Dienstag, 31. Januar 2012

Politische Bildung: "Auch als Reaktion auf die Nazi-Zeit" - Von Theresa Aigner (DiePresse.com)

Politische Bildung hat in Österreich einen zu geringen Stellenwert, kritisiert Uni-Professor Wolfgang Sander. Ein Grund: die mangelnde Aufarbeitung des Nationalsozialismus.
Wolfgang Sander leitete das Departement für die Didaktik der politischen Bildung an der Uni Wien, seit es vor drei Jahren geschaffen wurde. Nun soll es nicht weitergeführt werden. Im Gespräch mit Lehrer.DiePresse.com erklärt er, warum das besonders in Anbetracht des gesenkten Wahlalters ein Rückschritt ist und warum man in Deutschland schon vor mehr als 60 Jahren die Verantwortung der Schulen im Bereich der politischen Bildung erkannt hat.
Was sagt es über den Stellenwert von politischer Bildung in Österreich aus, wenn die einzige Professur dafür abgeschafft wird?

Mir scheint, dass die Bedeutung der Professur für die politische Bildung - insbesondere für die Lehrerbildung in Österreich - noch nicht hinreichend gesehen wird. Die Professur hat insofern eine besonders wichtige Stellung, als sie die erste und einzige Professur für Didaktik der politischen Bildung in Österreich ist. Bei der Einrichtung der Professur damals war ein Ziel, auch über die Universität hinaus Wirkung zu entfalten. Insbesondere im Bereich der Lehrerfortbildung und der wissenschaftlichen Weiterqualifizierung. Was hierbei aufgebaut werden konnte, ist natürlich ein Stück weit gefährdet, wenn es wirklich nicht zu einer Neubesetzung der Professur kommen sollte.

Hat politische Bildung im österreichischen Schulwesen überhaupt einen ausreichenden Stellenwert?

Der ist deutlich zu gering.

Freitag, 27. Januar 2012

Linzer Poly-Schüler werden Sprachlehrer - OÖN

LINZ. Poly-Schüler lesen Kindergartenkindern aus deutsch- und fremdsprachigen Büchern vor – was einfach klingt, ist ein mehrfach sinnvolles Projekt.

Die Stadt Linz hat das Projekt „Gemma lesen!“ jetzt mit einem Förderpreis für integrative Kulturprojekte ausgezeichnet. Denn Lesen ist eine wesentliche Grundlage für Sprachenlernen, somit eine Schlüsseltechnik für Integration.
Das „Gemma lesen!“-Vorhaben entwickelt haben Lehrerinnen der Polytechnischen Schule Linz-Urfahr. Im Grunde ist es einfach: Schülerinnen und Schüler des Poly gehen in Kindergärten, lesen den Kindern aus deutsch- und fremdsprachigen Büchern vor, auf Albanisch, Türkisch, Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Rumänisch. „Arabisch und Polnisch kommen noch dazu“, sagt Poly-Lehrerin Regina Fechter-Richtinger, die das „Gemma lesen!“-Projekt leitet.
Sprachliche Vielfalt
Vorleser für diese Sprachen zu finden, ist an der Polytechnischen Schule in Linz-Urfahr eigentlich einfach. Denn dort gehen Jugendliche aus 20 verschiedenen Nationen zur Schule. Diese Schülerinnen und Schüler lernen durch das Vorlesen selber besser lesen, erfahren die Lust am Lesen und verbessern ihre Fähigkeiten in der Muttersprache und in Deutsch.
Fünf „Gemma lesen!“-Schülerteams gibt es nun am Poly Urfahr. Die haben sich seit Herbst 2011 intensiv auf ihre Aufgabe vorbereitet, zunächst in einem theaterpädagogischen Workshop. Dort übten die Schülerinnen und Schüler Vorlese-Techniken und absolvierten Übungen zur Steigerung des Selbstvertrauens.
Dann ging es ans Üben. Ein Schüler oder eine Schülerin liest in einer Fremdsprache vor, der andere Schüler oder die andere Schülerin liest dieselbe Seite auf Deutsch vor. Im Training übten die Schülerinnen und Schüler auch, wie man die Kinder zum Mitmachen bewegt, ihr Interesse steigert, zum Beispiel durch Zwischenfragen, Wiederholungen, lauteres und leiseres Sprechen, Mienenspiel, Blickkontakt.

Dienstag, 24. Januar 2012

Politische Bildung verliert an Bedeutung - Universität Wien streicht wichtige Professur

Wien (OTS) - An der Universität Wien soll das seit drei Jahren bestehende Department für die Didaktik der politischen Bildung abgewickelt und die damit verbundene Professur gestrichen werden. Das ergibt sich aus dem Entwicklungsplan der Universität für die Jahre 2013 bis 2015, der jetzt im Entwurf vorliegt. Der Vorstand der Interessensgemeinschaft Politische Bildung (IGPB), der Fachverband für die politische Bildung in Österreich, kritisiert dies und fordert die Wiederbesetzung der Professur.
Stellungnahme des Vorstands der IGPB zur vorgesehenen Streichung der Professur für Didaktik der politischen Bildung an der Universität Wien Mit großer Sorge hat der Vorstand der Interessensgemeinschaft Politische Bildung (IGPB) zur Kenntnis genommen, dass das Department für Didaktik der politischen Bildung an der Universität Wien geschlossen werden soll. Nach dem Entwurf für den Entwicklungsplan der Universität Wien für 2013 bis 2015 ist eine Wiederbesetzung der Professur für Didaktik der politischen Bildung nicht vorgesehen. Die IGPB sieht in dieser Entwicklung einen schweren Rückschlag für die politische Bildung in Österreich. Die Wiener Professur wurde 2008 geschaffen und mit einer zweijährigen Befristung besetzt. Es handelt sich hierbei um die erste und einzige Professur für Didaktik der politischen Bildung in Österreich. Wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für das österreichische Bildungswesen wurde ihre Einrichtung im Rahmen der Demokratieinitiative der Bundesregierung vom Wissenschaftsministerium mit zusätzlichen Mitteln gefördert.

Mehrheit für die Gesamtschule - Wiener Zeitung

Wien. Das Volksbegehren "Bildungsinitiative" im November 2011 wurde zwar nicht zum erfolgreichsten aller Zeiten. Dafür, dass die Forderungen nun im Nationalrat behandelt werden, reichten die 383.820 Unterschriften aber allemal. Eine davon: der Ausbau der Ganztagsschulen. Das am Montag präsentierte Ergebnis einer Befragung des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) brachte nun einen viel eindeutigeren Trend ans Licht. Befürworten doch 63 Prozent der 1064 befragten Österreicher ab 15 Jahren die Ganztagsschule als "Schule der Zukunft". 75 Prozent halten die Gesamtschule der 10- bis 14-Jährigen für eine "gute Idee".
"Beim Bildungsvolksbegehren fühlte sich die Bevölkerung zu wenig informiert: Nur rund 20 Prozent gaben an, genug im Bilde gewesen zu sein, um eine Entscheidung treffen zu können", erklärte Peter Zellmann vom IFT. Ein Manko an Information - das dürfte laut Zellmann die Ursache sein, warum Österreicher einer Bildungsreform skeptisch gegenüberstehen: Laut Umfrage weiß nur ein Viertel, worum es sich bei einer Gesamt- oder Ganztagsschule überhaupt handelt.

Montag, 23. Januar 2012

Schmied will Sonderschulen erhalten - Der Standard

Sieht in parlamentarischer Anfragebeantwortung keinen Widerspruch zu integrativem Bildungssystem

Wien - Dass Unterrichtsministerin Claudia Schmied die "wesentlichen Inhalte" der 2008 ratifizierten UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung "für erfüllt" ansieht, sorgte am Montag u.a. bei Lebenshilfe-Präsident Germain Weber für Unmut. Damit Kinder mit Behinderung nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden, fordern Lebenshilfe, aber auch andere Organisationen sowie ÖVP- und Grünen-Mandatare seit jeher die Abschaffung der Sonderschulen. Wie aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch die Grünen hervorgeht, sieht Schmied dafür jedoch keine Notwendigkeit.

Freitag, 13. Januar 2012

VORTRAG - Was macht das Gehirn den ganzen Tag?

Es ist für Menschen da!

Vortragende: Drin. Manuela Macedonia, Leipzig

Erfahren Sie, wie unser wichtigstes Organ aufgebaut ist bzw. wie es Informationen, die aus den Sinnesorganen stammen, verarbeitet und speichert. In diesem Basisvortrag wird erklärt, welche Gehirnregionen und Netzwerke für wichtige menschliche Funktionen wie Sprache, Gedächtnis, Gefühle, Denken und Lernen zuständig sind. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über das Gehirn werden präsentiert und es wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen dies alles auf Lernen hat.


Dienstag, 31. Jänner 2012, 19.00 bis 21.00 Uhr
Linz, Altes Rathaus, Renaissancesaal
Eintritt: 5,-- Euro
Wir bitten Sie um Ihre Anmeldung:
E-mail: sekretariat@schez.at, Telefon: 0732 / 60 31 40




Zur Person: Dr. Manuela Macedonia erforscht seit vielen Jahren neue Strategien, um das Erlernen von Fremdsprachen effizienter zu gestalten.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Kritik an Sprachförderung: Deutsch allein ist zu wenig - DiePresse.com

Sprachwissenschaftler kritisieren die Konzentration auf die deutsche Sprache. Außerdem: Das Ziel, bei allen Kinder schon vor Schuleintritt unterrichtssprachliches Deutschniveau zu erreichen, sei nicht erfüllbar.
Die Regierung feierte die Verlängerung der sprachlichen Frühförderung als Erfolg - nachdem lange nicht klar war, ob und von wem die Sprachförderung finanziert wird, stellt der Bund jährlich fünf Millionen Euro zur Verfügung, die von den Ländern verdoppelt werden sollen. Eine Gruppe von Sprachwissenschaftlern ("Netzwerk Sprachenrechte") übt in ihrer Stellungnahme allerdings heftige Kritik an dem Gesetzesentwurf.

Hauptproblem: die Konzentration auf die deutsche Sprache. Sprachförderung würde in dem Gesetzesentwurf mit der Förderung von Deutschkenntnissen gleichgesetzt - obwohl es im Bildungsplan für die Kindergärten einen eigenen Punkt zu Zwei- und Mehrsprachigkeit gäbe. Laut Lehrplan für die Volksschule seien alle Sprachen der Kinder in den Unterricht einzubinden, außerdem sei muttersprachlicher Unterricht vorgesehen. "Warum also nicht schon Förderung oder zumindest Einbindung von Familiensprache(n) vor der Schule", fragt das Netzwerk Sprachenrechte.

"Völlig unrealistische Zielsetzung"

Der Plan von Kurz sieht vor, dass für die Jahre von 2012 bis 2014 jährlich vom Bund fünf Millionen Euro für die Sprachförderung von Kindern vor dem Schuleintritt bereitgestellt werden. Jeder Euro sollte dann von den Ländern verdoppelt werden, damit stünden pro Jahr bis zu zehn Millionen Euro bereit. Damit soll sichergestellt werden, dass Kinder mit den Eintritt in die Volksschule Deutsch als Unterrichtssprache möglichst beherrschen.

Montag, 9. Januar 2012

Ministerielles Gerangel um die neue Lehrerbildung

Schmied forciert Pädagogische Universitäten - Töchterle akzeptiert diese nur dort, wo es jetzt keine Unis gibt Wien - "Klare Worte" zur Zukunft der Lehrerbildung wünschte sich die "Task Force Lehramt" der Universitätenkonferenz vor Weihnachten von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Die Unis fürchten einen "Kampf der Institutionen" , bei dem sie im Rennen um die "PädagogInnenbildung neu" , die alle Pädagogen auf Masterniveau heben will, gegen die von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) forcierten Pädagogischen Hochschulen, die mit regulären Masterstudien zu Pädagogischen Universitäten werden sollen, verlieren könnten.

Pünktlich zu Beginn des neuen Jahres liefert der Wissenschaftsminister nun vehement Rückhalt für die Universitäten in der Frage, wer bei der geplanten gemeinsamen Lehrerbildung federführend sein soll. Im Standard-Gespräch lässt Töchterle keinen Zweifel daran, dass er die Unis, die Lehramtsstudien anbieten, quasi für die natürlichen Leitwölfe der zukünftigen Lehrerbildung hält.
Puls der Forschung an Unis Unter Verweis auf seine Expertise als Fachdidaktiker sagt der frühere Lateinprofessor der Uni Innsbruck: "Ich habe jahrzehntelang Lehrer ausgebildet, sogar eine fachdidaktische Dissertation geschrieben und jede Menge fachdidaktische Fachpublikationen. Für mich ist klar: Jegliche Fachausbildung sollte an der Uni sein, auch die des Hauptschullehrers. Je näher die Fachausbildung am Puls der Forschung ist, desto besser ist sie grundsätzlich. Auch die pädagogische Ausbildung sollte am Puls der Forschung sein - und der schlägt nun mal an den Unis."

Mittwoch, 4. Januar 2012

7 offene Fragen der SPÖ zur LehrerInnenauswahl

SPÖ-Klubvorsitzende Jahn: "Hummer-Vorschlag lässt viele Fragen offen."

"Die SPÖ steht klar für Bildungsreformen, die in den Klassenzimmern positiv ankommen. Gerade weil der Schulsektor höchst sensibel ist, müssen Reformen sorgsam vorbereitet sein und dürfen keine Problempunkte unbeantwortet lassen", bringt Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn die Positionierung der SPÖ zu der von Landesrätin Hummer angekündigten LehrerInnenauswahl durch DirektorInnen auf den Punkt. Viele offene Fragen sind zu klären, um für die Praxis gewappnet zu sein.

  1. Offene Frage Objektivierung: Auf Basis der beim Landesschulrat bestehenden "Warteliste" werden die KandidatInnen für eine ausgeschriebene LehrerInnenstelle derzeit nach Kriterien gereiht, wobei die jeweils erstgereihte Lehrkraft zum Zug kommt. Wie kann diese Objektivierung beibehalten werden, wenn gleichzeitig eine Mitentscheidung der DirektorInnen kommen soll. Welche Qualifikationserfordernisse für die DirketorInnen sind damit verbunden? Was passiert wenn ein/e Erstgereihte/r von keiner/em Direktor/in gewählt wird?
  2. Offene Frage Verfahren: Wenn ein/e Erstgereihte/r von mehreren Schulen gewählt wird und er/sie entscheidet sich für eine Schule, rückt dann automatisch der/die Zweitgereihte/r auf oder ist ein neues Verfahren an den anderen Schulen notwendig? Wie kann zeitlich sichergestellt werden, dass der Prozess zu einem rechtzeitigen Ergebnis führt?
  3. Offene Frage Befristung: Schon derzeit besteht eine einjährige Befristung. Die DirektorInnen und BezirksschulinspektorInnen können ein Ansuchen um Verlängerung befürworten oder ablehnen. Bei einer Ablehnung muss die Lehrkraft dann um Neuaufnahme bei der Objektivierungskommission ansuchen. Was soll hier konkret durch die neue Regelung verändert werden?
  4. Offene Frage Alternativzuweisung: Nach einem Abgang von der Schule wäre laut Medienberichten der Bezirksschulrat für Lehrkräfte zuständig. Erfolgt von diesem dann eine freie Zuweisung an eine Schule? Wie ist das mit dem Objektivierungsverfahren in Einklang zu bringen?

  1. Offene Frage Einstellungskriterien: Wie soll die Auswahl durch die DirektorInnen vor sich gehen? Gibt es ein objektives, transparentes Verfahren? Wie sieht der Modus der Einstellung aus – gibt es ein Einstellungsgespräch, ein Kompetenz-Portfolio oder sogar ein Assessment?
  2. Offene Frage Versetzungen: Wird das neue Verfahren auch für Versetzungen angewandt? Derzeit gilt das Prinzip Versetzung vor Neuanstellung. Jährlich gibt es zirka 600-700 Versetzungen bzw. Versetzungswünsche. Wer entscheidet in Zukunft, wer an der Schule verbleibt, wenn Versetzungen notwendig werden? Wird das Mitwirkungsrecht der Personalvertretung verändert?
  3. Offene Frage Schulstandorte: Bekommen weniger attraktive Standorte, für die keine Bewerbungen vorliegen, in Hinkunft abgelehnte Lehrkräfte zugewiesen? Wie wird die pädagogische Chancengerechtigkeit in allen Regionen sichergestellt?

"Anhand der Beantwortung dieser offenen Fragen wird die SPÖ ihre weitere Vorgehensweise entscheiden", stellt Mag.a Jahn klar. Dazu müsse zuallererst ein konkreter Entwurf von der zuständigen Bildungsreferentin Hummer vorgelegt werden, denn bislang wurde nur medial ausgerichtet, was der Landtag beschließen solle.

"Für echte Verbesserungen im Bildungsbereich steht die SPÖ als Partnerin zur Verfügung. Dabei muss aber gewährleistet sein, dass Transparenz und Objektivität als Schutz vor parteipolitischer Einflussnahme sichergestellt werden", betont SPÖ-Klubchefin Jahn.

Dienstag, 3. Januar 2012

Bildungsvolksbegehren: SPÖ will Sonderausschuss - Die Presse


Neben Nationalratspräsidentin Prammer ist nun auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied für einen eigenen Ausschuss. Unterstützung dafür gibt es aber bisher nur von den Grünen.
Mitte Jänner soll das Bildungsvolksbegehren erstmals im Parlament behandelt werden. In welcher Form, ist unklar. Die SPÖ macht allerdings Druck für einen eigenen Ausschuss. Wie das Ö1-Morgenjournal berichtet, ist neben Nationalratspräsidentin Barbara Prammer auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (beide SPÖ) dafür: Sie würde einen Sonderausschuss "sehr begrüßen", weil man beide Bereiche - Schule und Unis - insgesamt diskutieren könnte.

SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer machte das gegenüber Ö1 zur Parteilinie: Ein so umfassendes Volksbegehren verdiene es, in einem eigenen Ausschuss behandelt zu werden. Auf der Seite der SPÖ sind von den Oppositionsparteien allerdings nur die Grünen. BZÖ und FPÖ sind dagegen. Es gebe einen Unterrichts- und einen Wissenschaftsausschuss (beide von der FPÖ geführt), auch eine parlamentarische Enquete zum Thema sei möglich. Die ÖVP wollte sich gegenüber Ö1 nicht zu dem Thema äußern.

Ab 100.000 Unterschriften müssen Volksbegehren im Parlament behandelt werden, mit rund 384.000 Unterschriften hat Ex-SPÖ-Vizekanzler Hannes Androsch das locker erreicht. Einen eigenen Ausschuss gab es bisher allerdings nur in einem einzigen Fall: Das Gentechnik-Volksbegehren, das im Jahr 1997 mehr als 1,2 Millionen Österreicher unterschrieben, wurde in einem Sonderausschuss behandelt.