Dienstag, 28. Juni 2011

LehrerInnenausbildung – Vorbereitungsgruppe präsentiert Empfehlungen

Die Vorbereitungsgruppe zur "PädagogInnenbildung NEU" hat vor kurzem Empfehlungen zur Reform der Lehrerausbildung präsentiert. Bildungsministerin Claudia Schmied betonte in einer ersten Stellungnahme, dass die pädagogische Profession "universitäre Heimat haben muss".
Die neue gemeinsame Lehrerausbildung ist ein zentrales bildungspolitisches Regierungsprojekt, das noch in dieser Legislaturperiode starten soll.
Das gemeinsame Großprojekt von Bildungs- und Wissenschaftsministerium basiert auf einer Fülle an Gesprächen und Vorarbeiten: So fanden etwa nach der Präsentation des Endberichts der ExpertInnengruppe rund 50 Gesprächsrunden mit Interessensgruppen statt. Weiters wurden ergänzende Expertisen eingeholt, zudem fanden in Linz, Wien, Graz und Innsbruck große Stakeholder-Konferenzen statt.

Im Jänner wurde eine Vorbereitungsgruppe unter Vorsitz des Bildungsexperten Andreas Schnider eingerichtet. Diese Vorbereitungsgruppe hat nun plangemäß Empfehlungen für die "PädagogInnenbildung NEU" vorgelegt. Im Kern sieht das Konzept der Vorbereitungsgruppe vor, dass künftig alle Pädagoginnen und Pädagogen an einer Institution ausgebildet werden. Es geht um eine hochwertige Ausbildung der pädagogischen Berufe auf tertiärem Niveau mit gemeinsamen Kernbereichen.

"Positiver Wettbewerb" der Institutionen


Ministerin Schmied unterstrich, dass es eine klare Verantwortung geben muss, die von Bildung und Ausbildung über die Fortbildung bis hin zur angewandten Forschung und zur Begleitung der Schulstandorte reicht. Zur Frage, wie die Institution aussehen soll, an der angehende Pädagogen künftig studieren, meinte Schmied, dass sie es für sinnvoll halten würde, wenn die bestehenden Institutionen, also Universitäten und Pädagogische Hochschulen, in einen "positiven Wettbewerb" treten. Es geht hier, so Schmied, um ein "Best of und Weiterentwickeln des Bestehenden".

Zur Frage der Institution, die künftig für die Pädagogenausbildung zuständig sein soll, machte die Bildungsministerin klar: "Wir reden hier von einer Zehn-Jahres-Perspektive. Diese Zeit braucht es, bis die Institution in der Lage ist, die von der Vorbereitungsgruppe erarbeiteten Anforderungen tatsächlich zu leisten". In zehn Jahren sieht die Bildungsministerin "eigenständige Universitäten, die für die Pädagogenbildung zuständig sind". Die Ministerin skizzierte auch zwei mögliche Wege, wie man zu dieser Institution kommen kann. Möglichkeit eins: Die Pädagogischen Hochschulen entwickeln sich zu Pädagogischen Universitäten weiter, die Kooperationen mit Universitäten eingehen. Möglichkeit zwei: Eine universitäre Einheit dient als Taktgeber, die dann die Bereiche und Aktivitäten der Pädagogischen Hochschulen dazuorganisiert. Über die Frage der Träger werden intensive Gespräche mit dem Wissenschaftsministerium geführt, ergänzte Schmied.

Einheitliche Studienarchitektur – Beste Ausbildung

Die Ministerin bedankte sich bei den Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe für die Ausarbeitung und Klarheit der Empfehlungen. In einem kompakten Papier hat die Vorbereitungsgruppe Empfehlungen zu folgenden Themen ausgearbeitet:

  • Struktur der Ausbildung der PädagogInnen für die Altersbereiche 0 bis 19 Jahre
  • Eckpunkte für Curricula 
  • Anforderungen an Träger von PädagogInnenbildung NEU 
  • Entwicklungsrat 
  • Unmittelbarer Handlungsbedarf

Durch die von der Vorbereitungsgruppe erarbeiteten Empfehlungen ist eine in den Grundzügen einheitliche Studienarchitektur für alle Pädagoginnen und Pädagogen sichergestellt. Außerdem wird dadurch gewährleistet, dass die österreichische Pädagogenausbildung sowohl in ihren pädagogischen als auch in ihren fachbezogenen Anforderungen im europäischen Spitzenfeld ist. 


Zur gesamten Studie.......

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