Dienstag, 11. Oktober 2011

Mobbing: Direktorin klagt die Republik - Die Presse

Nach vier Jahren „systematischen Mobbings“ durch die Schulinspektorin beschreitet Evelyn Mayer den Rechtsweg. Sie und ihr Mann, der Verfassungsjurist Heinz Mayer, haben eine Amtshaftungsklage eingebracht.
Ein drastischer Fall von Mobbing in den Strukturen der österreichischen Schulverwaltung wurde nun bekannt. Evelyn Mayer, Direktorin der HLW Biedermannsdorf in der Nähe von Wien, sucht nach jahrelangem Kampf gegen „Windmühlen“ nun den Weg an die Öffentlichkeit um Ihren Fall, den Grünen Bildungssprecher Walser als „typischen Ausdruck“ des österreichischen Schulsystems bezeichnet, vor Gericht klären zu lassen.

Klage gegen die Republik

Gut vier Jahre sei Direktorin Mayer dem systematischen Mobbing durch die niederösterreichische Landesschulinspektorin Adelinde Ronniger ausgesetzt gewesen, so Mayer gegenüber der „Presse“. Die Direktorin befindet sich seit einem Jahr im Krankenstand, sie ist arbeitsunfähig. Nachdem offizielle Beschwerden beim NÖ-Landesschulratspräsidenten Helm und bei den zuständigen Sektionschefs Stelzmüller und Siegl im Bildungsministerium zu keinerlei Konsequenzen führten, haben Evelyn Mayer und ihr Mann, der Verfassungsjurist Heinz Mayer, am Freitag eine Amtshaftungsklage gegen die Republik eingebracht.

Mittwochsinfo 4/2011

Fortbildungsveranstaltungen

Bei folgenden Kursen sind noch Plätze frei!


SLÖ 10 Durch die Mitte der Stadt * (21. Oktober 2011)

SLÖ 14 Autismus - Was ist Autismus? * (15. November 2011)
SLÖ 15 LRS - Lese-/Rechtschreib-Schwäche * (16./23. November 2011)
SLÖ 17 Dyskalkulie * (24. November 2011)
SLÖ 22 Wenn der Unterricht leidet * (2./3. Dezember 2011)
SLÖ 23 Vom Umgang mit sprachauffälligen Kindern * (14. Dezember 2011)
SLÖ 24 Qi Gong Praxis (Anfänger) * (ab 10. Jänner 2012)
SLÖ 25 Qi Gong Praxis (Fortgeschrittene) * (ab 10. Jänner 2012)

*) als offizielle LehrerInnenfortbidung für Fortbildungsnachweise zur Jahresnorm/Bereich C anerkannt


Detailinformationen entnehmen Sie bitte unserem aktuellen LehrerInnenfortbildungsprogramm oder unserer Website.


Anmeldung im SLOÖ-Sekretariat bei Frau Martina Felbinger unter der Telefonnummer 0732/772640 oder per E-mail(lehrerfortbildung@slooe.at) oder
über die Webanmeldung auf unserer Website unter www.slooe.at.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Drei Reformpakete für die Pädagogischen Hochschulen (Pressekonferenz BM Dr. Claudia Schmied)



„Die Pädagogischen Hochschulen haben eine zentrale Rolle in der Aus- und Weiterbildung der Lehrenden und sollen durch die Weiterentwicklung ihrer Aufgabenbereiche und Strukturen und ein zeitgemäßes  und leistungsorientiertes Dienst- und Besoldungsrecht für Hochschullehrende unterstützt werden.“
Regierungsprogramm 2008-2013, Seite 199
 In den letzten Jahrzehnten haben sich die Anforderungen an die Schule massiv verändert. Im Mittelpunkt stehen immer Kinder, junge Menschen und ihre Bedürfnisse. Dem muss auch das Bildungssystem Rechnung tragen – diese neuen Herausforderungen können nur mit sehr gut ausgebildeten PädagogInnen, den wichtigsten TrägerInnen der Bildungsreform, bewältigt werden. Die Weiterentwicklung der Pädagogischen Hochschulen gemäß Regierungsprogramm ist dabei eines der zentralen Instrumentarien für eine Reform der PädagogInnenbildung.
Beginnend mit der PädagogInnenbildung muss es gelingen, jungen Menschen zu vermitteln, dass der Lehrberuf Zukunft hat. Zumal angesichts einer relativ hohen Zahl von Pensionierungen ab dem Jahr 2013 auch ein erhöhter Bedarf an jungen, engagierten PädagogInnen gegeben sein wird.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, brauchen wir Lehrerinnen und Lehrer aus Berufung, deren Eignung und Neigung in einem Aufnahmeverfahren zu Studienbeginn und durch Selbstreflexion und Fremdevaluierung während des Studiums erhoben wird.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Mittwochsinfo 3/2011

Schulveranstaltungen

Der Herbst ist traditionell die Zeit, geplante Schulveranstaltungen im Klassen- und Schulforum bewilligen zu lassen und beim Dienstgeber einzureichen.
Deshalb hier noch einmal einige wesentliche Hinweise:

Schulveranstaltungen sind:


Veranstaltungen bis zu einem Tag (Lehrausgang, Exkursion, Wandertag, Sporttag, Berufspraktischer Tag, mehrtägige Veranstaltungen (Berufspraktische Tage und Wochen, Sportwochen, Projektwochen, usw.).

Aufgaben der Schulveranstaltungen
:
Die Schulveranstaltungsverordnung verzichtet bewusst auf konkrete Vorgaben. Schulveranstaltungen sind nicht länger auf bestimmte inhaltliche Bereiche und Organisationsformen beschränkt (z.B. Sportwochen, Schüleraustausch, etc. – deshalb auch der Verzicht auf die klassischen Bezeichnungen wie z.B. „Schikurs“).
Dadurch wurde der Handlungsspielraum der Schulen beträchtlich erweitert!
Grundsätzlich kann nun im Rahmen von Schulveranstaltungen alles gemacht werden, was der Ergänzung des Unterrichts dient.

FSG: PflichtschullehrerInnen aus Bildungssackgasse holen

LehrerInnen zerbrechen oft am eigenen Engagement

 Wien - (FSG-GÖD) "PflichtschullehrerInnen sollen mit
Engagement den Kindern ein Bewusstsein für lebenslanges Lernen
vermitteln und sind oft selbst in einer Bildungssackgasse gefangen",
kritisiert Thomas Bulant, der Vorsitzende der Fraktion
Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der
PflichtschullehrerInnengewerkschaft, und fordert anlässlich des
morgigen Welttages der LehrerInnen die baldige Umsetzung des bereits
ausgearbeiteten Lehrerbildungskonzeptes für die
PflichtschullehrerInnen.

"Die pädagogischen Herausforderungen steigen, SchülerInnen brauchen
immer mehr Orientierungshilfe und Eltern Beratung. Daher benötigen
PflichtschullehrerInnen Fort- und Weiterbildungsangebote, die
LehrerInnen stark machen, die den Blick über den Tellerrand
ermöglichen, außerschulische ExpertInnen einbinden und sie sozusagen
immer am neuesten Stand der Pädagogik halten", stellt Bulant fest. 

Freitag, 30. September 2011

Ganztagsschulen erfordern neue Schulraumkonzepte

Frais: "Die teuerste Bildungsreform ist jene, die nicht stattfindet, weil sie
die Zukunftschancen der jungen Menschen in unserem Land ruiniert!"

"Der Totalumstieg vom bisherigen System der Hauptschule zur Neuen Mittelschule soll in Oberösterreich mit dem Schuljahr 2015/16 abgeschlossen sein. Bei dieser größten Schulreform seit Jahrzehnten werden aber nicht nur die Bezeichnungen ausgetauscht. Durch qualitative Aufwertung, moderne pädagogische Konzepte und zusätzliche Ressourcen rücken die Neuen Mittelschulen immer näher an die AHS-Unterstufen heran", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais in seiner heutigen Rede zur Aktuellen Stunde im Oö. Landtag. Sein Ziel für den oberösterreichischen Bildungssektor formuliert Frais so: Oberösterreich soll das Motivationsbundesland in Sachen Bildung und Schule werden.

"Oberösterreich braucht ein Schulsystem, das LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern motiviert. Denn die Vermittlung von Bildung lebt von Motivation. Dazu gehören neben positiven Bildungsreformen wie der Umstieg auf Neue Mittelschulen auch das Eingehen auf geänderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Das Bild der Familie hat sich gegenüber den 70er Jahren völlig gewandelt. Familien haben immer weniger Kinder, die Häufigkeit von Patchwork-Familien nimmt zu und oft sind beide Elternteile berufstätig – häufig auch aufgrund finanzieller Notwendigkeit. Das stellt das System Schule vor geänderte Voraussetzungen", argumentiert der SP-Klubobmann.

Mittwoch, 28. September 2011

Der SLÖ Wels lädt ein


Niki Glattauer
liest aus seinem neuen Buch

13. Oktober 2011

17.00 Uhr
E-Werk Kundenzentrum
Pfarrgasse 1

Montag, 26. September 2011

Bildungsministerin Schmied und Bildungssprecher Amon: Stufenplan für Neue Mittelschule

In enger Kooperation mit den Landeschulrats-Präsidenten wurde der Stufenplan für den Vollausbau der Neuen Mittelschule entwickelt. 


Wien (OTS) - In enger Kooperation mit den Landeschulrats-Präsidenten wurde der Stufenplan für den Vollausbau der Neuen Mittelschule entwickelt. Die Standorte der Neuen Mittelschule werden österreichweit ausgebaut - bis 2015 sollen alle Hauptschulstandorte umgestellt werden, im Endausbau sollen 238.000 SchülerInnen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren an der Neuen Mittelschule unterrichtet werden.
Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied erklärt zum Ergebnis der Beratungen: "Wir wollen bis zum Schuljahr 2015/16 an allen bisherigen Hauptschul-Standorten den Umstieg auf die Neue Mittelschule vollziehen und können dabei die Wünsche und Bedürfnisse der Länder berücksichtigen. Alle AHS-Unterstufen sind eingeladen, an diesem Erfolgsmodell teilzunehmen."
"Diese Vereinbarungen sind eine gute Grundlage für die politischen und inhaltlichen Verhandlungen zur legistischen Umsetzung dieses Projektes", betont Bildungssprecher Werner Amon.
Die Details des neuen Stufenplans:
Bundesweit sollen 2012/13 an 261 Schulen 660 neue Klassen, 2013/14 an 225 Schulen 496 neue Klassen, 2014/15 an 154 Schulen 314 neue Klassen und 2015/16 an 104 Schulen 216 neue Klassen der NMS eröffnet werden.
Im Burgenland sollen 2012/13 an 3 Schulen 10 Klassen und 2013/14 an einer Schule zwei Klassen eröffnet werden, womit der geplante Vollausbau vorzeitig erreicht wäre.
In Kärnten sollen 2012/13 an 8 Schulen 16 Klassen, 2013/14 an 5 Schulen 14 Klassen, 2014/15 an 9 Schulen 19 Klassen und 2015/16 an 2 Schulen 4 Klassen der NMS eröffnet werden.
In Niederösterreich sollen im Schuljahr 2012/13 an 54 Schulen 137 Klassen, in den Schuljahren 2013/14 sowie 2014/15 jeweils an 50 Schulen 100 Klassen und im Schuljahr 2015/16 an 30 Schulen 60 Klassen der NMS eröffnet werden.
In Oberösterreich sollen im Schuljahr 2012/13 an 55 Schulen 137 Klassen, 2013/24 an 45 Schulen 90 Klassen, 2014/15 an 40 Schulen 80 Klassen und 2015/16 an 27 Schulen 54 Klassen der NMS eröffnet werden.

Dienstag, 20. September 2011

Nachruf Rainer Domisch

Versteher des Schulwandels
Jahrelang hat Domisch in Finnland
als rechte Hand des Bildungskommissars
an der Feinjustierung des
Bildungssystems mitgearbeitet.   Bild:  dpa
Deutschlands finnischer Bildungspolitiker Rainer Domisch: Mit ihm verstarb eine Hoffnung der deutschen Schule. Er hinterlässt eine Art politisch-pädagogisches Testament. von CHRISTIAN FÜLLER  (taz)


Als Andrea Ypsilanti einst den Wahlsieg in Hessen vergeigte, fragte man sich, ob das für Rainer Domisch nun gut oder schlecht sei. Jahrelang hatte Domisch in Finnland an der Feinjustierung des Bildungssystems mitgearbeitet. Der Deutsche war die rechte Hand des polternden Bildungskommissars Jukka Sarjala. Domisch war ganz anders. Ein sehr leiser und kluger Mann, der in der krawalligen hessischen Landespolitik vielleicht auch untergegangen wäre.
Die Frage ist seit Dienstag früh eine theoretische. Mit Domisch verstarb in seiner Wahlheimat Finnland eine der Hoffnungen der deutschen Schule. Er kannte alle deutschen Bildungspolitiker - weil er sie alle durch das Land des ewigen Pisa-Siegers geleitete.

Samstag, 17. September 2011

Martina Rabl: „Multikulti ist für mich Alltag“ - OÖN

Gib jedem Pflänzchen eine Chance und erfreue dich der Vielfalt: Daran hält sich Martina Rabl (46) nicht nur als Hobbygärtnerin, in deren Garten in Ennsdorf heimische und exotische Gewächse einträchtig zusammen gedeihen dürfen, sondern auch und vor allem von Berufs wegen: Seit 1. September leitet sie die zur Neuen Mittelschule avancierte Otto-Glöckel-Hauptschule in Linz. Fast 96 Prozent der Schüler haben ausländische Wurzeln – mehr als in jeder anderen Schule Oberösterreichs.

Über 40 Nationen aus allen Kontinenten sind vertreten: 270 junge Menschen, viele schon in Österreich geboren, aber auch andere, die von Schlepperorganisationen zu uns gebracht wurden, unkundig der deutschen Sprache, manche sogar Analphabeten. Die Otto-Glöckel-Schule ist für sie alle ein Ort der Hoffnung: In „Sprachklassen“ werden ihnen Sprachkenntnisse und kulturellen Fertigkeiten vermittelt.

OECD: Österreich räumt Bildung keine Priorität ein

Österreich räumt dem Thema Bildung keine Priorität ein. Das zeigt die heute präsentierte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“.

Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegen mit 5,4 Prozent unter dem OECD-Schnitt von 5,9 Prozent. Darüber hinaus gehört Österreich zu jenen Ländern, in denen zwischen 1995 und 2008 der Anstieg der Bildungsausgaben klar hinter dem Anstieg des BIP zurückgeblieben ist.

Besonders bedenklich: Seit 1995 sanken die Bildungsausgaben im Verhältnis zum BIP in Österreich verhältnismäßig stark - von 6,2 Prozent auf zunächst 5,5 Prozent im Jahr 2000 und schließlich auf 5,4 Prozent im Jahr 2008. Verantwortlich dafür sind die Rückgänge der Ausgaben für den (vorwiegend öffentlich finanzierten) Schulbereich - von 4,3 Prozent (1995) auf 3,6 Prozent (2008) gemessen am BIP.

Praktisch stabil blieben dagegen die Ausgaben für den Hochschulsektor (von 1,2 Prozent des BIP im Jahr 1995 auf 1,3 Prozent im Jahr 2008).
Österreich wird weiter zurückfallen

Österreich wird trotz einer steigenden Zahl von Hochschulabschlüssen im internationalen Vergleich weiter zurückfallen, ist die OECD überzeugt. Während es generell in OECD-Staaten einen „dynamischeren Ausbau der höheren Bildung gegeben hat“, herrscht in Österreich im Bereich der Spitzenqualifikation „noch Nachholbedarf“. Derzeit liegt der Anteil der Hochschulabsolventen an der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren in Österreich bei nur 19 Prozent, im OECD-Schnitt aber bei 30 Prozent.

Es sei bei der Zahl der Hochschulabschlüsse „eine Kurve zu positiver Veränderung“ erkennbar, setzen sich die aktuellen Abschlussquoten der 25- bis 34-Jährigen jedoch in diesem Maße fort, werde Österreich „noch weiter hinter andere OECD-Länder zurückfallen“, so die OECD.

Dienstag, 13. September 2011

Bewegung macht nicht nur fit sondern auch schlau!



Positive Effekte von Bewegung auf das Gehirn
Dr. Manuela Macedonia
Institutsleitung Neuroscience for you, Projektmitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Neurowissenschaften Leipzig
ABC – Bewegungscenter , Hölderlinstraße 26, 4040 Linz

Dienstag, 4. Oktober 2011, 19.00 Uhr

Ein „gesunder Geist in einem gesunden Körper“ haben bereits die Römer gesagt. Stimmt das wirklich? Wenn ja, warum ist es so?

Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren belegt, dass Bewegung nicht nur hilft, schlank und körperlich gesund zu bleiben, sondern auch geistige Fähigkeiten zu steigern und im Alter länger zu erhalten. Tatsächlich können Kinder besser lernen, wenn sie Sport treiben, Erwachsene sind geistig leistungsfähiger und für Depressionen bzw. Geisteskrankheiten weniger anfällig.