Eine neue Studie schlägt Alarm: Die Reichen der Welt bunkern bis zu 32 Billionen Dollar (bis zu 26.230 Mrd. Euro) in Steueroasen. Sie hinterziehen demnach bis zu 280 Mrd. Dollar (230 Mrd. Euro) an Steuern.
Der Studienautor - kein Geringerer als der ehemalige Chefvolkswirt der Unternehmensberatung McKinsey - spricht von einem „großen schwarzen Loch für die Weltwirtschaft“. Die Auswirkungen der Steuerflucht vor allem auf Entwicklungsländer sind demnach massiv.
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Montag, 23. Juli 2012
SPÖ enttäuscht über FP/VP/Grün-Beschluss für Lehrkräfte-Kürzung in Oberösterreich
Klubvorsitzende Jahn: "Bildung wird mit vorgeschobenen Argumenten eingespart."
Unter dem Vorwand einer "gerechteren Verteilung" haben ÖVP, FPÖ und Grüne im heutigen Lenkungsausschuss die Kürzung von 56 LehrerInnen-Dienstposten beschlossen. "Ich bin enttäuscht, dass FPÖ und Grüne eine Allianz mit der ÖVP bilden, um 56 LehrerInnen in Oberösterreich einzusparen. Die Kürzungen drohen gerade in den Neuen Mittelschulen zu pädagogischen Einschränkungen zu führen", stellt SPÖ-Klubvorsitzende und Bildungssprecherin Mag. Gertraud Jahn fest. Landesrätin Hummer müsse nunmehr sicherstellen, dass das Land für Neue Mittelschulen – wie bisher – durchschnittlich 5 Stunden pro Klasse für Team-Teaching und Fördermaßnahmen zur Verfügung stellt.
Das Bildungsministerium hat ausdrücklich klargestellt, dass jene Stunden, die bislang die Hauptschulen für "leistungsdifferenzierten Unterricht" hatten, in vollem Ausmaß den Neuen Mittelschulen zur Verfügung zu stellen sind. Dennoch haben ÖVP, FPÖ und Grüne heute unter dem Vorwand einer "gerechteren Verteilung" die Kürzung dieser Stunden von durchschnittlich 5 pro Klasse auf 4,5 beschlossen. "Bislang gab es 11.092 Stunden für 2235 Klassen – in Hinkunft nur mehr 9937 für gleich viele Klassen. Dass damit auch eine Einschränkung der pädagogischen Möglichkeiten verbunden ist, muss jedem klar sein, der heute im Lenkungsausschuss dafür gestimmt hat", argumentiert Jahn. Konkret kann der Verlust bis zu 13 Wochenstunden pro Schulstufe in einer Schule ausmachen.
ÖVP, FPÖ und Grüne müssen nunmehr sicherstellen, dass ihre Kürzungen zu keiner pädagogischen Benachteiligung der Neuen Mittelschulen führen. "Wir werden genau darauf schauen, dass die Neuen Mittelschulen jene Ressourcen vom Land bekommen, die ihnen zustehen. Es darf zu keinen Einschränkungen von Team-Teaching und individuellen Förderungen durch die Einsparungen kommen. Die Bildungsreferentin muss zu ihrer Verpflichtung gegenüber dem Bildungsministerium stehen und den Neuen Mittelschulen jene fünf Wochenstunden pro Klasse geben, die ihnen auch bisher zugestanden sind – denn wer Bildung einspart, der spart Zukunft ein", warnt Jahn.
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Unter dem Vorwand einer "gerechteren Verteilung" haben ÖVP, FPÖ und Grüne im heutigen Lenkungsausschuss die Kürzung von 56 LehrerInnen-Dienstposten beschlossen. "Ich bin enttäuscht, dass FPÖ und Grüne eine Allianz mit der ÖVP bilden, um 56 LehrerInnen in Oberösterreich einzusparen. Die Kürzungen drohen gerade in den Neuen Mittelschulen zu pädagogischen Einschränkungen zu führen", stellt SPÖ-Klubvorsitzende und Bildungssprecherin Mag. Gertraud Jahn fest. Landesrätin Hummer müsse nunmehr sicherstellen, dass das Land für Neue Mittelschulen – wie bisher – durchschnittlich 5 Stunden pro Klasse für Team-Teaching und Fördermaßnahmen zur Verfügung stellt.
Das Bildungsministerium hat ausdrücklich klargestellt, dass jene Stunden, die bislang die Hauptschulen für "leistungsdifferenzierten Unterricht" hatten, in vollem Ausmaß den Neuen Mittelschulen zur Verfügung zu stellen sind. Dennoch haben ÖVP, FPÖ und Grüne heute unter dem Vorwand einer "gerechteren Verteilung" die Kürzung dieser Stunden von durchschnittlich 5 pro Klasse auf 4,5 beschlossen. "Bislang gab es 11.092 Stunden für 2235 Klassen – in Hinkunft nur mehr 9937 für gleich viele Klassen. Dass damit auch eine Einschränkung der pädagogischen Möglichkeiten verbunden ist, muss jedem klar sein, der heute im Lenkungsausschuss dafür gestimmt hat", argumentiert Jahn. Konkret kann der Verlust bis zu 13 Wochenstunden pro Schulstufe in einer Schule ausmachen.
ÖVP, FPÖ und Grüne müssen nunmehr sicherstellen, dass ihre Kürzungen zu keiner pädagogischen Benachteiligung der Neuen Mittelschulen führen. "Wir werden genau darauf schauen, dass die Neuen Mittelschulen jene Ressourcen vom Land bekommen, die ihnen zustehen. Es darf zu keinen Einschränkungen von Team-Teaching und individuellen Förderungen durch die Einsparungen kommen. Die Bildungsreferentin muss zu ihrer Verpflichtung gegenüber dem Bildungsministerium stehen und den Neuen Mittelschulen jene fünf Wochenstunden pro Klasse geben, die ihnen auch bisher zugestanden sind – denn wer Bildung einspart, der spart Zukunft ein", warnt Jahn.
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Donnerstag, 19. Juli 2012
SLÖ-Appell an Grüne und Freiheitliche gegen ÖVP-Bildungskürzung zu stimmen - PA
Allianz aus SPÖ, Grün und FPÖ kann Lehrkräfte-Kürzung verhindern
Der Landesvorsitzende des Sozialdemokratischen LehrerInnenvereins (SLÖ) Franz Turek richtet angesichts des bevorstehenden Lenkungsausschusses zur Oö. Verwaltungsreform einen dringenden Appell an Grüne und Freiheitliche: "Die SPÖ hat sich bereits klar gegen die drohende Kürzung von 56 LehrerInnen-Posten ausgesprochen. Damit es gelingt, die von Landesrätin Hummer beabsichtigten Kürzungen zu verhindern, müssen aber auch Grüne und FPÖ im zuständigen Lenkungsausschuss dagegen stimmen."
Bislang sind insgesamt 11.092 Stunden für "leistungsdifferenzierten Unterricht" in 2235 Klassen zur Verfügung gestanden – nach den ÖVP-Kürzungen bleiben davon nur mehr 9.937 Stunden über. "Diese Kürzungen von mehr als tausend Wochenstunden schlagen direkt auf die Qualität des Unterrichts in Hauptschulen und Neuen Mittelschulen durch. Gerade pädagogische besonders wertvolle Bereiche wie gezielte Fördermaßnahmen und innovative Unterrichtsmodelle werden davon am stärksten betroffen sein", warnt SLÖ-Landesvorsitzender Turek. Wie groß die Aufregung an den Schulen ist, unterstreichen auch die vielen Unterstützungen der SLÖ-Unterschriftenaktion, die Ende Juni gestartet wurde.
Auch rechtlich stehen die ÖVP-Kürzungen auf tönernen Beinen: So hat das Bildungsministerium ausdrücklich klargestellt, dass jene Stunden, die bislang die Hauptschulen für "leistungsdifferenzierten Unterricht" hatten, die Neuen Mittelschulen in vollem Ausmaß für Teamteaching und individuelle Förderung bekommen müssen. "Bildungsministerin Schmied stellt für die Neuen Mittelschulen zusätzliche sechs Wochenstunden pro Klasse zur Verfügung und legt damit den Grundstein für neue Pädagogik. Wenn aber jetzt Bildungslandesrätin Hummer den Landesbeitrag von durchschnittlich 5 auf nur mehr 4,5 Stunden pro Klasse kürzt, dann untergräbt sie das Fundament der neuen Schullandschaft", schließt Turek.
Franz Turek
SLOÖ-Landesvorsitzender
Weißenwolffstraße 17a
4020 Linz
Mobil: +43 699 81266739
SLOÖ-Landesvorsitzender
Weißenwolffstraße 17a
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Mittwoch, 11. Juli 2012
Schüler reparierten die „Schönbrunn“ - OÖN
LINZ. Jugendliche des Fachbereichs Metall der Polytechnischen Schule 1 werkelten mit Eifer.
„Diese Woche hat die Schüler wirklich verändert“, sagt Gerald Blüher. Der Direktor der Polytechnischen Schule Linz Stadt 1 ist auf zwölf Jugendliche der Klasse G besonders stolz. Während des Werkstättenunterrichts im Fachbereich Metall durften die Burschen im Alter von 15 und 16 Jahren fünf Tage auf dem Dampfschiff „Schönbrunn“ arbeiten und helfen, sie für die kommenden Ausfahrten seetauglich zu machen.
„Ermöglicht hat das Alfred Grurl, ihr Werkstättenlehrer und Klassenvorstand. Bei ihm haben sich die Schüler nachher noch öfter bedankt, dass sie die Gelegenheit zu dieser Arbeit bekommen haben“, erzählt Direktor Blüher. Auf dem Schiff bohrten, schraubten und schliffen die Jugendlichen soviel sie konnten, reparierten Scharniere und die Nirosta-Deckel der Abgänge zum Motorraum. „Alle Metallarbeiten ohne Großmaschinen konnten sie machen“, sagt Blüher stolz. Zu Beginn seien beide Seiten nervös gewesen, erzählt er. „Man weiß ja nicht, wie Schüler und Mechaniker es aufnehmen, ob alle Vorschriften eingehalten werden.“ Bereits nach einem Tag war klar: Alle Sorgen waren unbegründet. „Die Schüler waren begeistert und auch die Mechaniker waren von den Schülern beeindruckt“, sagt Blüher über die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Eisenbahngeschichte, der die „Schönbrunn“ gehört.
Fortsetzung möglich
Erfreulich ist für den Direktor nicht nur die gute Zusammenarbeit, sondern auch die Wirkung dieser Projektwoche. „Die Burschen waren danach wirklich sehr diszipliniert. Ansonsten geht es unter Metallern ja ruppiger zu.“ Nun wird über eine Fortsetzung des Projekts nachgedacht. Blüher schmiedet bereits Pläne: „Es gäbe auch für unsere Schüler aus den Fachbereichen Holz und Elektro Möglichkeiten, auf einem Schiff zu arbeiten. Die Mediendesigner könnten dann noch Folder und Werbeplakate gestalten.“
Freitag, 6. Juli 2012
Mittwoch, 4. Juli 2012
Nur das Bubenklo findet Lisa noch "grausiger" v. Kerstin Scheller in Der Standard
foto: standard/walkolbinger
Wollen das Lernumfeld aktiv mitgestalten: Nachdem die Kinder ihre Volksschule inspiziert hatten, schrieben manche auf Zettel, was ihnen im Schulhaus gefällt und was gar nicht.
154 Jahre alt ist die Volksschule in Enns. Jetzt gibt es Geld für die Sanierung. Erstmals in Österreich lässt eine Stadt Schüler, Lehrer und Eltern mitplanen
Enns - Lara stellt sich in Position. Mit dem Daumen ihrer rechten Hand zeigt sie nach unten. Den Eingangsbereich ihrer Schule mag sie absolut nicht. Flo fotografiert seine Mitschülerin. Dann will die Lehrerin von ihr wissen, warum sie sich dort so unwohl fühlt: "Da ist morgens immer so ein Gedränge." Die anderen vier Kinder, die neben Flo stehen, nicken bestätigend. Nur Lisa überlegt kurz, ob sie nicht die Stelle vor dem Bubenklo im zweiten Stock noch "grausiger" finden soll. "Da stinkt's immer so", meint die Drittklässlerin und hält sich die Nase zu.
Gemeinsam mit der Lehrerin sind die sechs Volksschüler in dem 154 Jahren alten Schulgebäude am Ennser Kirchenplatz unterwegs, um ihre ungeliebten und ihre Lieblingsorte zu erkunden und diese anschließend auf einem Plan zu markieren.
Die Schulhausexkursion ist der erste Teil eines zweitägigen Workshops zur längst überfälligen Renovierung der einstigen "Kaiser-Franz-Josef-Schule". Mit zwei Millionen Euro sei die Sanierung veranschlagt, 35 Prozent der Kosten übernehme das Land, berichtet Bürgermeister Franz Stefan Karlinger (SPÖ). Und erstmals in Österreich lässt eine Gemeinde als Schulerhalter Lehrer, Schüler und Eltern mitplanen. Der Wiener Architekt Franz Ryznar, Initiator der Plattfrom " SchulUMbau", erhielt von Karlinger den Auftrag.
Pädagogen, Architekten und Fachleute der Schulverwaltung haben die Plattform gegründet, um "Denkanstöße für einen zeit- und kindgemäßen Schulbau" zu geben. "Jeder Neu- und Umbau muss in architektonischem und pädagogischem Einklang geschehen", erklärt Ryznar. Dies bedeute, Lehrer und Schüler sollen das Lernumfeld aktiv mitgestalten.
In Enns ist zwar der Auftrag zur Sanierung bereits an einen Architekten vergeben, doch dann erfuhr der Bürgermeister von der Plattform. Die Idee, "im Vorfeld auf die Wünsche aller einzugehen", habe ihn überzeugt, die vorliegende Machbarkeitsstudie soll adaptiert werden.
Minus- und Pluspunkte
Nachdem 50 Schüler, aufgeteilt in kleine Gruppen, die Plus- und Minuspunkte ihrer Schule ausfindig gemacht haben, sind Lehrer und Eltern an der Reihe. "Wir haben nur einen Kopierer, der steht im Erdgeschoß, doch die meisten Klassen sind im ersten und zweiten Stockwerk", legt eine junge Lehrerin los. An den notorischen Platzmangel - die Vorschulklasse musste bereits in den gegenüberliegenden Pfarrsaal ausgelagert werden - scheint man sich hingegen schon gewöhnt zu haben. Offene Lernformen seien in der Kasernenschule mit einem langen schmalen Gang pro Stockwerk, von dem die Klassenzimmer weggehen, kaum möglich.
Julias Mutter stört vor allem, dass es vor dem Schulhaus keinen überdachten Wartebereich gibt. Denn erst ab 7.45 Uhr dürfen die Kinder hinein, durch die viel zu kleine Eingangstür, durch den viel zu engen Flur Richtung Steinstiege. Lara hat manchmal richtig Angst, "dass ich zerdrückt werde". Viel lieber ist ihr der Turnsaal, dort "habe ich Platz", oder aber die Balancierstange im Schulgarten. Sofort hüpft sie hinauf, lacht Flo zu, der ein Foto von ihr an ihrem Lieblingsort macht. (Kerstin Scheller, DER STANDARD, 4.7.2012)
Sparkorsett gefährdet Schulreform: Wochenstunden für Team-Teaching in Neuen Mittelschulen erhalten
SPÖ-Initiative, dringlicher Landesantrag
"Die flächendeckende Einführung der Neuen Mittelschule ist die größte österreichische Bildungsreform seit 50 Jahren. Oberösterreich ist gefordert, diese Reform im Interesse der Schülerinnen und Schüler aktiv zu fördern", betont SPÖ-Klubvorsitzende Jahn. Ein wesentliches pädagogisches Element der Neuen Mittelschule besteht darin, dass Leistungsgruppen, wie sie bisher in Hauptschulen üblich waren, durch Team-Teaching und Kleingruppenunterricht ersetzt werden.
Zur Ermöglichung von Kleingruppenunterricht und Team-Teaching in den Neuen Mittelschulen stellt das Bundesministerium für Unterricht pro Klasse sechs zusätzliche LehrerInnen-Stunden zur Verfügung. Dazu kommen die bisherigen Leistungsgruppen-Zusatzstunden aus den ehemaligen Hauptschulen.
Ohne den erforderlichen Beschluss im Lenkungsausschuss zur Verwaltungsreform, wurde nun den Schulen bereits mitgeteilt, dass die Ressourcen für "leistungsdifferenzierten Unterricht" – also Leistungsgruppen und Team-Teaching – gekürzt werden und auch die Verteilung an die Schulen wurde verändert. "Für einzelne Schulen bedeutet das, dass sie statt bisher 13 Zusatzstunden in Hinkunft gar keine aus diesem Topf bekommen. Das pädagogische Konzept der Neuen Mittelschulen wird dadurch stark untergraben", warnt Jahn. Auch in den betroffenen Hauptschulen wird die Situation äußerst schwierig, weshalb die SPÖ mit einem Dringlichkeitsantrag gegen die Kürzung der Wochenstunden vorgeht.
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