Politische Bildung hat in Österreich einen zu geringen Stellenwert, kritisiert Uni-Professor Wolfgang Sander. Ein Grund: die mangelnde Aufarbeitung des Nationalsozialismus.
Wolfgang Sander leitete das Departement für die Didaktik der politischen Bildung an der Uni Wien, seit es vor drei Jahren geschaffen wurde. Nun soll es nicht weitergeführt werden. Im Gespräch mit Lehrer.DiePresse.com erklärt er, warum das besonders in Anbetracht des gesenkten Wahlalters ein Rückschritt ist und warum man in Deutschland schon vor mehr als 60 Jahren die Verantwortung der Schulen im Bereich der politischen Bildung erkannt hat.
Was sagt es über den Stellenwert von politischer Bildung in Österreich aus, wenn die einzige Professur dafür abgeschafft wird?
Mir scheint, dass die Bedeutung der Professur für die politische Bildung - insbesondere für die Lehrerbildung in Österreich - noch nicht hinreichend gesehen wird. Die Professur hat insofern eine besonders wichtige Stellung, als sie die erste und einzige Professur für Didaktik der politischen Bildung in Österreich ist. Bei der Einrichtung der Professur damals war ein Ziel, auch über die Universität hinaus Wirkung zu entfalten. Insbesondere im Bereich der Lehrerfortbildung und der wissenschaftlichen Weiterqualifizierung. Was hierbei aufgebaut werden konnte, ist natürlich ein Stück weit gefährdet, wenn es wirklich nicht zu einer Neubesetzung der Professur kommen sollte.
Hat politische Bildung im österreichischen Schulwesen überhaupt einen ausreichenden Stellenwert?
Der ist deutlich zu gering.
Mir scheint, dass die Bedeutung der Professur für die politische Bildung - insbesondere für die Lehrerbildung in Österreich - noch nicht hinreichend gesehen wird. Die Professur hat insofern eine besonders wichtige Stellung, als sie die erste und einzige Professur für Didaktik der politischen Bildung in Österreich ist. Bei der Einrichtung der Professur damals war ein Ziel, auch über die Universität hinaus Wirkung zu entfalten. Insbesondere im Bereich der Lehrerfortbildung und der wissenschaftlichen Weiterqualifizierung. Was hierbei aufgebaut werden konnte, ist natürlich ein Stück weit gefährdet, wenn es wirklich nicht zu einer Neubesetzung der Professur kommen sollte.
Hat politische Bildung im österreichischen Schulwesen überhaupt einen ausreichenden Stellenwert?
Der ist deutlich zu gering.

