Die Regierung will zur besseren Integration von Migranten neue Wege gehen. Künftig sollen deutlich mehr Lehrer mit nicht-österreichischen Wurzeln in den Volksschulklassen stehen, kündigten Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SP) und Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (VP) gestern an.
Gerade in Städten liege der Anteil von Kindern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, in manchen Klassen bei bis zu 90 Prozent.
Einen „wesentlichen Beitrag“ zur Integration dieser Kinder versprechen sich Schmied und Kurz, wenn mehr Personen mit Migrationshintergrund den Lehrberuf ergreifen. Auch weil diese „Brücken“ zu Eltern und Großeltern der Schüler werden, glaubt Kurz.Wobei mangelnde Deutschkenntnisse, nicht nur bei den Kindern selbst, sondern auch im Bereich angehender Lehrer eine große Hürde darstellen. An der Pädagogischen Hochschule in Wien haben 20 bis 25 Prozent der Studienanfänger Migrationshintergrund. 15 bis 20 Prozent dieser Bewerber müssen aber wegen schlechter Deutschkenntnisse wieder abgewiesen werden, berichtet die Rektorin der PH Wien, Dagmar Hackl. In Zukunft sollen diese aufgenommen werden und Sprachförderung bekommen. Bis zum Ende des Studiums müsse aber das von allen eingeforderte Niveau erreicht werden, so Hackl.
Über Informationsmaterial wollen Schmied und Kurz auch die Eltern mit Migrationshintergrund besser in die Ausbildung ihrer Kinder einbinden.
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