WIEN. Mittwoch müssen österreichweit alle Schüler der achten Schulstufe zum großen Mathematik-Test antreten: Erstmals werden, wie bereits berichtet, die Bildungsstandards überprüft. Diese Tests sollen zeigen, ob Schüler jene Grundkompetenzen haben, die sie gemäß Lehrplan in ihrer Schulstufe haben sollen.
Die Ergebnisse, die nicht in die Notengebung einfließen, werden im Dezember vorliegen – einen Vergleich zwischen Schulen sollen sie aber nicht ermöglichen, wie Bildungsministerin Claudia Schmied (SP) gestern klarstellte: „Ich denke nicht daran, mit Fächerergebnissen an die Öffentlichkeit zu gehen“, sagte sie. Auch Vergleichswerte verschiedener Schultypen will sie nicht veröffentlichen. „Das wäre nach nur einem Durchgang zu kurz gegriffen.“
Direkt einsehen können nur Schüler ihre Ergebnisse, Schulen und Lehrer bekommen anonymisierte Ergebnisse. Dass Schulen, die gut abschneiden, mit ihrem Ergebnis werben könnten, werde nicht zu verbieten sein, schränkt Schmied ein. Auf lange Sicht seien die Bildungsstandards auch „ausbaubar“, etwa in die Richtung, dass ein Zertifikat über die damit erreichte Befähigung ausgestellt wird.
Nach Mathematik werden die Bildungsstandards in den kommenden Jahren auf Deutsch und Englisch ausgeweitet. Die bisherigen Kosten liegen bei 36 Millionen Euro. (jabü)
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