Montag, 19. März 2012

Lehrer-Dienstrecht: Schmied will Klausur vor dem Sommer - derStandard.at

Fekter will unbezahlte Mehrarbeit der Lehrer - Schmied: "Das ist zu eng gegriffen" - Gewerkschafter bremsen

Wien - Nachdem die Bundesregierung in der Vorwoche mit Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) ihr Team für die geplanten Verhandlungen für ein neues Lehrerdienst- und Besoldungsrecht nominiert hat, sprach sich Schmied am Montag für eine Klausur mit Dienstgeber- und Dienstnehmervertretern noch vor dem Sommer aus. Dort sollte dann "ausgelotet werden, geht's oder geht's nicht", so Schmied im Ö1-Morgenjournal.

"Entschlossenheit der gesamten Regierung"


Schmied ortet derzeit "die Entschlossenheit der gesamten Regierung". Es brauche sozialpartnerschaftliche Verhandlungen, die innerhalb der Regierung gut vorbereitet und abgestimmt sein müssten. Entscheidend dabei sei, "dass jeder der am Tisch sitzt, das innere Taferl umhat: 'Ich will'", so die Ministerin.

Bedeckt hält sich Schmied bei der Frage nach den Eckpunkten, auf die man sich koalitionsintern geeinigt habe. Es gehe darum, den Beruf des Pädagogen attraktiv zu gestalten und das Dienst und Besoldungsrecht "gänzlich neu zu schreiben".

Unbezahlte Mehrarbeit

Ob das unbezahlten Mehrarbeit für neueintretende Lehrer bedeutet - Fekter hatte von sechs Stunden mehr Unterricht, davon aber nur vier Stunden bezahlt gesprochen - wollte Schmied nicht kommentieren. Ihr ist das "viel zu eng gegriffen. Wir denken immer noch ein Lehrer, eine Klasse, ein Fach, 50 Minuten." Tatsächlich müsse man zu einer erweiterten Arbeitsplatzbeschreibung kommen, der Direktor müsse die Möglichkeit haben, den Personaleinsatz am Standort zu planen, notwendig seien "viel mehr Flexibilität und Spielräume".

Gewerkschafter bremsen

Die Lehrergewerkschafter haben im Morgenjournal die Forderungen nach Mehrarbeit abgelehnt. "Wenn man zusätzliche Leistungen haben will, dann wird man diese bezahlen müssen", so Peter Kimberger von der Pflichtschullehrergewerkschaft. Auch Eckehard Quin, Gewerkschafter für die AHS, bremst. Zu den geplanten Verhandlungen bis zum Sommer sagte er: "Mit fehlt da die Jahreszahl. Vorm Sommer ist es sicher fertig, fragt sich nur, vor welchem". (APA/red, derStandard.at, 19.3.2012)

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