LINZ. Jugendliche des Fachbereichs Metall der Polytechnischen Schule 1 werkelten mit Eifer.
„Diese Woche hat die Schüler wirklich verändert“, sagt Gerald Blüher. Der Direktor der Polytechnischen Schule Linz Stadt 1 ist auf zwölf Jugendliche der Klasse G besonders stolz. Während des Werkstättenunterrichts im Fachbereich Metall durften die Burschen im Alter von 15 und 16 Jahren fünf Tage auf dem Dampfschiff „Schönbrunn“ arbeiten und helfen, sie für die kommenden Ausfahrten seetauglich zu machen.
„Ermöglicht hat das Alfred Grurl, ihr Werkstättenlehrer und Klassenvorstand. Bei ihm haben sich die Schüler nachher noch öfter bedankt, dass sie die Gelegenheit zu dieser Arbeit bekommen haben“, erzählt Direktor Blüher. Auf dem Schiff bohrten, schraubten und schliffen die Jugendlichen soviel sie konnten, reparierten Scharniere und die Nirosta-Deckel der Abgänge zum Motorraum. „Alle Metallarbeiten ohne Großmaschinen konnten sie machen“, sagt Blüher stolz. Zu Beginn seien beide Seiten nervös gewesen, erzählt er. „Man weiß ja nicht, wie Schüler und Mechaniker es aufnehmen, ob alle Vorschriften eingehalten werden.“ Bereits nach einem Tag war klar: Alle Sorgen waren unbegründet. „Die Schüler waren begeistert und auch die Mechaniker waren von den Schülern beeindruckt“, sagt Blüher über die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Eisenbahngeschichte, der die „Schönbrunn“ gehört.
Fortsetzung möglich
Erfreulich ist für den Direktor nicht nur die gute Zusammenarbeit, sondern auch die Wirkung dieser Projektwoche. „Die Burschen waren danach wirklich sehr diszipliniert. Ansonsten geht es unter Metallern ja ruppiger zu.“ Nun wird über eine Fortsetzung des Projekts nachgedacht. Blüher schmiedet bereits Pläne: „Es gäbe auch für unsere Schüler aus den Fachbereichen Holz und Elektro Möglichkeiten, auf einem Schiff zu arbeiten. Die Mediendesigner könnten dann noch Folder und Werbeplakate gestalten.“
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