Jeder Euro für frühkindliche Bildung bringt mindestens achtfachen Nutzen. Das hat Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider vom Institut für Volkswirtschaftslehrer an der Johannes Kepler Universität Linz im Auftrag von Arbeiterkammer und Industriellenvereinigung Oberösterreich jetzt wissenschaftlich belegt. Für AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer ein klarer Auftrag an die Landesregierung, den Ausbau von Krippen und Kindergärten zügig voranzutreiben.
Die bestmögliche Bildung für alle: Mit diesem ehrgeizigen Ziel haben sich vor zwei Jahren die Arbeiterkammer Oberösterreich, die Industriellenvereinigung Oberösterreich und die Johannes Kepler Universität Linz zur „Initiative für ein besseres Schulsystem“ zusammengetan. Dabei war von Anfang an klar, dass fehlende elementare Grundlagen nur sehr schwer und mit sehr hohen Kosten wieder aufgeholt werden können.
Oberösterreich bei Früherziehung schwach
„Leider hat unsere gemeinsame Bestandaufnahme bestätigt, was auch der AK-Kinderbetreuungsatlas immer wieder zeigt: Bei der Früherziehung ist Oberösterreich schwach. Das zeigt sich beim Angebot für Unter-Dreijährige, wo wir an der vorletzten Stelle aller Bundesländer liegen, und das zeigt sich auch bei den Kindergärten, wo die Öffnungszeiten oft nicht zu den Bedürfnissen berufstätiger Eltern passen“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.
Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen im Fokus
In der Studie werden alle Beteiligten betrachtet: Kinder, Eltern, Unternehmen, Beschäftigte und öffentliche Hand. Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen auf Schule, Arbeitsmarkt, Soziales und Gesellschaft stehen im Fokus.
Erste Effekte rasch spürbar
Am Beispiel der Kindergarten-Öffnungszeiten zeigt die Analyse besonders eindrucksvoll die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit von Investitionen: Beim Ausbau der Kindergartenplätze, die den sogenannten VIF-Kriterien entsprechen (mindestens 45 Stunden Öffnungszeit pro Woche, an vier Tagen pro Woche mindestens 9,5 Stunden offen, Mittagessen, maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen), übersteigt der Nutzen die Kosten um das 30-Fache! Erste Effekte wären bereits binnen eines Jahres spürbar.
Mehr Chancengleichheit
Frühe Bildung und Förderung bringen aber noch einen größeren Nutzen: mehr Chancengleichheit. Das ist gerade in Österreich so wichtig, weil hier Herkunft und soziale Schicht in hohem Ausmaß über die Bildungslaufbahn der Kinder entscheiden.
AK-Präsident Kalliauer appelliert daher an die politisch Verantwortlichen: „Packen wir’s an! Es wäre kurzsichtig, einen Ausbau der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder im Vorschulalter an den Kosten scheitern zu lassen. Wir können es uns nicht leisten, nichts zu tun.“
AK-Präsident Kalliauer appelliert daher an die politisch Verantwortlichen: „Packen wir’s an! Es wäre kurzsichtig, einen Ausbau der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder im Vorschulalter an den Kosten scheitern zu lassen. Wir können es uns nicht leisten, nichts zu tun.“
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