Samstag, 12. Mai 2012

Konsens für tertiäre Pädagogen-Ausbildung > Salzburger Nachrichten

Im Sonderausschuss zum Bildungsvolksbegehren wurde der Konsens erzielt, künftig eine Ausbildung mit Master-Abschluss für alle Pädagogen zu schaffen. Schwieriger dürfte die Konsensfindung beim Hochschulzugang werden.
Bildungsvolksbegehren-Initiator Hannes Androsch. Bild: SN/apa (archiv/schlager)
Eine Akademisierung und damit Verwissenschaftlichung der Pädagogenausbildung - wie sie von den Initiatoren rund um Ex-SP-Vizekanzler Hannes Androsch forderte - ist laut Bernd Schilcher, VP-Bildungsexperte und Mitinitiator des gut 383.000 Unterschriften schweren Volksbegehrens, für die Gleichstellung aller pädagogischen Berufe unabdinglich.
Konträr zu anderen bisher verhandelten Forderungen hat die Initiative hier Rückenwind durch den mit Mitgliedern aus Unterrichts- und Wissenschaftsministerium besetzten Entwicklungsrat: Arthur Mettinger, Rektor der Fachhochschule Campus Wien und von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle in den Rat nominiert, sprach sich für eine einheitliche tertiäre Ausbildung mit gemeinsamem pädagogischen Kern aus. Dieser solle u.a. Elemente wie Mehrsprachigkeit, Umgang mit Migrationshintergrund oder Inklusionspädagogik enthalten.
Nach dem Bereich Lehrerausbildung stehen noch die Themen Erwachsenenbildung und Hochschulen an, Knackpunkt ist hier der Uni-Zugang. Die SPÖ unterstützt die Forderung des Bildungsvolksbegehrens, für "eine hohe soziale Durchmischung an Hochschulen und Universitäten" sämtliche Zugangshürden abzubauen. Töchterle hingegen spricht sich wiederholt für Studienbeiträge und Zugangsregeln für die Aufrechterhaltung von Studienangeboten aus.

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