Dienstag, 25. September 2012

Der SLÖ begrüßt Kräuters Vorschlag zur Einführung der Gesamtschule

Wien - Ungeteilte Zustimmung fand der Vorschlag von Bundesgeschäftsführer Kräuter (SPÖ), die Gesamtschule zu einem Fixpunkt für das nächste Koalitionsabkommen zu machen. Die SP-Lehrer, die derzeit auf einer bildungspolitischen Tagung in Laaben (NÖ) tagen, erklärten sich in einer ersten Reaktion bereit, Bundesgeschäftsführer Kräuter bei seinen Bemühungen voll zu unterstützen. 
Die Bundessekretärin des SLÖ, Astrid Gerö, hat den Bundesgeschäftsführer zur nächsten Sitzung der Bundesleitung des SLÖ eingeladen. Dort sollen Konzepte und Strategien für die Umsetzung seines Vorschlags entwickelt werden. 
Astrid Gerö: "Die Aufnahme der Gesamtschulfrage in ein Koalitionsabkommen stellt eine Garantie für die nächste Legislaturperiode dar, nämlich dass Bildungspolitik einen dynamischen Teil der nächsten Jahre in der Regierungsarbeit sein wird. Es liegt an der ÖVP Farbe zu bekennen, wie ihre Position für die Zukunft in Bildungsfragen aussieht." Und Gerö weiter " Maßgebliche Repräsentanten der ÖVP wie zum Beispiel der Tiroler Landeshauptmann haben längst erkannt, dass wir einen kräftigen Schub für die Erneuerung der österreichischen Schule brauchen."

Montag, 17. September 2012

Lehrer: Schmied will Regierungsvorschlag nachbessern - orf.at

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will jenen Vorschlag nachbessern, mit dem die Regierung in der Verhandlungen mit der Lehrergewerkschaft über das neue Dienst- und Besoldungsrecht gegangen ist. Nachdem absehbar sei, dass über den derzeitigen Vorschlag mit den Lehrervertretern keine Einigung möglich sein werde, „müssen wir uns als Regierung an den Tisch setzen“, so Schmied gestern Abend in der ORF-Diskussionssendung „Im Zentrum“.
Es sei von Beginn an geplant gewesen, dass die Regierung die bisherigen Verhandlungsergebnisse politisch bewertet, sobald in den Verhandlungen mit der Gewerkschaft auf Beamtenebene alle Themen durchgeackert worden sind, so Schmieds Sprecher auf Nachfrage zur APA. Das sei nun fast erledigt, Ende September solle sich dann die Regierung zusammensetzen.
Letztlich entscheidend sei dabei, ob Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) zustimme, dass die Regierung beim neuen Lehrerdienstrecht mehr Geld als bisher geplant in die Hand nimmt.

Donnerstag, 13. September 2012

Mehr soziale Gerechtigkeit durch faire Bildungschancen Ackerl: "Pühringer soll für die Gesamtschule eintreten!"

SPOÖ-Vorsitzender LH-Stv. Josef Ackerl fordert von Landeshauptmann Pühringer ein
Bekenntnis zur Gesamtschule. Er solle sich - so wie sein Amtskollege Platter – endlich dafür
einsetzen, dass es durch faire Bildungschancen zu mehr sozialer Gerechtigkeit kommt.
"Pühringer ist ein besonderer Freund Südtirols. Dort gibt es die gemeinsame Schule schon seit
50 Jahren. Da dieses Schulsystem dort gut funktioniert, ist es Vorbild für das Bundesland
Tirol und sollte in ganz Österreich umgesetzt werden!" so Ackerl.

Der flächendeckende Ausbau von Gesamtschule und ganztägigen Schulformen, so wie von
Bundesministerin Schmied vorgeschlagen, ist weiterhin Ziel der Sozialdemokratie. Alle
Erfahrungen zeigen, dass in dieser Schulform die Talente der Schüler/innen unabhängig von der
Geldbörse der Eltern gefördert werden.

"In Österreich hängt die Bildungskarriere von Kindern und Jugendlichen noch immer stark vom
Bildungsniveau und vom Einkommen der Eltern ab. Die ÖVP muss sich endlich öffnen und ihre
ideologischen Scheuklappen ablegen, um die Vorteile ganztägiger Schulformen zu sehen. Wir
wollen gerechte Bildungschancen für alle durch eine bessere Schule für die 6- bis 15-Jährigen und
möchten erreichen, dass sich die Kinder und Lehrer/innen in der Schule wohlfühlen. Für die Eltern
würde es außerdem weniger Stress und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
bedeuten. Was für Südtirol gut ist, soll für uns nicht schlecht sein!" so Ackerls Appell an Pühringer.

Mittwoch, 12. September 2012

UNO-Sonderberichterstatter zu Gast - Museum Arbeitswelt/Steyr

Am 18. September startet das Museum Arbeitswelt in den heurigen Veranstaltungsherbst. Mit Manfred Nowak gastiert ab 19.00 Uhr einer der weltweit renommiertesten Menschenrechtsexperten im Rahmen der Demos-Abendvorlesungen in Steyr. Nowak fungierte von 2004 bis 2010 als UNO-Sonderberichterstatter über Folter. Seine Berichte über die berüchtigten „Umerziehungslager“ Chinas und das umstrittene US-Gefangenenlager Guantánamo sorgten ebenso für internationales Aufsehen wie seine Kritik am Umgang mit Flüchtlingen an der EU-Außengrenze.

Im Gespräch mit Georg Neuhauser wird der Wiener Rechtsprofessor nicht nur sein neues Buch vorstellen, sondern auch Einblicke in seine Tätigkeit geben sowie über Strategien und Perspektiven hin zu einer besseren Zukunft diskutieren. Um zeitgerechte elektronische oder telefonische Anmeldung wird gebeten.

Jahresnormrechner für das Schuljahr 2012/13 von SLÖ/FSG

Der praktische Jahresnormrechner für alle Schularten und Teilzeitvarianten des SLOÖ steht zum Download bereit.

Download Jahresnormrechner

Dienstag, 11. September 2012

LH-Stv. Josef Ackerl: Schulsozialarbeiter/innen in allen Bezirken

Für Oberösterreichs Schüler/innen beginnt wieder der Schulalltag – mit all seinen Höhen und Tiefen. In schwierigen Situationen gibt es für viele Buben und Mädchen, aber auch deren Eltern und Lehrer/innen, eine neue Anlaufstelle: SuSA – die Schulsozialarbeiter/innen der Jugendwohlfahrt.

Diese sind regelmäßig an ausgewählten Pflichtschulen anwesend und können in dieser Zeit ganz unkompliziert angesprochen werden. Zusätzlich hängen in den Schulen Plakate mit der Telefonnummer und der E-Mailadresse der Sozialarbeiter/innen, und es gibt auch die Möglichkeit, eine Nachricht im SuSA-Postkasten zu hinterlassen.

LH-Stv. Ackerl: "Im kommenden Wintersemester werden in den Bezirken Eferding, Rohrbach, Urfahr-Umgebung und Schärding die Schulsozialarbeiter/innen an die Schulen kommen. Damit ist SuSA flächendeckend in allen Bezirken eingeführt".


Fast 13.000 Kontakte im vergangenen Schuljahr:


In den Bezirken Braunau, Freistadt, Gmunden, Grieskirchen, Kirchdorf, Linz-Land, Perg, Ried i.I., Steyr-Land, Vöcklabruck und Wels-Land war SuSA mit insgesamt 25 Schulsozialarbeiter/innen (21 Personaleinheiten) an 124 Schulen mit 1.340 Klassen im Einsatz. 12.884-mal wurden sie von Schülern, Eltern und Lehrern kontaktiert. Gut die Hälfte der Kontaktaufnahmen erfolgte über das Lehrpersonal, in rund 40% der Fälle traten die Kinder/Jugendlichen selbst an SuSA heran, in 10% der Fälle suchten die Eltern den Kontakt. Daraus ergaben sich 1.118 längere Betreuungen. Buben sind hier leicht überrepräsentiert: 637 Buben wurden von SuSA betreut, das sind 57 % aller betreuten Schüler/innen.


Spitzenreiter unter den von SuSA behandelten Problemstellungen sind Erziehungsprobleme (32%), gefolgt von Verhaltensauffälligkeiten (29%). Der Anteil an Schüler/innen, die die Schule mehr oder weniger verweigern bzw. zu verweigern drohen liegt bei knapp 10% der betreuten Schüler/innen. Die Sozialarbeiter/innen berichten, dass Schulangst und Schulunlust bereits in der Volksschule zum Problem werden können – in dieser Phase aber noch gut korrigierbar sind.

Mittwoch, 5. September 2012

SLOÖ - LehrerInnenfortbildungsprogramm 2012/13

Zur langen Geschichte des sozialdemokratischen LehrerInnenvereins in Oberösterreich gehört die Tradition zur hochqualitativen LehrerInnenfortbildung. Als einziger LehrerInnenverein bieten wir konsequent für alle Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Pädagogikbereichen Oberösterreichs jährlich ein Programm ohne bürokratische Zugangshürden.

Zusätzlich zum Seminarangebot gibt es in Kooperation mit SchEz, ASKÖ u. Kinderfreunden eine hochkarätige Pädagogische Vortragsreihe mit internationalen und nationalen ExpertInnen aus dem Pädagogikfeld zu aktuellen Themen.

Rund 750 Veranstaltungen in 12 Jahren im Angebot und mehr als 4900 zufriedene Teilnehmer/innen sind der beste Beweis dafür, dass die Aktion auch in diesem Schuljahr eine Fortsetzung finden sollte.
In diesem SLÖ OÖ.-Lehrerfortbildungsprogramm 2012/2013 finden Sie eine breite Palette von Seminarangeboten, mit der wir speziell Ihrem Bedarf und Ihren Wünschen entgegenkommen möchten. Wählen Sie aus, es ist bestimmt etwas für Ihre beruflichen und/oder privaten Vorstellungen und Ziele dabei!

Dieses Programm-Angebot enthält 50 Seminare bzw. Veranstaltungsserien.

Dienstag, 4. September 2012

Gemeinsame Schule auch in Oberösterreich rasch einführen

SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "ÖVP im Land soll endlich Blockadehaltung beenden"

SPÖ-Klubvorsitzende Gertraud Jahn zeigt sich hoch erfreut über den Vorstoß von Tirols ÖVP-Landeshauptmann Platter in Richtung Gemeinsamer Schule der 6-14-Jährigen. "Ich begrüße es ausdrücklich, dass Platter in Tirol eigene Modellregionen einführen will. Es zeigt, dass sich auch innerhalb der Volkspartei die vernünftigen Argumente die für diesen Schultyp sprechen, durchsetzen", so Jahn. Oberösterreich darf nicht länger mit einer Umsetzung zuwarten. Landeshauptmann Pühringer soll sich ein Vorbild an seinem Parteifreund nehmen, die Blockadehaltung beenden und ebenfalls die Gemeinsame Schule der 6-14-Jährigen forcieren, ruft die Klubvorsitzende zum Handeln auf. Studien belegen, dass diese Schulform den Kindern ein Mehr an Bildungschancen ermöglicht. Ein Gemeinschaftsschulsystem ist auch eine notwendige Reaktion auf geänderte gesellschaftliche Bedingungen.

"Mit Platter schwenkt ein gewichtiger Politiker der Volkspartei nicht nur um, sondern setzt auch erste richtungsweisende Taten, um die Gesamtschule der 6-14-Jährigen zu verwirklichen. Da viele Argumente für diese Schulform sprechen, kann sich nun auch die ÖVP hier nicht mehr verschließen. Landeshauptmann Pühringer soll sich ein Beispiel nehmen und auch in Oberösterreich den Weg zur Gesamtschule frei machen", fordert Jahn.
"Wir dürfen hier zum Wohl unserer Kinder nicht hinterherhinken, sondern müssen ebenfalls solche Modellregionen als erste Schritte zu einer flächendeckenden Einführung schaffen", ist die Klubvorsitzende und Bildungssprecherin überzeugt.

Eine Studie des Educational Policy Institute in Washington über Österreichs Schulsystem, hat uns den letzten Platz von 13 untersuchten Staaten in Fragen der Zugänglichkeit zum Hochschulstudium gegeben. "Die Entscheidung darüber, welchen Bildungsweg ein Kind weiter einschlägt, ist mit 10 Jahren eindeutig zu früh. Das Bildungssystem ist hochselektiv. Bildung wird bei uns stärker als in anderen Ländern vererbt", weist Jahn auf Fakten der Erhebung hin, die für eine Gemeinsame Schule der 6-14-Jährigen sprechen.

"Die geänderten gesellschaftlichen Bedingungen machen auch bei der Schule ein Umdenken notwendig. Beide Elternteile sind heute in der Regel berufstätig und die Zahl der AlleinerzieherInnen nimmt zu. Wir brauchen eine ganztägige Betreuung unserer Kinder, am besten durch ausgebildete LehrerInnen, in Form einer gemeinsamen verschränkten Ganztagschule, in der Zeit für ein Wechselspiel aus Unterricht, Sport, Lernen und Freizeit ist. Das gibt den SchülerInnen die nötige Auflockerung, um Stress abzubauen und Wissen besser anzueignen. Schulisches bleibt in der Schule, zu Hause kann die Zeit wirklich mit der Familie verbracht werden", spricht für Jahn alles für das neue Schulmodell.


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Freitag, 31. August 2012

"Unsere Kinder verballern ihre Jugend" - Von Karl Gaulhofer (Die Presse)


Zu frühe Internetnutzung macht dumm, süchtig und psychisch krank: Mit seinem Buch "Digitale Demenz" legt sich der deutsche Hirnforscher Manfred Spitzer mit Medienpädagogen und Politikern an.
Die Presse: Wie hält es denn ein rabiater Kritiker digitaler Medien privat mit ihrer Nutzung? 
Manfred Spitzer: Als unsere fünf kleinen Kinder immer gestritten haben, wer was gucken darf, haben wir den Fernsehapparat abgeschafft. Da gab es nur einen kurzen Zwergenaufstand. Wir haben auch nur einen Computer. Warum man eine PlayStation brauchen soll, hat mir nie eingeleuchtet.
Was ist für einen Hirnforscher so schlimm an der frühen und starken Nutzung digitaler Medien?
Unser Gehirn ändert sich ständig. Milliarden von Verbindungen zwischen Nervenzellen wachsen oder werden weggeräumt, wenn sie nicht gebraucht werden. Die Informationstechnologie nimmt uns geistige Arbeit ab. Das hat Folgen. Wenn man nur noch oberflächlich über Dinge nachdenkt, bleiben sie nicht mehr hängen. Wenn Sie mit dem Navi im Auto fahren, kennen Sie sich irgendwann nicht mehr aus. Je weniger „gebildet“ das Hirn in jungen Jahren wird, desto schneller erfolgt der Abstieg im Alter.
Die Technologie erspart uns stupides Auswendiglernen. Stattdessen trainieren wir komplexes Denken, das die Wissensgesellschaft braucht.
Das ist falsch! Man muss erst einmal das Einfache draufhaben, sonst können wir das Komplexe gar nicht lernen. Wer nicht Kopfrechnen kann, scheitert auch an der höheren Mathematik. Platz machen durch Auslagern: Das ist dummes Geschwätz!
Wir arbeiten die meiste Zeit am Computer. Da sollte doch die sinnvolle Nutzung digitaler Medien schon von früh an gelehrt werden.
Googeln lernt man nicht durch googeln. Nur durch solides Grundwissen können Sie in einer Suchmaschine die Spreu vom Weizen trennen. Stattdessen wird in der Schule Software gepaukt. Das ist völlig unsinnig, weil Microsoft-Produkte in fünf Jahren ganz anders sind. Kinder finden im Netz schnell zu Sex and Crime. Wir haben in Deutschland eine Viertelmillion Internetsüchtige und 1,4 Millionen, die stark gefährdet sind. Ich kenne als Psychiater die schweren Fälle, die 18 Stunden am Tag online spielen. Die verballern ihre Jugend, das ist schrecklich! Spiele wie „World of Warcraft“ werden bewusst so programmiert, dass sie süchtig machen. Da wird Leid erzeugt. Und dann zu sagen: Wir bringen den Kindern schon ganz früh bei, damit kritisch umzugehen – das ist unglaublicher Nonsens. Wir lassen auch keine Sechsjährigen Auto fahren.

Aber die Politiker empfehlen doch keine Killerspiele, sondern Lernspiele...
Kein Zehnjähriger will eine PlayStation, um damit Vokabel zu lernen. Damit wird geballert. Aber in einer Empfehlung des Gesundheitsministers zur Mediennutzung von Kindern kommt x-mal „PlayStation“ vor – das ist Werbung für Sony. Und es heißt: Manche machen es, manche nicht, und entsprechend gibt es Unterschiede in der Medienkompetenz. Es gibt null Studien, die so etwas behaupten! Aber Eltern, die das lesen, denken: Ein inkompetentes Kind will ich ja nicht haben, deshalb kaufe ich ihm eine PlayStation. Damit verschenken sie erwiesenermaßen schlechte Noten und Schulprobleme. Das ist skandalös!
Digitale Medien sind besser als Fernsehen. Ich lasse mich nicht berieseln, wähle Inhalte, kommuniziere, bestimme bei Spielen die Handlung.
Richtig: Wenn Sie beim Abknallen aktiver eingreifen, gibt es mehr Punkte. Aktiv Fehlverhalten einüben ist noch schlechter, als es passiv zu betrachten. Multitasking ist nichts anderes als eine Aufmerksamkeitsstörung. Und reale Kommunikation ist nachhaltiger als ihr Abklatsch im Netz. Beim Chatten fehlen Mimik und Gestik des Gegenübers.
Dafür gibt es längst Webcam und Skype...
Da haben Sie immer noch etwas weniger. Warum treffen wir uns in einem Kaffeehaus, statt zu skypen? Das hat doch einen Grund!
Mail, Chat und SMS: Jugendliche schreiben heute vermutlich mehr als je zuvor. Ist das nicht toll?
Manche Sprachforscher sagen, dass die Codes, die Jugendliche da verwenden, durchaus differenziert sind. Ich bin da skeptisch. Man kann zwar per Knopfdruck „Wow“ oder „Autsch“ sagen, aber eine differenzierte Schilderung meines subjektiven Erlebnisstroms ist da nicht geplant.
Schwarmintelligenz hilft, kollektives Wissen gemeinsam effizienter zu verarbeiten.
Ist es effizient? Wenn es darum geht, wie viel ein Ochse wiegt, komme ich mit aggregiertem Wissen weiter als ein einzelner Experte– einverstanden. Aber heute geht es doch um die Erfassung sehr komplexer Probleme. Das kann ein Schwarm, der irgendwann einmal etwas herausblökt, gar nicht leisten.
Träumen Sie von einer Welt ohne TV und Web?
Sicher nicht. Ich bin kein Medienhasser. Ich bediene auch keine ältere Klientel, die Angst vor allem Neuen hat. Aber ich weise als Arzt auf Nebenwirkungen hin. In den USA ist die Hälfte der Medienforscher Pessimisten. Bei uns ist offenbar die Lobby erfolgreicher.
Auf einen Blick
Manfred Spitzer (54) ist ein deutscher Hirnforscher und Psychiater. Bekannt wurde er durch die Fernsehserie „Geist und Gehirn“ und populärwissenschaftliche Bücher. Sein Versuch, aus der Hirnforschung Schlüsse für das richtige Lernen zu ziehen, ist umstritten. Mit seinem neuen Buch, „Digitale Demenz“, zog er sich den Zorn vieler Medienforscher zu. [Droemer]
("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.08.2012)

Mittwoch, 22. August 2012

Gesamtschule für Platter vorstellbar - orf.at

Die Gesamtschule ist für LH Günther Platter (ÖVP) entgegen der offiziellen Linie seiner Partei vorstellbar. Eine gemeinsame Schule solle man auch in Verbindung mit Ganztagsschule durchaus offensiv andenken, so Platter im Magazin „News“

„Ich kann mir eine gemeinsame Schule für alle durchaus vorstellen“, meinte Platter. „Es muss aber in der Schule eine Differenzierung geben, damit sich die Kinder nach ihren persönlichen Fähigkeiten weiterentwickeln können“, erklärte er in dem am Donnerstag erscheinenden Interview für „News“.

Platter kann sich demnach die Gesamtschule auch in Verbindung mit einer freiwilligen Ganztagsschule vorstellen. Letztere solle zwar nicht verpflichtend sein, aber ausreichend angeboten werden.

Gemeinsame Klassen am Land
In den Hauptschulen am Land sei es seit jeher so, dass alle zehn- bis 14-jährigen Kinder gemeinsam in die Schule gehen, erklärte Platter. „Diese Kinder haben auch alle Chancen der Welt. Ich habe noch nie gehört, dass jemand, der in so eine gemeinsame Schule geht, später einen Nachteil hat, wenn er studieren will.“


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Freitag, 17. August 2012

Lehrer verdienen weniger als andere Akademiker - ORF.at

Pädagogen werden in Österreich deutlich schlechter bezahlt als in anderen Bereichen tätige Akademiker, zeigt eine nun von der OECD veröffentlichte Statistik. So verdienen Lehrer in Österreich nach 15 Jahren Berufserfahrung nur zwischen 58 und 65 Prozent des Gehalts anderer Akademiker.
Nach 15 Jahren im Job sind Österreichs Lehrer allerdings noch weit vom Höchstgehalt entfernt, besagt die Statistik aus der Studie „Bildung auf einen Blick“. Mit der geplanten Dienstrechtsreform, über die mit der Lehrer-Gewerkschaft am Montag wieder auf Beamtenebene verhandelt wird, ist geplant, die Anfangsgehälter anzuheben und die Gehaltskurve abzuflachen.
Bei der Differenz zu den Gehältern anderer Akademiker macht es derzeit in Österreich kaum einen Unterschied, ob Lehrer eine dreijährige Ausbildung an einer Pädagogischen Hochschule (PH) oder eine fünfeinhalbjährige an der Uni gemacht haben: Die an den PH ausgebildeten Volks- und Sonderschullehrer (Primarstufe) verdienen 58 Prozent anderer Personen mit Abschluss im Tertiärbereich.

Rund 60 Prozent Unterschied

In der Sekundarstufe I, wo an der Hauptschule Lehrer mit PH-Abschluss und an der AHS-Unterstufe Pädagogen mit Uni-Abschluss arbeiten, liegt das Einkommen bei 63 Prozent von jenem anderer Akademiker. Die an den Unis ausgebildeten Lehrer für AHS und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS) erhalten nach 15 Dienstjahren 65 Prozent vom durchschnittlichen Gehalt anderer Akademiker.

Montag, 23. Juli 2012

Reiche hinterziehen Steuern bis zu 230 Mrd. Euro - Orf.at

Eine neue Studie schlägt Alarm: Die Reichen der Welt bunkern bis zu 32 Billionen Dollar (bis zu 26.230 Mrd. Euro) in Steueroasen. Sie hinterziehen demnach bis zu 280 Mrd. Dollar (230 Mrd. Euro) an Steuern.

Der Studienautor - kein Geringerer als der ehemalige Chefvolkswirt der Unternehmensberatung McKinsey - spricht von einem „großen schwarzen Loch für die Weltwirtschaft“. Die Auswirkungen der Steuerflucht vor allem auf Entwicklungsländer sind demnach massiv.



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