Freitag, 30. September 2011

Ganztagsschulen erfordern neue Schulraumkonzepte

Frais: "Die teuerste Bildungsreform ist jene, die nicht stattfindet, weil sie
die Zukunftschancen der jungen Menschen in unserem Land ruiniert!"

"Der Totalumstieg vom bisherigen System der Hauptschule zur Neuen Mittelschule soll in Oberösterreich mit dem Schuljahr 2015/16 abgeschlossen sein. Bei dieser größten Schulreform seit Jahrzehnten werden aber nicht nur die Bezeichnungen ausgetauscht. Durch qualitative Aufwertung, moderne pädagogische Konzepte und zusätzliche Ressourcen rücken die Neuen Mittelschulen immer näher an die AHS-Unterstufen heran", so SP-Klubobmann Dr. Karl Frais in seiner heutigen Rede zur Aktuellen Stunde im Oö. Landtag. Sein Ziel für den oberösterreichischen Bildungssektor formuliert Frais so: Oberösterreich soll das Motivationsbundesland in Sachen Bildung und Schule werden.

"Oberösterreich braucht ein Schulsystem, das LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern motiviert. Denn die Vermittlung von Bildung lebt von Motivation. Dazu gehören neben positiven Bildungsreformen wie der Umstieg auf Neue Mittelschulen auch das Eingehen auf geänderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Das Bild der Familie hat sich gegenüber den 70er Jahren völlig gewandelt. Familien haben immer weniger Kinder, die Häufigkeit von Patchwork-Familien nimmt zu und oft sind beide Elternteile berufstätig – häufig auch aufgrund finanzieller Notwendigkeit. Das stellt das System Schule vor geänderte Voraussetzungen", argumentiert der SP-Klubobmann.

Mittwoch, 28. September 2011

Der SLÖ Wels lädt ein


Niki Glattauer
liest aus seinem neuen Buch

13. Oktober 2011

17.00 Uhr
E-Werk Kundenzentrum
Pfarrgasse 1

Montag, 26. September 2011

Bildungsministerin Schmied und Bildungssprecher Amon: Stufenplan für Neue Mittelschule

In enger Kooperation mit den Landeschulrats-Präsidenten wurde der Stufenplan für den Vollausbau der Neuen Mittelschule entwickelt. 


Wien (OTS) - In enger Kooperation mit den Landeschulrats-Präsidenten wurde der Stufenplan für den Vollausbau der Neuen Mittelschule entwickelt. Die Standorte der Neuen Mittelschule werden österreichweit ausgebaut - bis 2015 sollen alle Hauptschulstandorte umgestellt werden, im Endausbau sollen 238.000 SchülerInnen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren an der Neuen Mittelschule unterrichtet werden.
Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied erklärt zum Ergebnis der Beratungen: "Wir wollen bis zum Schuljahr 2015/16 an allen bisherigen Hauptschul-Standorten den Umstieg auf die Neue Mittelschule vollziehen und können dabei die Wünsche und Bedürfnisse der Länder berücksichtigen. Alle AHS-Unterstufen sind eingeladen, an diesem Erfolgsmodell teilzunehmen."
"Diese Vereinbarungen sind eine gute Grundlage für die politischen und inhaltlichen Verhandlungen zur legistischen Umsetzung dieses Projektes", betont Bildungssprecher Werner Amon.
Die Details des neuen Stufenplans:
Bundesweit sollen 2012/13 an 261 Schulen 660 neue Klassen, 2013/14 an 225 Schulen 496 neue Klassen, 2014/15 an 154 Schulen 314 neue Klassen und 2015/16 an 104 Schulen 216 neue Klassen der NMS eröffnet werden.
Im Burgenland sollen 2012/13 an 3 Schulen 10 Klassen und 2013/14 an einer Schule zwei Klassen eröffnet werden, womit der geplante Vollausbau vorzeitig erreicht wäre.
In Kärnten sollen 2012/13 an 8 Schulen 16 Klassen, 2013/14 an 5 Schulen 14 Klassen, 2014/15 an 9 Schulen 19 Klassen und 2015/16 an 2 Schulen 4 Klassen der NMS eröffnet werden.
In Niederösterreich sollen im Schuljahr 2012/13 an 54 Schulen 137 Klassen, in den Schuljahren 2013/14 sowie 2014/15 jeweils an 50 Schulen 100 Klassen und im Schuljahr 2015/16 an 30 Schulen 60 Klassen der NMS eröffnet werden.
In Oberösterreich sollen im Schuljahr 2012/13 an 55 Schulen 137 Klassen, 2013/24 an 45 Schulen 90 Klassen, 2014/15 an 40 Schulen 80 Klassen und 2015/16 an 27 Schulen 54 Klassen der NMS eröffnet werden.

Dienstag, 20. September 2011

Nachruf Rainer Domisch

Versteher des Schulwandels
Jahrelang hat Domisch in Finnland
als rechte Hand des Bildungskommissars
an der Feinjustierung des
Bildungssystems mitgearbeitet.   Bild:  dpa
Deutschlands finnischer Bildungspolitiker Rainer Domisch: Mit ihm verstarb eine Hoffnung der deutschen Schule. Er hinterlässt eine Art politisch-pädagogisches Testament. von CHRISTIAN FÜLLER  (taz)


Als Andrea Ypsilanti einst den Wahlsieg in Hessen vergeigte, fragte man sich, ob das für Rainer Domisch nun gut oder schlecht sei. Jahrelang hatte Domisch in Finnland an der Feinjustierung des Bildungssystems mitgearbeitet. Der Deutsche war die rechte Hand des polternden Bildungskommissars Jukka Sarjala. Domisch war ganz anders. Ein sehr leiser und kluger Mann, der in der krawalligen hessischen Landespolitik vielleicht auch untergegangen wäre.
Die Frage ist seit Dienstag früh eine theoretische. Mit Domisch verstarb in seiner Wahlheimat Finnland eine der Hoffnungen der deutschen Schule. Er kannte alle deutschen Bildungspolitiker - weil er sie alle durch das Land des ewigen Pisa-Siegers geleitete.

Samstag, 17. September 2011

Martina Rabl: „Multikulti ist für mich Alltag“ - OÖN

Gib jedem Pflänzchen eine Chance und erfreue dich der Vielfalt: Daran hält sich Martina Rabl (46) nicht nur als Hobbygärtnerin, in deren Garten in Ennsdorf heimische und exotische Gewächse einträchtig zusammen gedeihen dürfen, sondern auch und vor allem von Berufs wegen: Seit 1. September leitet sie die zur Neuen Mittelschule avancierte Otto-Glöckel-Hauptschule in Linz. Fast 96 Prozent der Schüler haben ausländische Wurzeln – mehr als in jeder anderen Schule Oberösterreichs.

Über 40 Nationen aus allen Kontinenten sind vertreten: 270 junge Menschen, viele schon in Österreich geboren, aber auch andere, die von Schlepperorganisationen zu uns gebracht wurden, unkundig der deutschen Sprache, manche sogar Analphabeten. Die Otto-Glöckel-Schule ist für sie alle ein Ort der Hoffnung: In „Sprachklassen“ werden ihnen Sprachkenntnisse und kulturellen Fertigkeiten vermittelt.

OECD: Österreich räumt Bildung keine Priorität ein

Österreich räumt dem Thema Bildung keine Priorität ein. Das zeigt die heute präsentierte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“.

Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegen mit 5,4 Prozent unter dem OECD-Schnitt von 5,9 Prozent. Darüber hinaus gehört Österreich zu jenen Ländern, in denen zwischen 1995 und 2008 der Anstieg der Bildungsausgaben klar hinter dem Anstieg des BIP zurückgeblieben ist.

Besonders bedenklich: Seit 1995 sanken die Bildungsausgaben im Verhältnis zum BIP in Österreich verhältnismäßig stark - von 6,2 Prozent auf zunächst 5,5 Prozent im Jahr 2000 und schließlich auf 5,4 Prozent im Jahr 2008. Verantwortlich dafür sind die Rückgänge der Ausgaben für den (vorwiegend öffentlich finanzierten) Schulbereich - von 4,3 Prozent (1995) auf 3,6 Prozent (2008) gemessen am BIP.

Praktisch stabil blieben dagegen die Ausgaben für den Hochschulsektor (von 1,2 Prozent des BIP im Jahr 1995 auf 1,3 Prozent im Jahr 2008).
Österreich wird weiter zurückfallen

Österreich wird trotz einer steigenden Zahl von Hochschulabschlüssen im internationalen Vergleich weiter zurückfallen, ist die OECD überzeugt. Während es generell in OECD-Staaten einen „dynamischeren Ausbau der höheren Bildung gegeben hat“, herrscht in Österreich im Bereich der Spitzenqualifikation „noch Nachholbedarf“. Derzeit liegt der Anteil der Hochschulabsolventen an der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren in Österreich bei nur 19 Prozent, im OECD-Schnitt aber bei 30 Prozent.

Es sei bei der Zahl der Hochschulabschlüsse „eine Kurve zu positiver Veränderung“ erkennbar, setzen sich die aktuellen Abschlussquoten der 25- bis 34-Jährigen jedoch in diesem Maße fort, werde Österreich „noch weiter hinter andere OECD-Länder zurückfallen“, so die OECD.

Dienstag, 13. September 2011

Bewegung macht nicht nur fit sondern auch schlau!



Positive Effekte von Bewegung auf das Gehirn
Dr. Manuela Macedonia
Institutsleitung Neuroscience for you, Projektmitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Neurowissenschaften Leipzig
ABC – Bewegungscenter , Hölderlinstraße 26, 4040 Linz

Dienstag, 4. Oktober 2011, 19.00 Uhr

Ein „gesunder Geist in einem gesunden Körper“ haben bereits die Römer gesagt. Stimmt das wirklich? Wenn ja, warum ist es so?

Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren belegt, dass Bewegung nicht nur hilft, schlank und körperlich gesund zu bleiben, sondern auch geistige Fähigkeiten zu steigern und im Alter länger zu erhalten. Tatsächlich können Kinder besser lernen, wenn sie Sport treiben, Erwachsene sind geistig leistungsfähiger und für Depressionen bzw. Geisteskrankheiten weniger anfällig.

Jahresnormrechner für das Schuljahr 2011/12 von SLÖ/FSG

Der praktische Jahresnormrechner für alle Schularten und Teilzeitvarianten des SLOÖ steht zum Download bereit.


Download im EXCEL-Format 97-2003

Donnerstag, 8. September 2011

Das ist der Schulbeginn in Zahlen -OÖN

LINZ. Weniger Schüler, viele Pensionierungen und eine geringe Zahl an Lehrer-Nachwuchs: Das kommende Schuljahr – es startet am Montag – hat wieder viele Überraschungen.

• 207.912 Schüler: Wenn am Montag die Schule beginnt, dann werden 207.912 Kinder die Schulbank drücken. Das sind um zwei Prozent weniger als noch im vergangenen Schuljahr. Während in allen Schulformen die Zahl der Schüler zurückgeht, verzeichnen Sonderschulen (plus 0,4 Prozent), AHS (plus 0,2 Prozent) sowie BAKIP (plus 0,1 Prozent) mehr Schüler.
• Plus 23,5 Prozent: Der Trend geht eindeutig in Richtung höhere Bildung. Die Oberstufenrealgymnasien registrierten bei den Aufnahmen einen Zuwachs von 23,5 Prozent. Ebenfalls beliebte Schulformen sind die HTLs mit einem Plus von 16,9 Prozent sowie die Humanberuflichen höheren Schulen (plus 9,2 Prozent). Großer Verlierer sind die Fachschulen: Sie verzeichnen rund 30 Prozent weniger Schüler.
• 29 neue Neue Mittelschulen: Bereits 172 Klassen und damit 47 Hauptschul-Standorte werden als Neue Mittelschulen geführt. Dazu kommen 29 neue Standorte mit 55 Klassen. Fünf Neue Mittelschulen gibt es im Bezirk Braunau sowie im Bezirk Freistadt, zwei in Gmunden, neun in Linz-Stadt und -Land, zwei in Perg und Steyr-Stadt. Rohrbach, Steyr-Land, Urfahr und Vöcklabruck haben je eine neue Neue Mittelschule zu verzeichnen. Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer fordert, dass alle Hauptschulen so schnell wie möglich als Neue Mittelschulen geführt werden.

SLÖ-LehrerInnfortbildung 2011/12

Zur langen Geschichte des sozialdemokratischen LehrerInnenvereins in Oberösterreich gehört die Tradition zur hochqualitativen LehrerInnenfortbildung. Als einziger LehrerInnenverein bieten wir konsequent für alle Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedensten Pädagogikbereichen Oberösterreichs jährlich ein Programm ohne bürokratische Zugangshürden.

Zusätzlich zum Seminarangebot gibt es in Kooperation mit SchEz, ASKÖ u. Kinderfreunden eine hochkarätige Pädagogische Vortragsreihe mit internationalen und nationalen ExpertInnen aus dem Pädagogikfeld zu aktuellen Themen.

Rund 700 Veranstaltungen in 11 Jahren im Angebot und mehr als 4500 zufriedene Teilnehmer/innen sind der beste Beweis dafür, dass die Aktion auch in diesem Schuljahr eine Fortsetzung finden sollte.
In diesem SLÖ OÖ.-Lehrerfortbildungsprogramm 2011/2012 finden Sie eine breite Palette von Seminarangeboten, mit der wir speziell Ihrem Bedarf und Ihren Wünschen entgegenkommen möchten. Wählen Sie aus, es ist bestimmt etwas für Ihre beruflichen und/oder privaten Vorstellungen und Ziele dabei!

Dieses Programm-Angebot enthält 53 Seminare bzw. Veranstaltungsserien.

Zum gesamten Programm…,

Montag, 5. September 2011

Schmied will bis 2015 auf Neue Mittelschule umstellen

Mit dem Schulbeginn in dieser Woche in Ostösterreich werden an den Hauptschulen, die 2008/09 mit der Neuen Mittelschule (NMS) begonnen haben, erstmals alle vier Jahrgänge in dieser Schulform geführt. „Wir wollen, dass ab 2015 die Neue Mittelschule Regelschule wird“, erklärte Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) heute bei einer Pressekonferenz in Mattersburg. „Ziel ist es dann, bis zum Jahr 2015/16, zumindest alle Hauptschulstandorte in Österreich auf Neue Mittelschule umgestellt zu haben“, so die Ministerin.
Derzeit arbeite man mit der ÖVP daran, die NMS ins Regelschulsystem überzuführen - „ein epochales Vorhaben“, sagte Schmied. Zuletzt sei das vor 50 Jahren mit der Polytechnischen Schule erfolgt. Sie hoffe, dass man vor Weihnachten noch entsprechende Regierungsvorlagen schaffe, damit die Beschlussfassung vor dem Sommer 2012 gelingen könne. Die Budgetierung der Umstellung sei im Bundesfinanzrahmengesetz bereits sichergestellt.

Start für heißen Schul-Herbst


Der Streit ums Aufsteigen mit Fünfer und das Androsch-Volksbegehren machen den Herbst spannend.



Start für heißen Schul-Herbst
© TZ Österreich / Fally


Für die Taferlklassler in Wien, NÖ und im Burgenland ist heute der große Tag. Insgesamt 83.000 Volksschüler starten in ganz Österreich ihre Schulkarriere. Wie ihre Schullaufbahn genau weitergehen wird, ist noch ungewiss. Denn dem heimischen Schulsystem und Unterrichtsministerin Claudia Schmied steht ein heißer Herbst ins Haus. Zahlreiche Reformen sollen durchgezogen werden.

  • Priorität hat dabei der Ausbau der Neuen Mittelschule. Heute feiert Schmied in Mattersburg die erste „vollwertige“ Neue Mittelschule mit vier Jahrgängen. In diesem Schuljahr kommen 114 Neue Mittelschulen dazu,

PISA - alles Lüge!

Wien - Wäre es unseren Schülerinnen bei PISA möglich gewesen, genauso viel zu schwindeln und zu mogeln, zu biegen und zu beugen, zu tarnen und zu täuschen wie später unseren Expertinnen und Bildungspolitikerinnen in ihren Analysen der Ergebnisse, wäre Österreich PISA-Sieger geworden - davon ist Niki Glattauer überzeugt. In seinem neuen Buch "Die PISA-Lüge" deckt er die Manipulationen rund um die PISA-Studie auf und bricht die PISA-Ergebnisse in provokant-witziger Manier auf den Schulalltag herunter.

Nicht zuletzt macht er das System PISA selbst für die Schieflage des Turms verantwortlich. Wie in seinem Buch gezeigt wird, hat PISA - als "Song-Contest der Bildung"-