten sich die pakistanischen Taliban nicht ohne Stolz zu der Tat. Sie begründeten den Mordversuch damit, dass Yousafzai eine Spionin des Westens sei. Man habe sie ins Visier genommen, „weil sie sich gegen die Taliban aussprach, während sie mit schamlosen Fremden beisammensaß und den größten Feind des Islam, (US-Präsident) Barack Obama, verherrlichte“. Sie drohten zudem, Malala erneut anzugreifen, sollte sie überleben.
In der Bevölkerung sorgte der Angriff auf ein wehrloses, 15-jähriges Mädchen für Empörung und Wut. Nach dem Anschlag gingen die Menschen zu Tausenden auf die Straße, um gegen den Schrecken der Taliban zu protestieren und für das Mädchen zu beten. Auf vielen Plakaten standen Sprüche wie „Du bist Hoffnung und Inspiration für uns alle“.