Die UNESCO kritisiert die unzureichenden Fortschritte im
Kampf gegen Analphabetismus und erwartet ein Scheitern der
Weltgemeinschaft am Millenniumsziel „Bildung für alle“.
Die Zahl der Kinder, die keine Volksschule besuchen, habe nach jüngsten verfügbaren Zahlen mindestens zwei Jahre stagniert, heißt es im neuen Weltbildungsbericht der UNO-Organisation.
250 Millionen Mädchen und Buben lernten weder richtig lesen noch schreiben. Viele Entwicklungsländer seien weit davon entfernt, die Ziele des Aktionsprogramms „Bildung für alle“ bis 2015 zu erreichen.
Unter anderem sollen von da an alle Kinder Zugang zu kostenloser Volksschulbildung erhalten. Diesen Punkt schrieb die Weltgemeinschaft zusammen mit der deutlichen Armutsreduzierung auch als UNO-Millenniumsziel fest.
„Nach wie vor sind 775 Millionen Erwachsene weltweit Analphabeten, zwei Drittel davon Frauen“, hieß es zur Vorstellung des Berichts. Auch in diesem Bereich werde die Zielvorgabe voraussichtlich deutlich verfehlt. Sie sieht eigentlich vor, die Analphabetenrate unter Erwachsenen bis 2015 um 50 Prozent zu senken.
In Italien haben demnach etwa die Hälfte aller Erwachsenen Probleme beim Lesen und Schreiben, in Großbritannien ist es ein Fünftel, in Deutschland ein Sechstel. Auf der Basis von OECD-Daten schätzt der Weltbildungsbericht, dass in den Industrieländern 160 Millionen Erwachsene nicht in der Lage sind, eine Zeitung zu lesen oder sich für eine Stelle zu bewerben, weil ihnen die entsprechenden Kenntnisse fehlen.
Die Zahl der Kinder, die keine Volksschule besuchen, habe nach jüngsten verfügbaren Zahlen mindestens zwei Jahre stagniert, heißt es im neuen Weltbildungsbericht der UNO-Organisation.
250 Millionen Mädchen und Buben lernten weder richtig lesen noch schreiben. Viele Entwicklungsländer seien weit davon entfernt, die Ziele des Aktionsprogramms „Bildung für alle“ bis 2015 zu erreichen.
Über 160 Länder dabei
Das Programm „Bildung für alle“ der UNESCO ist eines der größten Bildungsprogramme weltweit. Mehr als 160 Länder hatten sich im Jahr 2000 in Dakar verpflichtet, bis 2015 sechs Ziele zu erreichen.Unter anderem sollen von da an alle Kinder Zugang zu kostenloser Volksschulbildung erhalten. Diesen Punkt schrieb die Weltgemeinschaft zusammen mit der deutlichen Armutsreduzierung auch als UNO-Millenniumsziel fest.
775 Millionen erwachsene Analphabeten
Die bisherige Bilanz ist nach erheblichen Erfolgen zum Start des Programms ernüchternd. Zum einen hatten im bisher jüngsten Datenjahr 2010 weiter 61 Millionen Kinder keinen Zugang zu einer Volksschule, zum anderen ging es auch bei der Ausbildung von Älteren nur schleppend voran.„Nach wie vor sind 775 Millionen Erwachsene weltweit Analphabeten, zwei Drittel davon Frauen“, hieß es zur Vorstellung des Berichts. Auch in diesem Bereich werde die Zielvorgabe voraussichtlich deutlich verfehlt. Sie sieht eigentlich vor, die Analphabetenrate unter Erwachsenen bis 2015 um 50 Prozent zu senken.
Auch Europa betroffen
Die UNESCO-Experten weisen jedoch darauf hin, dass es auch in Europa große Probleme gebe. Ihrer Ansicht nach sind die erschreckend hohen Arbeitslosenquoten bei Jugendlichen in Griechenland und Italien nicht nur eine Folge der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise, sondern auch die Konsequenz von mangelnder Bildung. Selbst vor der Krise hätten mehr als 40 Prozent der jungen Griechen und Italiener fünf Jahre auf einen Job warten müssen, heißt es.In Italien haben demnach etwa die Hälfte aller Erwachsenen Probleme beim Lesen und Schreiben, in Großbritannien ist es ein Fünftel, in Deutschland ein Sechstel. Auf der Basis von OECD-Daten schätzt der Weltbildungsbericht, dass in den Industrieländern 160 Millionen Erwachsene nicht in der Lage sind, eine Zeitung zu lesen oder sich für eine Stelle zu bewerben, weil ihnen die entsprechenden Kenntnisse fehlen.
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