Dienstag, 24. Dezember 2013
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Euren Stillstand möchten wir haben! Sepp Wall-Strasser, DerStandard.at
Österreich beweist der Welt, dass es sozialer geht, aber Neoliberale arbeiten dagegen
"Euren Stillstand möchten wir haben!" Das sagte ein hochrangiger deutscher Gewerkschafter einem österreichischen Publikum unlängst. Überall beneiden uns die Regierungen um den Zustand in unserem Land, um eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, um unsere Einkommen und unseren Wohlstand. Dennoch spricht alles in den Medien von Stillstand und Reformstau.Kanzlerin Angela Merkel erreichte fast die absolute Mehrheit, obwohl Deutschland im Lohnniveau hinter Österreich herhinkt, eine höhere Arbeitslosenrate aufweist, und höher verschuldet ist. Hierzulande mussten als Folge der Blockadepolitik der ÖVP die beiden größeren Parteien zittern, überhaupt noch eine Mehrheit an Mandaten zu bekommen. Auf dieses Schlechtreden der eigenen Politik können die Sozialstaatshasser wie Strache, Stronach oder ihre Softversion - die Neos - gut aufsetzen. Wenn die Hälfte der Regierung ihre Politik nicht mehr verteidigt, haben es politische Rattenfänger leicht.
Es gibt kaum ein Land in Europa, das zuletzt sozialpolitische Verbesserungen erreichen konnte. Im Gegenteil: Fast überall ging man daran, Leistungen zurückzuschrauben. Österreich führte eine Mindestsicherung für alle ein, sichert allen medizinische Grundversorgung, ein Mindestlohn von 1300 Euro gilt de facto für alle, eine Bankenabgabe, die Verursacher der Finanzkrise wenigstens ein wenig zur Kasse bittet, kam.
Genau das ist das Problem, das viele Interessengruppen mit Österreich haben: dass wir am (Ausbau des) Sozialstaat(es) festhalten. Unser "Problem" besteht vor allem darin, dass wir noch nicht so tief gesunken sind bzw. uns noch nicht eine desaströse Sparpolitik verordnet haben. Seit Jahren schreit die OECD Zeter und Mordio wegen unseres Pensionssystems. Ebenso lange zeigt die OECD auf, dass bei uns Vermögen viel zu wenig besteuert sind. Das lässt man in der veröffentlichten Propaganda geflissentlich beiseite. Dabei wissen alle, die sich mit der Pensionsproblematik beschäftigen, dass Pensionssicherung auf dem Prinzip der Vollbeschäftigung beruht. Aber das will niemand hören.
Wir brauchen kräftige Besteuerung des Reichtums, neuen sozialen Wohnbau, Investitionen ins Energiesparen, keine Sparpolitik, die einfache Leute und den Mittelstand schröpft. Aber genau das ist ja nicht gemeint. Alle geforderten Reformen bedeuten Verschlechterung. Reformiert soll der Sozialstaat werden. Denn er ist dem Kapital im Wege. Es geht uns deswegen noch gut, weil und nicht obwohl wir am Wohlfahrtsstaat festgehalten haben. Wir beweisen der Welt, dass es auch anders - sozialer - geht. Deswegen sind wir neoliberalen Sozialstaatsabbauern ein Dorn im Auge. Sie sehen jetzt eine Chance, dieses für sie viel zu soziale Österreich zu knacken. Und die ÖVP macht da kräftig mit.
Eiskalte Austeritätspolitik wird heraufbeschworen, vor allem von Journalisten und dem Boulevard. Das Ergebnis kann jeder sehen, der sich für die Lage nicht nur in Griechenland, Spanien oder Rumänien, sondern auch in Deutschland interessiert. Aber das scheint ja alles so fern. (Sepp Wall-Strasser, DER STANDARD, 11.12.2013)
Sonntag, 20. Oktober 2013
BRAIN DAYS 2013 - Ein voller Erfolg!
Das
Schul- und Erziehungszentrum (SchEz) und der Sozialdemokratische
LehrerInnenverein OÖ (SLÖ) veranstalteten
am 18. und 19. Oktober 2013 das
Symposium „Brain Days“ mit den Themen
Denken, Lernen und Fühlen aus Sicht der Gehirnforschung.
Frau Klubobfrau
Mag.a Gertraud Jahn hielt vor mehr als 200 TeilnehmerInnen dieses
hochinteressanten Symposiums ihre Eröffnungsrede.
Unter
Leitung von Frau Dr.in Manuela Macedonia vom Max-Planck-Institut für
Kognition und Neurowissenschaften in Leipzig und weiteren hochkarätigen
ReferentInnen der Universität Heidelberg und vom Zentralinstitut für Seelische
Gesundheit in Mannheim,
konnten die
TeilnehmerInnen ihren Wissensdurst nach mehr Informationen darüber, wie das
Gehirn des Menschen funktioniert, stillen.Beim Symposium „Brain Days“ präsentierten renommierte Wissenschaftler Aktuelles aus der Gehirnforschung in Kurzvorträgen und Workshops. Ein Mix an Vorträgen zu verschiedenen jedoch zusammen hängenden Themen wird angeboten. Laien bekamen schrittweise Einführungen zu den Inhalten, erfuhren über aktuelle Forschung und konnten mit den Experten ihre Fragen diskutieren. Die TeilnehmerInnen erhielten einen wichtigen Einblick, wie Lernen überhaupt gelingen kann, welche Voraussetzungen und Bedingungen effizientes Lernen hat und welche Problemlagen sich damit ergeben können.
Ziel dieser
Tagung war es, allen Interessierten den Wissenstransfer von der Erforschung des
Gehirns zur Lernpraxis zu ermöglichen. In Vorträgen und Workshops erklärten
ExpertInnen, wie das Gehirn etwa bezüglich sozialem Verhalten, der Sprache, der
Emotion und im Bereich der Musik funktioniert. Weitere Schwerpunkte sind das
Thema Aggression und die Bedeutung von Bewegung für das Lernen. Es wurde der
Frage nachgegangen, wie sich die Vorgänge in unseren Köpfen auf unser tägliches
Leben auswirken.
Die Brain Days 2013
stellten eine Fortsetzung der Brain Days 2012 dar. Sie waren vollständig
ausgebucht, 220 Personen konnten einen Platz erhalten.
Gleichzeitig
wurde bei diesem Symposium das Buch
„Gehirn für Fortgeschrittene!“ zum ersten Mal präsentiert. Es ist eine
Fortsetzung des bereits ausverkauften 1. Buches „Gehirn für Einsteiger“.
Dieses Buch legt in anschaulicher
und verständlicher Weise neueste und wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse
darüber vor, wie man sich an dieses hochkomplexe Gebiet „Gehirn und Lernen“
herantasten kann und entlarvt so allerlei Falschannahmen und trendigen,
überholten Common Sense in Bezug auf dieses Gebiet.
Die limitierte Printausgabe von
“Gehirn für Fortgeschrittene” wird vom SchEz direkt um € 15.-verkauft. Informationen
dazu finden Sie auf der SchEz Homepage. Bestellungen richten Sie bitte direkt
an sekretariat@schez.at.
Wir ersuchen wir um Berichterstattung
in ihrem Medium
Lizenzfreie Fotos sind unter http://www.cityfoto.at/galerie/9413
und HTTP://www.cityfoto.at/galerie/9412/ erhältlich.
und HTTP://www.cityfoto.at/galerie/9412/ erhältlich.
Samstag, 5. Oktober 2013
Die Bildung könnte der Wahlsieger sein - DerStandard.at -- Kommentar der anderen | Karl Heinz Gruber, 4. Oktober 2013, 19:22
Vier Felder, die im Bildungssystem beackert gehören, und ein Aufruf dazu, allenfalls auch internationale Hilfe zu holen
In
so gut wie allen Stellungnahmen zum Wahlergebnis und bei allen
Mutmaßungen über die Prioritäten der nächsten Regierung wurde als erstes
Thema "Bildung" genannt. Einmal davon abgesehen, dass Politiker zu
glauben scheinen, dass ein (Lippen-)Bekenntnis zur Bildung immer gut
wirkt, wäre es klug und hoch an der Zeit, diese offensichtlich für eine
Bildungsreform günstige Situation für eine umfassende Bestandsaufnahme
der Stärken und Schwächen des österreichischen Schulwesens zu nutzen und
einen nationalen Bildungsgesamtplan mit klaren, realistischen und
leistbaren Prioritäten zu formulieren.
Für eine Bildungs-Euphorie gibt es allerdings aus mehreren Gründen keinen Anlass. Bildungsreformen sind keine sofort wirksamen administrativen Kurskorrekturen wie etwa die Einführung einer Vermögenssteuer oder die Förderung von Solaranlagen. Bildungsreformen erfordern die Einsicht und Bereitschaft der Betroffenen, also Lernprozesse, die Zeit und oft auch zusätzliche Ressourcen brauchen. Klare Prioritäten sind deswegen notwendig, weil soziale Systeme und Institutionen wie Schulen nur ein bestimmtes Maß an Innovation verkraften können; wird ihnen zu viel Neues in zu kurzer Zeit zugemutet, reagieren sie mit Verweigerung oder Apathie.
Die neue Regierung muss bildungspolitisch weder das Rad noch das Feuer neu erfinden. Sie kann auf die Überlegungen zurückgreifen, die in das Bildungsvolksbegehren eingeflossen sind, und sie kann sich daran orientieren, was sich international als reformtauglich erwiesen hat und die OECD seit Jahrzehnten unter dem Slogan "What works" empfiehlt. In vier Entscheidungsfeldern scheint der Handlungsbedarf am vordringlichsten:
Vorschulerziehung Vor etlichen Jahren wurden bei einer großen OECD-Bildungskonferenz den Experten diese Frage gestellt: Wenn Sie Ihrer Regierung nur eine einzige Reformmaßnahme empfehlen könnten, was wäre das? Mit großer Mehrheit war die Antwort: zwei Jahre qualitätsvolle Vorschulerziehung. Die neue Bundesregierung sollte sich daher mit den Ländern und den Gemeinden bemühen, für alle Kinder einen Rechtsanspruch auf zwei Jahre gute ganztägige Vorschulerziehung einlösbar zu machen. Manche Familien werden diesen Anspruch nicht voll ausschöpfen wollen oder müssen, während insbesondere nichtdeutschsprachige Kinder und ihre Mütter kompensatorische, integrationsträchtige Zusatzförderung brauchen.
Schulorganisation Dass die Selektion von neuneinhalbjährigen Kindern für gymnasiale Schulkarrieren und die damit verbundene soziale Segregation ein Relikt des ständischen 19. Jahrhunderts sind, ist empirisch vielfach bewiesen und einer fairen, offenen, demokratischen Gesellschaft nicht würdig. Die frühe schulische Auslese beruht nicht auf verlässlichen Prognosen der zukünftigen intellektuellen Leistungsfähigkeit (diese sind nicht möglich), sondern auf den unterschiedlichen Aspirationen von bildungsnahen oder bildungsfernen Eltern. Diese Auslese ist volkswirtschaftlich unhaltbar: Sie amputiert die Bildungsambitionen vieler Kinder und lässt viele Begabungen brachliegen. Die Neue Mittelschule ist ein bedauerliches Kompromissprodukt. Was geboten ist und in der Mehrzahl der erfolgreichen OECD-Länder längst existiert, ist eine gemeinsame, selbstverständlich nach Begabungen und Interessen differenzierende Mittelschule der 10- bis 15-Jährigen.
Für eine Bildungs-Euphorie gibt es allerdings aus mehreren Gründen keinen Anlass. Bildungsreformen sind keine sofort wirksamen administrativen Kurskorrekturen wie etwa die Einführung einer Vermögenssteuer oder die Förderung von Solaranlagen. Bildungsreformen erfordern die Einsicht und Bereitschaft der Betroffenen, also Lernprozesse, die Zeit und oft auch zusätzliche Ressourcen brauchen. Klare Prioritäten sind deswegen notwendig, weil soziale Systeme und Institutionen wie Schulen nur ein bestimmtes Maß an Innovation verkraften können; wird ihnen zu viel Neues in zu kurzer Zeit zugemutet, reagieren sie mit Verweigerung oder Apathie.
Die neue Regierung muss bildungspolitisch weder das Rad noch das Feuer neu erfinden. Sie kann auf die Überlegungen zurückgreifen, die in das Bildungsvolksbegehren eingeflossen sind, und sie kann sich daran orientieren, was sich international als reformtauglich erwiesen hat und die OECD seit Jahrzehnten unter dem Slogan "What works" empfiehlt. In vier Entscheidungsfeldern scheint der Handlungsbedarf am vordringlichsten:
Vorschulerziehung Vor etlichen Jahren wurden bei einer großen OECD-Bildungskonferenz den Experten diese Frage gestellt: Wenn Sie Ihrer Regierung nur eine einzige Reformmaßnahme empfehlen könnten, was wäre das? Mit großer Mehrheit war die Antwort: zwei Jahre qualitätsvolle Vorschulerziehung. Die neue Bundesregierung sollte sich daher mit den Ländern und den Gemeinden bemühen, für alle Kinder einen Rechtsanspruch auf zwei Jahre gute ganztägige Vorschulerziehung einlösbar zu machen. Manche Familien werden diesen Anspruch nicht voll ausschöpfen wollen oder müssen, während insbesondere nichtdeutschsprachige Kinder und ihre Mütter kompensatorische, integrationsträchtige Zusatzförderung brauchen.
Schulorganisation Dass die Selektion von neuneinhalbjährigen Kindern für gymnasiale Schulkarrieren und die damit verbundene soziale Segregation ein Relikt des ständischen 19. Jahrhunderts sind, ist empirisch vielfach bewiesen und einer fairen, offenen, demokratischen Gesellschaft nicht würdig. Die frühe schulische Auslese beruht nicht auf verlässlichen Prognosen der zukünftigen intellektuellen Leistungsfähigkeit (diese sind nicht möglich), sondern auf den unterschiedlichen Aspirationen von bildungsnahen oder bildungsfernen Eltern. Diese Auslese ist volkswirtschaftlich unhaltbar: Sie amputiert die Bildungsambitionen vieler Kinder und lässt viele Begabungen brachliegen. Die Neue Mittelschule ist ein bedauerliches Kompromissprodukt. Was geboten ist und in der Mehrzahl der erfolgreichen OECD-Länder längst existiert, ist eine gemeinsame, selbstverständlich nach Begabungen und Interessen differenzierende Mittelschule der 10- bis 15-Jährigen.
Donnerstag, 19. September 2013
Samstag, 6. Juli 2013
FSG: Die Weiterentwicklung des Regierungsentwurfs könnte neue Verhandlungsqualität bringen
LehrerInnendienstrecht setzt notwendige pädagogische Impulse
„Lehrverpflichtung ist Unterrichtsverpflichtung plus
Beziehungsarbeit. Ich sehe unsere Gleichung in der letzten Weiterentwicklung
des Regierungsentwurfs erstmals anerkannt“, stellt Thomas Bulant,
Bundesvorsitzender der FSG PflichtschullehrerInnen, fest. „Die Regierung hat
aufgegriffen, dass ein Dienstrecht auch pädagogische Impulse setzen muss.“
In der Neuen Mittelschule sind heute schon
Kinder-Eltern-LehrerInnen-Gespräche implementiert. Laut Bulant könnten
LehrerInnen aller Schularten zum Beispiel mit Lernberatung und
Schülersprechstunden punkten. „Wir leisten vieles, was unsere Schulpartner
nicht mehr missen wollen“, sagt Bulant. „Ich bin optimistisch wie die
KollegInnen aus der BMHS, dass diese Leistungen über die Unterrichtsarbeit
hinaus wertgeschätzt in die Dienstrechtsverhandlungen einfließen werden.“
Rückfragehinweis:
FSG-GÖD-Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39 266
Mobil: 0664/814 63 11
e-mail: franz.fischill@oegb.at
FSG-GÖD-Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39 266
Mobil: 0664/814 63 11
e-mail: franz.fischill@oegb.at
Freitag, 5. Juli 2013
HTL-Professor und Handarbeitslehrerin nicht vergleichbar? SIBYLLE HAMANN (Die Presse)
Ein wunderbarer Satz von Finanzministerin Maria Fekter hat viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Obwohl er vier fundamentale Schieflagen unserer Arbeitswelt sehr präzise benennt.
Absicht war dieser Satz
wahrscheinlich nicht: „Eine Handarbeitslehrerin in der Volksschule ist
nicht mit einem Technikprofessor an der HTL vergleichbar“, sagte Maria
Fekter. Sie meinte die Verhandlungen über das neue Lehrerdienstrecht.
Doch dieser Satz verdient es, genauer untersucht und gewürdigt zu
werden.
Vier Hierarchiepaare stecken drin. Das erste: Volksschule und HTL,
die kleinen und die großen Kinder also. Mit kleinen Kindern zu arbeiten
sei weniger wert, als mit großen Kindern zu arbeiten – darüber herrscht
in Österreich Konsens. Es bringt weniger Prestige und weniger Geld. Aber
warum eigentlich? Daran, dass das kleine Einmaleins leichter ist als
die Integralrechnung, kann es nicht liegen. Ist es etwa leichter,
Kindern Ersteres beizubringen? Braucht es dafür weniger Gespür, weniger
didaktische Fähigkeiten, weniger soziale Kompetenz?
Eher ist es
umgekehrt: je jünger die Kinder, desto größer die Verantwortung. Was im
Kleinkindalter passiert (oder nicht passiert), legt schließlich den
Grundstein für den gesamten weiteren Bildungsweg. In anderen Branchen
wird mehr Verantwortung mit mehr Geld und Ehre belohnt, oder?
Verwandt
mit diesem Hierarchiepaar ist das zweite: die Lehrerin und der
Professor. Ja, da legt die AHS-Lehrergewerkschaft viel Wert drauf, dass
die beiden nicht miteinander verwechselt werden. „Professor“ nennt man
im angloamerikanischen Raum einen Hochschullehrer mit einem PhD oder
einer Habilitation. In Österreich reicht dafür ein Magistertitel. So
billig dieser Professor zu erwerben ist, so hartnäckig wird er
verteidigt, denn nur er garantiert den Distinktionsgewinn gegenüber
Pflichtschullehrern. Gerade dann, wenn sonst kein Unterschied besteht;
gerade dann, wenn beide vor ähnlichen Kindern stehen und nach demselben
Lehrplan dasselbe unterrichten, sei es Integralrechnung, Biologie oder
Werken.
Womit wir beim dritten Hierarchiepaar sind: Handarbeiten
und Technik. Ersteres gibt es ja streng genommen gar nicht mehr.
„Technisches und textiles Werken“ heißt das Fach, und da wäre beides,
das Häkeln und die Laubsägearbeit, theoretisch auf gleicher
Hierarchiestufe vereint.
In unseren Köpfen schaut das jedoch
anders aus, auch in unserem Sprachgebrauch – und in den
Kollektivverträgen. Mit „Technik“ ist meistens die Metallindustrie
gemeint, ein IT-Betrieb, ein Werkzeugmacher oder eine Automobilfabrik.
Dort sind gut bezahlte Facharbeiter am Werk. Eine Textilfabrik oder
Näherei hingegen zahlt deutlich weniger. Weil „Handarbeiten“ weniger
wert ist als andere Arten Handarbeit? Weil man damit die häkelnden
Mädchen aus der Volksschule assoziiert? Oder warum sonst?
Das letzte Hierarchiepaar entlarvt sich an dieser Stelle beinahe von selbst. Die Handarbeitslehrerin (mit den kleinen Kindern) ist eine Frau, der Technikprofessor (mit den großen) ist ein Mann. Und so selbstverständlich der Unterschied zwischen ihren Geschlechtsmerkmalen, so selbstverständlich erscheint uns, dass der eine mehr verdient als der andere. Was die beiden tun, sei „nicht vergleichbar“, heißt es. Und wenn doch, dann geht der Vergleich immer zu seinen Gunsten aus.
Das letzte Hierarchiepaar entlarvt sich an dieser Stelle beinahe von selbst. Die Handarbeitslehrerin (mit den kleinen Kindern) ist eine Frau, der Technikprofessor (mit den großen) ist ein Mann. Und so selbstverständlich der Unterschied zwischen ihren Geschlechtsmerkmalen, so selbstverständlich erscheint uns, dass der eine mehr verdient als der andere. Was die beiden tun, sei „nicht vergleichbar“, heißt es. Und wenn doch, dann geht der Vergleich immer zu seinen Gunsten aus.
An
genau diesen vier Schieflagen hakt es – nicht nur in unseren Schulen,
sondern auch in unserer Arbeitswelt. So präzise wie Maria Fekter hätte
das keine Gender- oder Bildungsforscherin auf den Punkt gebracht.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2013)
Samstag, 29. Juni 2013
Heute schon die Schule von morgen gestalten!
Der Ausbau kindgerechter Ganztagsschulen, die gerechte
Zuteilung von Ressourcen an Schulen und moderne Schulbaurichtlinien
sind drei Kernforderungen von SPÖ-Klubvorsitzender Mag.a Gertraud
Jahn. "Für die SPÖ stehen in Schulfragen immer die Kinder im
Mittelpunkt. Wir wollen gerechte Chancen für alle Kinder - egal aus
welchem Elternhaus sie kommen. Deshalb haben wir eine ganze Reihe von
konkreten Initiativen im Oö. Landtag eingebracht, die in
Oberösterreich umgesetzt werden können und das Schulwesen im Land
nachhaltig verbessern würden", weist Jahn auf die vielen offenen
SPÖ-Initiativen im Bildungs-Unterausschuss des Landtags hin.
Der aktuelle Ausbau von ganztägigen Schulen ist eine große Chance für
höhere Qualität im heimischen Bildungswesen - allerdings nur dann,
wenn es gelingt, mehr kindgerechte Ganztagsschulen zu errichten. Wenn
nämlich Unterricht mit Bewegungs- und Freizeitphasen in kindgerechter
Form über den Tag verteilt stattfindet, dann hat das nachweislich
positive Auswirkungen: Die Zahl der Klassenwiederholungen sinkt
enorm, das Aggressionspotential nimmt ab und sowohl Lehrkräfte wie
auch Schulkinder haben mehr Freude an der Schule. "Damit der Ausbau
kindgerechter Ganztagsschulen gelingt, müssen auch die erforderlichen
Ressourcen vorhanden sein", zeigt die SPÖ-Bildungssprecherin auf.
Um den Ausbau ganztägiger Schulen bestmöglich vorantreiben zu können,
müssen auch die Schulbaurichtlinien des Landes Oberösterreich
überarbeitet werden. "Ganztägige Schulen haben andere
Raumerfordernisse als Halbtagsschulen. Mehr Flexibilität, mehr Raum
für Bewegung und Freizeit und Möglichkeiten für das Mittagessen in
den Schulen sind die Hauptthemen", stellt Jahn fest.
Schulen mit schwierigen Rahmenbedingungen brauchen zusätzliche
Ressourcen, um ihren Bildungsauftrag bestmöglich erfüllen zu können.
Die Linzer Universitätsprofessoren Altrichter und Bacher haben dazu
ein Modell erarbeitet, das von der SPÖ im Oö. Landtag als
Initiativ-antrag eingebracht wurde. "Es ist eine Frage der
Gerechtigkeit, dass man Kindern und Lehrkräften in Schulen mit
schwierigen Rahmenbedingungen auch die nötige Hilfe anbietet. Dabei
geht es vor allem um zusätzliche LehrerInnenstunden samt
Hilfspersonal bis hin zu SozialarbeiterInnen", argumentiert Jahn.
Zuteilung von Ressourcen an Schulen und moderne Schulbaurichtlinien
sind drei Kernforderungen von SPÖ-Klubvorsitzender Mag.a Gertraud
Jahn. "Für die SPÖ stehen in Schulfragen immer die Kinder im
Mittelpunkt. Wir wollen gerechte Chancen für alle Kinder - egal aus
welchem Elternhaus sie kommen. Deshalb haben wir eine ganze Reihe von
konkreten Initiativen im Oö. Landtag eingebracht, die in
Oberösterreich umgesetzt werden können und das Schulwesen im Land
nachhaltig verbessern würden", weist Jahn auf die vielen offenen
SPÖ-Initiativen im Bildungs-Unterausschuss des Landtags hin.
Der aktuelle Ausbau von ganztägigen Schulen ist eine große Chance für
höhere Qualität im heimischen Bildungswesen - allerdings nur dann,
wenn es gelingt, mehr kindgerechte Ganztagsschulen zu errichten. Wenn
nämlich Unterricht mit Bewegungs- und Freizeitphasen in kindgerechter
Form über den Tag verteilt stattfindet, dann hat das nachweislich
positive Auswirkungen: Die Zahl der Klassenwiederholungen sinkt
enorm, das Aggressionspotential nimmt ab und sowohl Lehrkräfte wie
auch Schulkinder haben mehr Freude an der Schule. "Damit der Ausbau
kindgerechter Ganztagsschulen gelingt, müssen auch die erforderlichen
Ressourcen vorhanden sein", zeigt die SPÖ-Bildungssprecherin auf.
Um den Ausbau ganztägiger Schulen bestmöglich vorantreiben zu können,
müssen auch die Schulbaurichtlinien des Landes Oberösterreich
überarbeitet werden. "Ganztägige Schulen haben andere
Raumerfordernisse als Halbtagsschulen. Mehr Flexibilität, mehr Raum
für Bewegung und Freizeit und Möglichkeiten für das Mittagessen in
den Schulen sind die Hauptthemen", stellt Jahn fest.
Schulen mit schwierigen Rahmenbedingungen brauchen zusätzliche
Ressourcen, um ihren Bildungsauftrag bestmöglich erfüllen zu können.
Die Linzer Universitätsprofessoren Altrichter und Bacher haben dazu
ein Modell erarbeitet, das von der SPÖ im Oö. Landtag als
Initiativ-antrag eingebracht wurde. "Es ist eine Frage der
Gerechtigkeit, dass man Kindern und Lehrkräften in Schulen mit
schwierigen Rahmenbedingungen auch die nötige Hilfe anbietet. Dabei
geht es vor allem um zusätzliche LehrerInnenstunden samt
Hilfspersonal bis hin zu SozialarbeiterInnen", argumentiert Jahn.
Donnerstag, 13. Juni 2013
www.zweiklassenpaedagogik.at
Wir wissen seit Jahrzehnten, dass die besten und bestausgebildeten PädagogInnen zu den Allerjüngsten müssen und dass am Anfang, in der Elementarbildung und in den ersten Jahren der Schule wesentliche Grundlagen gelegt werden, welche die Bildungschancen und Bildungslaufbahn der Kinder entscheidend und nachhaltig beeinflussen.
In diesen frühen Jahren wird über alles entschieden, was später kommt. Aus diesem Grund wird in der PädagogInnenbildung NEU die Ausbildung der LehrerInnen an dieses Verständnis angepasst - bald werden die ersten Master mit VolksschülerInnen arbeiten.
Weil uns alle Kinder gleich viel wert sind, steht für die Unterzeichnenden unverrückbar fest:
Die verantwortungsvolle Arbeit aller PädagogInnen für unsere Kinder ist gleich wertvoll – nicht gleichARTIG aber gleichWERTIG! Daher muss für gleichwertige Master-Qualifikation der LehrerInnen aller Altersstufen gleicher Lohn bezahlt werden.
Der unlängst bekannt gewordene Vorschlag der ÖVP, verlässt nach 27 Runden erfolgloser Verhandlungen die bisherige Linie, PädagogInnen in Zukunft mit gleicher Dienstverpflichtung und gleicher Entlohnung auszustatten. Für uns bedeutet dieser Vorschlag ein Festhalten an einer Zweiklassenpädagogik, die wir aufs Entschiedenste zurückweisen.
Für uns bedeutet der ÖVP-Vorschlag das Festhalten an einer Zweiklassenschule, die wir überwinden wollen - im Interesse der Bildungschancen aller Kinder!
Die Initiatoren: Thomas Bulant, Daniel Landau, Elmar Mayer, Bernd Schilcher, Reinhart Sellner, Harald Walser
Donnerstag, 6. Juni 2013
Lehrer: SPÖ-Gewerkschaft über ÖVP-Vorschlag entsetzt - DiePresse.com
Ein "Zweiklassendienstrecht" ist für die roten Pflichtschullehrer "inakzeptabel". Sie fordern gleichen Verdienst bei gleicher Ausbildung für Pflichtschullehrer und Lehrer an höheren Schulen.
Die roten Pflichtschullehrer sind "entsetzt" über den Vorschlag der ÖVP zum Lehrerdienstrecht. Damit werde "die Zweiklassengesellschaft unter LehrerInnen fortgeschrieben", kritisierte der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der Pflichtschullehrergewerkschaft, Thomas Bulant. "Die ÖVP verwehrt uns trotz gleichwertiger Masterausbildung in Zukunft die gleichwertige Entlohnung."
Der Hintergrund: Die ÖVP hat sich vom Ziel eines einheitlichen Dienstrechts für alle Lehrer verabschiedet und am Mittwoch ein Alternativmodell vorgelegt.
Es sieht weiter unterschiedliche Gehaltskurven für die einzelnen Lehrertypen (Pflichtschule, AHS, BMHS, Berufsschule, Landwirtschaftsschulen) vor.
Außerdem: Es soll künftig nicht mehr über eine Erhöhung der Unterrichtspflicht gestritten werden, sondern ein Präsenzzeitmodell geben. Wie viele Stunden die Lehrer wöchentlich in der Schule anwesend sein müssen, soll sozialpartnerschaftlich ausverhandelt werden.
Soziale Verantwortung zu tragen
Für die FSG ist es "inakzeptabel", dass die Pflichtschullehrer "weiterhin die höchste Unterrichtsverpflichtung mit dem niedrigsten Lebenseinkommen haben werden". Während die ÖVP auf Kosten der Pflichtschulen das Budget zu sanieren versuche, hätten Pflichtschullehrer weiterhin ihre große soziale Verantwortung für einen Großteil der jungen Generation zu tragen", so Bulant. "Für alle müsste eine Stunde Leseerziehung in der Volksschule genauso viel wert sein wie eine Stunde Mathematik in der Sekundarstufe."Mittwoch, 5. Juni 2013
Rote PflichtschulgewerkschafterInnen sind entsetzt über Zweiklassendienstrecht der ÖVP
Gleichwertige Ausbildung muss zu
Gerechtigkeit in Dienst- und Besoldungsrecht
führen!
„Die PflichtschullehrerInnen sind entsetzt, dass die ÖVP mit
ihrem Dienstrechtsvorschlag die Zweiklassengesellschaft unter LehrerInnen
fortschreiben will“, kritisiert Thomas Bulant, Bundesvorsitzender der FSG in
der PflichtschullehrerInnengewerkschaft.
„Die ÖVP verwehrt uns trotz gleichwertiger Masterausbildung in Zukunft die gleichwertige
Entlohnung.“
Für die FSG sei es inakzeptabel, dass PflichtschullehrerInnen weiterhin die höchste Unterrichtsverpflichtung
mit dem niedrigsten Lebenseinkommen haben werden. „Während die ÖVP auf
Kosten der Pflichtschulen das Budget zu sanieren versucht, haben
PflichtschullehrerInnen weiterhin ihre große soziale Verantwortung für einen
Großteil der jungen Generation zu tragen“, sagt Bulant. „Für alle müsste eine
Stunde Leseerziehung in der Volksschule genauso viel wert sein wie eine Stunde Mathematik
in der Sekundarstufe.“
Montag, 15. April 2013
6 Parteien Konsens zur Verbesserung der 9. Schulstufe
BM Schmied und alle Bildungssprecherinnen und Bildungssprecher
einig: Polytechnische Schule soll aufgewertet werden.
Projektstart mit rund 10 Schulversuchen schon ab Herbst 2013.
Wien - Die Bildungssprecherinnen und Bildungssprecher aller
Parlamentsfraktionen sowie Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied
haben bei einem "Runden Tisch" eine Stärkung und Weiterentwicklung
der Polytechnischen Schule vereinbart, die der zentralen
Brückenfunktion dieser Schulform gerecht wird. Die Polytechnische
Schule als Verbindung zwischen Abschluss der Pflichtschule und dem
Einstieg in das Berufsleben bzw. als Vorbereitung für eine
weiterführende Schule wurde von allen Bildungssprecherinnen und
Bildungssprecher als entscheidend für Jugendliche erkannt.
Es herrscht parteiübergreifender Konsens, dass die Polytechnische
Schule nicht abgeschafft, sondern gezielt so weiter entwickelt und
attraktiviert werden soll und dass damit Bildungssackgassen
vermieden werden. Jugendlichen soll ein bestmöglicher Einstieg von
der Pflichtschule in die Berufsbildung bzw. in eine weiterführende
Schule gelingen. Gemeinsames Ziel aller Bildungssprecherinnen und
Bildungssprecher sowie der Bildungsministerin ist, dass durch dieses
Schulentwicklungsprojekt ein wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung von
Jugendarbeitslosigkeit und von Schul- bzw. Ausbildungsabbruch
geleistet wird.
Die Bedeutung der 255 Polytechnischen Schulen in Österreich mit
2.222 Lehrerinnen und Lehrer und 18.022 Schülerinnen und Schüler
(Schuljahr 2011/12), von denen 6.661 weiblich sind und 4.603 eine
andere Erstsprache als Deutsch angeben, für die weitere Ausbildung
und die Jugendbeschäftigung ist hoch: Rund 82,5% der PTS-
Schülerinnen und Schüler haben zum Schulschluss entweder eine fixe
oder zumindest gute Aussichten auf eine Lehrstelle, 7,5% der PTS-
Schülerinnen und Schüler besuchen eine weiterführende Schule. Das
heißt, dass etwa 90% der PTS- Schülerinnen und Schüler am Ende dieser
Schulstufe einen Ausbildungsplatz haben. Die schon jetzt praktizierte
gezielte Förderung nach Eignungen und Neigungen in den
Polytechnischen Schulen macht sich ebenfalls positiv bemerkbar: Mehr
als 86% der Jugendlichen ergreifen bzw. bekommen ihren Lehrplatz in
ihrem Fachbereich, den sie auch an der PTS gewählt haben. Diese im
internationalen Vergleich guten Werte sollen nun durch das gemeinsame
Schulentwicklungsprojekt aller Parlamentsfraktionen und des BMUKK für
die Polytechnische Schule weiter verbessert werden: "Wir wollen
keinen Jugendlichen ohne Ausbildungsabschluss zurück lassen."
Ab dem Schuljahr 2013/14 soll in rund 10 Pilotschulen bundesweit und
unter Einbeziehung der Pädagogischen Hochschulen sowie der
Schulaufsicht die Individualisierung und Modularisierung der
Polytechnischen Schule erprobt werden. Aufbauend auf diesen
Erfahrungen, die wissenschaftlich evaluiert werden, sollen in der
nächsten Legislaturperiode die Lehrpläne neu verfasst, formale
Möglichkeiten für Bildungsabschlüsse an den PTS geschaffen und
optional ein 2. Jahr Schulbesuch an den PTS für diejenigen, die es
wollen und brauchen, ermöglicht werden.
Neue Schwerpunkte sollen eine Individualisierung und eine
Modularisierung in Vorbereitung auf die Berufsbildung sein. Umgesetzt
werden unter anderem die Schwerpunkte Berufsorientierung,
Persönlichkeitsentwicklung, Soft Skills, berufsbezogene vertiefende
Kenntnisse und Spezialmodule wie EDV-Planzeichnen, Kreativität,
Projektmanagement, Design etc. Für die konkrete Umsetzung werden enge
Kooperation der PTS mit der Wirtschaft, den Berufsschulen und
anderen Schultypen angestrebt.
Mittwoch, 3. April 2013
PädagogInnenbildung Neu ist großer Fortschritt für unser Bildungssystem
SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "Öffentliches Vollangebot in OÖ muss das Ziel sein!"
"Die
neue PädagogInnenbildung sorgt für ein hohes akademisches Niveau aller
PädagogInnen und bietet ein praxisgerechtes Mentoringsystem für den
Berufseinstieg. Damit wird die Qualität
im Bildungssystem nicht nur gesichert, sondern deutlich ausgebaut",
zeigt sich SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn über das heute von
Bildungsministerin Schmied und Wissenschaftsminister Töchterle
präsentierte Modell erfreut. Auf dieser Basis müsse nun
in Oberösterreich ein Vollangebot für die PädagogInnenbildung Neu unter
öffentlicher Trägerschaft entwickelt werden.
Der
Grundstein für die neu zu entwickelnde oberösterreichische Struktur ist
schon durch das im November 2012 gegründete regionale Entwicklungsteam
geschaffen worden. Darin arbeiten die Spitzen
der oberösterreichischen Universitäten und der beiden
oberösterreichischen Pädagogischen Hochschulen im Sinne einer
bestmöglichen Realisierung der PädagogInnenbildung Neu zusammen.
Unterstützung soll dabei auch der von der Bundesregierung neu
geschaffene Qualitätssicherungsrat
bieten, denn dieser hat die Sicherstellung von Synergien und das
Vorantreiben von Kooperationen der bestehenden Institutionen zum Ziel.
"Die
PädagogInnenbildung Neu wird ein hohes Niveau der Lehrkräfteausbildung
auf Master-Level gewährleisten. Das ist ein qualitativer Meilenstein.
Gleichzeitig können die bisherigen Ressourcen
an den Pädagogischen Hochschulen und den Universitäten bestmöglich
genutzt werden, wobei die Stärken der jeweiligen Institutionen
miteinander verbunden werden", zeigt SPÖ-Bildungssprecherin Jahn
konkrete Fortschritte auf. Die Ausbildung von VolksschullehrerInnen
bleibt bei den Pädagogischen Hochschulen. Für die Vergabe von
Master-Abschlüssen im Sekundarbereich brauchen die Pädagogischen
Hochschulen eine Kooperation mit einer Universität. Zudem wird die
Lehrkräfte-Ausbildung an den Universitäten um pädagogische Elemente
ergänzt. "Das klare inhaltliche Ziel sind dabei immer die besten
Lehrkräfte für die Zukunft unserer Kinder", ist Jahn sicher. Auch die
Berufsperspektiven für Lehrerinnen und Lehrer werden sich mit der neuen
Ausbildung verbessern, weil die einheitliche Ausbildung
für bessere Durchlässigkeit und einfachere Weiterqualifizierung sorgt.
Mittwoch, 20. März 2013
FSG PflichtschullehrerInnen für Gerechtigkeit und Qualität in Dienstrechtsfragen
Bulant-Formel: Lehrverpflichtung ist Unterrichtsverpflichtung
und Beziehungsarbeit
„Ein neues Dienstrecht, das Verluste in der Lebensverdienstsumme
erbringt, ist für keine Gewerkschaft akzeptierbar. Ein neues Dienstrecht, das
über keinen gemeinsamen Gehaltsstaffel für alle LehrerInnen verfügt, schreibt
die seit Jahrzehnten bestehende Besoldungsungerechtigkeit zu Lasten der
LandeslehrerInnen fort und wird daher von uns abgelehnt“, stellt Thomas Bulant,
Vorsitzender der FSG in der PflichtschullehrerInnen-gewerkschaft fest. Da sich
die Bevölkerung aufgrund eines neuen Dienstrechtes eine qualitative
Verbesserung der Schulen erhoffe, erwartet der Gewerkschafter neben der
Besoldungsgerechtigkeit auch pädagogische Qualitätsimpulse von einem neuen
Dienstrecht.
Ein neues Dienstrecht der Zukunft müsse daher die Erfordernisse eines
modernen, qualitativen Unterrichts, eine gesamtheitliche Betreuung der
SchülerInnen, die Einbeziehung der Eltern sowie die Arbeitsbedingungen der
LehrerInnen vereinen. Der Vizechef der ARGE LehrerInnen meint dazu: „Ein sicher
nicht leichtes Unterfangen, aber mit etwas Wille sind die seit Monaten starren
Fronten auflösbar.“
Die FSG-LehrerInnen bieten in diesem Sinne ein zukunftsweisendes Modell
an, das auch auf die Besonderheiten der einzelnen Schulstandorte Rücksicht
nimmt.
Die Eckpunkte des FSG-Modells:
- 24 Stunden Lehrverpflichtung ist Unterrichtsverpflichtung und Beziehungs- sowie Schulentwicklungsarbeit
- Die Beziehungs- und Schulentwicklungsarbeit beinhaltet:
- individuelle Lernberatung und Lebensbegleitung in Schülersprechstunden
- Pflege der Schulpartnerschaft durch Elternsprechstunde
- Zeitressourcen für Klassenführung bzw. Ganztagesbetreuung
- Teamstunden für Planung und Problemberatung
- fixes Stundenkontingent für Schulentwicklungsprojekt SQA (Schulqualität Allgemeinbildung)
- Die Umsetzung dieser Lehrverpflichtung basiert auf der Errichtung von professionellen LehrerInnenarbeitsplätzen und Besprechungsräumen.
Besoldungsgerechtigkeit ist herstellbar, wenn die Besoldung die
Gleichwertigkeit pädagogischen Handelns in unterschiedlichen Schularten
widerspiegelt und die Anfangsgehälter attraktiv gestaltet.
Rückfragehinweise:
FSG-Presse
Franz Fischill
Tel.: (01) 534 44/39 266
Mobil: 0664/814 63 11
E-Mail: franz.fischill@oegb.at
Wien, 20.3.2013
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