Das Schulsystem in Österreich hat dieselben Wurzeln wie die Schulsysteme in anderen europäischen Ländern. Was es jedoch auszeichnet, ist eine überdurchschnittlich starke Veränderungsresistenz.
Der historische Zufall ist eine Großmacht. Einmal eingetreten, können seine Folgen jahrhundertelang greifen, sogar bis in die Klassenzimmer des Jahres 2012. Freilich sind auch einige Fingerabdrücke auf den Zufällen zu finden, die unser Bildungssystem mitgestaltet haben: vor allem jene der Kirche und die des Militärs. Pädagogische Überlegungen fanden dagegen an den jahrhundertealten Traditionen kaum Berührungsflächen.
Viele der Eckpfeiler unseres Schulsystems stammen aus dem 19. Jahrhundert: Das Sitzenbleiben, die Jahrgangsklassen, die Noten von Eins bis Fünf. Der Fächerkanon ist gar eine (zufällige) Leistung des späten 18. Jahrhunderts. Sogar die Idee des Projektunterrichts hat 250 Jahre auf dem Buckel, allerdings konnte er sich in der „pädagogischen Steinzeit“ nicht durchsetzen. Viele Maßnahmen sind der Massenschule geschuldet, die sich im späten 18. Jahrhundert durch die Einführung der Schulpflicht entwickelt hat.
Natürlich ist nicht alles, was alt ist, schlecht, genauso wenig, wie alles Schlechte alt ist. Doch Erziehungswissenschaftler kritisieren das strenge Korsett, in das das österreichische Schulsystem gepresst ist, und das den Schulen wenig Raum gibt, selbst zu sehen, womit sie erfolgreich sind. Der klerikal-militärisch Geist von strammer Ordnung ist in den organisatorisch wie inhaltlichen Relikten des Schulsystems zu finden.
• So ranken sich mehrere Mythen um die Entstehung der 50-Minuten-Einheit. Diese könnte einerseits vom Militär kopiert worden sein und auf die Übung der Soldaten zurückgehen: eine Stunde Exerzieren – minus zehn Minuten Austreten und Pfeifenrauchen.
Montag, 27. Februar 2012
Mittwoch, 15. Februar 2012
Gesetzesnovelle zur LehrerInnenauswahl wird zur Marketingmaßnahme von Landesrätin Hummer
Klubvorsitzende Jahn: "Kaum Änderungen, aber viele Fragen unbeantwortet."
Die VertreterInnen der SPÖ werden heute im Landesschulratskollegium der Novelle zum Landeslehrer-Diensthoheitsgesetz keine Bedenkenfreiheit attestieren – Hintergrund dafür sind die fehlenden Informationen zu den konkreten Auswirkungen in der schulischen Praxis. "Das groß angekündigte Gesetz zur LehrerInnen-Auswahl durch DirektorInnen von Landesrätin Hummer scheint nichts anderes zu sein als die Festsschreibung der bisher gängigen Vorgangsweise im Gesetz. Diese Form der Effekthascherei halte ich gerade in einem so wesentlichen Bereich wie der Bildung für wenig verantwortungsbewusst", stellt SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn klar.
Der vorliegende Gesetzesentwurf sieht eine Mitwirkungsmöglichkeit der DirektorInnen bei der Zuteilung von Lehrerinnen und Lehrern vor, was der der bisherigen Gepflogenheit zwischen den BezirksschulinspektorInnen und DirektorInnen entspricht. "Einer positiven Zusammenarbeit zwischen BezirksschulinspektorInnen und DirektorInnen spricht nichts entgegen – allerdings sind dazu die Diskussionen im Oö. Landtag abzuwarten, einen Blankoscheck über die Begutachtung werden wir nicht abgeben. Insbesondere muss für uns klar gestellt werden, dass die Objektivierung gewährleistet ist.", sagt die SPÖ-Klubchefin.
Dienstag, 14. Februar 2012
„Was macht das Gehirn den ganzen Tag?“ Es genießt Bewegung, gutes Essen und gestaltet Freizeit!
Einladung zum Bildungstalk mit der Gehirnforscherin:
Dr.in Manuela Macedonia
Ein "gesunder Geist in einem gesunden Körper" sagten bereits die Römer. Stimmt das wirklich? Tatsächlich belegen zahlreiche neurowissenschaftliche Studien, dass Kinder besser lernen und allgemein leistungsfähiger sind, wenn sie sich ausreichend bewegen. Der positive Effekt von Bewegung auf das Gehirn wird auch durch die richtige Ernährung verstärkt. Erfahren Sie, wie der gesunde Körper des jungen Menschen die Leistungsfähigkeit seines Geistes positiv beeinflusst! Freizeit ist für das Gehirn immer Lernzeit. Selbst wenn der Mensch nicht absichtlich lernt, lernt das Gehirn und verändert sich dadurch. Ein Spaziergang durch den Wald, ein Videospiel oder das Üben des Lieblingsmusikstücks an der Gitarre hinterlassen Spuren im Gehirn. Erfahren Sie, wie unser Lernorgan mit uns die Freizeit verbringt und was es daraus macht!
· Vortrag am 27.2.2012
Linz, Altes Rathaus, 19.00 bis 21.00 Uhr
Für Sitzplatzreservierung ist eine Anmeldung unbedingt notwendig! Email: sekretariat@schez.at
Telefon: 0732/603140
Telefon: 0732/603140
Sonntag, 12. Februar 2012
Käfighaltung, von Ulrike Moser - PROFIL Online, 12.2.2012
Eine diffuse Furcht vor den Bedrohungen dieser Welt treibt
moderne Eltern dazu, jeden Schritt ihrer Kinder zu überwachen und jeglichen Freiraum zu kappen. Die absurde Risikovermeidung ist alles andere als gesund: Überbehütete Kinder können reale Gefahren schwer einschätzen – sogar ihre Gehirne verkümmern.
moderne Eltern dazu, jeden Schritt ihrer Kinder zu überwachen und jeglichen Freiraum zu kappen. Die absurde Risikovermeidung ist alles andere als gesund: Überbehütete Kinder können reale Gefahren schwer einschätzen – sogar ihre Gehirne verkümmern.
Die Verkäuferinnen konnten sich ein Schmunzeln kaum verkneifen, als ein etwas angegrauter Vater mit seinem einjährigen Sohn das Kindergeschäft betrat – der eine forschen Schrittes, der andere noch etwas wackelig auf den Beinen. Der Mann verlangte nach einem Sturzhelm. Schließlich sollte sich der Knirps bei seinen ersten Gehversuchen am vereisten Gehsteig nicht das Köpfchen verletzen. Einen Helm gab es allerdings nicht – die Geschichte ereignete sich vor annähernd 20 Jahren, und damals waren solche Sicherheitsvorkehrungen keineswegs üblich.
Heute würde der besorgte Vater nicht mehr belächelt werden. Denn die Zahl jener Eltern, die ihre Kinder vor jedem Unheil der Welt schützen wollen, und sei es nur vor ein paar blauen Flecken, ist im Steigen begriffen. Inzwischen fällt man auf, wenn man nicht schon in der Schwangerschaft die Wohnung kindersicher gestaltet, wenn man gelassen bleibt, obwohl der Zweijährige freudig vom höchsten Punkt des Klettergerüsts winkt, oder die Volksschulkinder am Nachmittag ohne Aufsicht zum Spielen in den Hof oder gar in den Wald schickt. Schnell wird einem dann eine zu große Unbekümmertheit attestiert. Wir leben in gefährlichen Zeiten, ständig droht Kindern Gefahr: eine Abschürfung, ein gebrochener Arm, ein Zeckenbiss und im schlimmsten Fall vielleicht gar eine Entführung.
Objektiv gesehen war die westliche Welt für Kinder aber noch nie sicherer. Studien beweisen, dass in den vergangenen 30 Jahren die Gefahren keineswegs zugenommen haben.
Freitag, 10. Februar 2012
OECD empfiehlt Österreich "Neue Mittelschule" für alle - Der Standard
Bildungslaufbahn soll weniger vom sozialen Hintergrund abhängen
Wien - In Österreich hängt die Bildungslaufbahn überdurchschnittlich stark vom sozialen Hintergrund ab. In dem am Donnerstag präsentierten Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert die OECD an Österreich, bereits begonnene Reformen voranzutreiben und benachteiligte Schüler stärker zu unterstützen, um für mehr soziale Fairness zu sorgen. Die konkreten Empfehlungen der Studie: "Neue Mittelschulen" für alle, kein Sitzenbleiben mehr, Abschaffen der freien Schulwahl durch die Eltern und Ausbau der Bildungs- und Berufsberatung.In Österreich gebe es zwar relativ wenige Personen, die die Schule abbrechen. Die meisten kommen laut OECD aber aus armen oder bildungsfernen Familien oder haben Migrationshintergrund. "Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen gehen zudem häufiger in Schulen, die nur über geringe Mittel verfügen. Hinzu kommt, dass sich die Eltern private Nachhilfe oft nicht leisten können", beschreibt die OECD die aktuelle Lage.
AHS beeinträchtigen Chancengleichheit
Als einen Grund für die soziale Ungleichheit nennt die OECD die Selektion der Schüler bereits mit zehn Jahren, was bei jenen, die in eine weniger angesehene Schulform eingeteilt werden, zu Demotivation führe. Die Einführung der "Neuen Mittelschule", die die Hauptschule flächendeckend ersetzen soll, sei "ein erster Schritt" in Richtung eines längeren gemeinsamen Lernens. "Die Reformen lassen allerdings die allgemein bildende höhere Schule außen vor, was die Chancengleichheit an österreichischen Schulen weiterhin beeinträchtigt."
Lob für Modulare Oberstufe
Zu Verbesserungen würde laut OECD auch das Abschaffen von Klassenwiederholungen beitragen, bei dem sozioökonomische Unterschiede noch stärker ins Gewicht fallen.
Mittwoch, 8. Februar 2012
"Wir brauchen eine radikale Sozialbremse!" - Der Standard
Bernhard Felderer wurde die "Goldene Bremse" verliehen. Hier seine Dankesrede - Satire aus der Humor-Abteilung von Attac
Am 13. Jänner verlor Österreich bekanntlich das Triple-A. Weniger bekannt: Bernhard Felderer wurde am gleichen Tag die "Goldene Bremse" - gestiftet vom Interessenverband Superreicher (IV Super) - verliehen. Hier seine Dankesrede - Satire aus der Humor-Abteilung von Attac.
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätztes oberstes Prozent! Ich danke für das Vertrauen, das Sie mir mit der Verleihung der "Goldenen Bremse" aussprechen. Nachdem ich bereits im November als unabhängiger Experte Österreichs Triple-A ins Gerede gebracht habe, ist es nun endlich soweit: Das Triple-A ist weg. Das ist ein persönlicher Erfolg für mich, aber auch eine große Chance für Sie. Denn die nötige Durchlüftung des Staates ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit. Endlich bekommen wir alle Bremsen, die wir wollen! (Applaus.) Ob Schuldenbremse, Sozialbremse oder Steuerbremse - sie alle sind nun in Reichweite. Ermöglicht hat das die Staatsschuldenkrise, von der ich seit Jahren erfolgreich rede. Verantwortlich für diese Krise ist bekanntlich der Sozialstaat mit seiner Gleichmacherei und nicht etwa Finanzkrise und Bankenrettung! (Gelächter und Applaus.) Doch keine Sorge: Für die Banken wird auch in der schuldengebremsten Zukunft Geld da sein. Das sind wir systemrelevanten Leistungsträgern schuldig.
Jetzt müssen wir noch sicherstellen, dass die Politik den Fokus auf Kürzen, Abschaffen und Streichen legt. Deshalb vertrete ich als unabhängiger Experte die Position, dass rund 90 Prozent des Schuldenabbaus über Kürzungen bei den Ausgaben finanziert werden. Von denen haben doch nur die kleinen Leute was! Alle müssen den Gürtel enger schnallen, und die dem Müßiggang frönende Mehrheit eben mehr als Sie, die fleißige Minderheit. (Standing Ovations.)
Geschätztes Publikum! Keine Gesellschaft kommt ohne Ungleichheit aus.
Was macht das Gehirn den ganzen Tag?
Ein "gesunder Geist in einem gesunden Körper" sagten bereits die Römer. Stimmt das wirklich? Tatsächlich belegen zahlreiche neurowissenschaftliche Studien, dass Kinder besser lernen und allgemein leistungsfähiger sind, wenn sie sich ausreichend bewegen. Der positive Effekt von Bewegung auf das Gehirn wird auch durch die richtige Ernährung verstärkt. Erfahren Sie, wie der gesunde Körper des jungen Menschen die Leistungsfähigkeit seines Geistes positiv beeinflusst! Freizeit ist für das Gehirn immer Lernzeit. Selbst wenn der Mensch nicht absichtlich lernt, lernt das Gehirn und verändert sich dadurch. Ein Spaziergang durch den Wald, ein Videospiel oder das Üben des Lieblingsmusikstücks an der Gitarre hinterlassen Spuren im Gehirn. Erfahren Sie, wie unser Lernorgan mit uns die Freizeit verbringt und was es daraus macht!
Schule: Schmied fasst "inklusive Regionen" ins Auge - 05.02.2012 , Die Presse
Schritt für Schritt könnten in Modellregionen bestehende Sonderschulen zu inklusiven Bildungseinrichtungen weiterentwickelt werden. Das stellt ein Arbeitspapier des Unterrichtsministeriums zur Debatte.
Wien/Apa. Bis zuletzt haben Bund und Länder trotz Kritik von ÖVP- und Grünen-Mandataren sowie Interessenvertretungen an der Sonderschule festgehalten („Die Presse“ berichtete). Nun könnte der Wind doch drehen: In einem neuen Arbeitspapier des Unterrichtsministeriums zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist von sogenannten „inklusiven Regionen“ als „Ausgangspunkt für die flächendeckende Weiterentwicklung des inklusiven Schulsystems“ die Rede.
Konkret könnten sich diese etwa an die Tiroler Region Außerfern anlehnen: Dort gibt es seit zehn Jahren keine Sonderschulen mehr. Ein Sonderpädagogisches Zentrum (SPZ) koordiniert und organisiert dort die Ressourcen und betreut die Pädagogen. „Der international favorisierte Ansatz geht genau in diese Richtung“, sagt die Tiroler Sozialwissenschaftlerin Petra Flieger. „Weg von der Etikettierung des einzelnen Kindes, hin zu der Verteilung der Ressourcen an Schulen und Regionen.“
Die Ressourcen könnten dadurch direkt dorthin verlagert werden, wo Kinder Unterstützung benötigen. Im Außerfern sei auch der Anteil an Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf relativ gering, sagt Flieger – weil hier eben keine Zweigleisigkeit möglich sei und keine Sonderschule versorgt werden müsse.
Das Ministeriumspapier, das Ende Jänner beim dritten runden Tisch zum Thema Sonderschulen verteilt wurde, sieht „regionale Aktionspläne“ vor. Diese sollen von einem Konsortium erstellt werden, das die Länder in Absprache mit dem Bund beauftragen. So sollten in den Modellregionen unter anderem „Sonderschulen schrittweise zu inklusiven Bildungseinrichtungen geöffnet werden“. Regionale Inklusionszentren sollen bedarfsgerechte und frühzeitige Betreuung gewährleisten. Bis zum Jahr 2020 soll schließlich österreichweit „eine Aufnahme von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Sondereinrichtungen nicht mehr erforderlich sein“, heißt es in dem Konzept.
Freitag, 3. Februar 2012
GRÜNE FOLGEN FPÖ-FORDERUNG:
LKUF soll abgeschafft werden!
Grüne Bundessprecherin Glawischnig fordert als Maßnahme zum Sparpaket den Zusammenschluss aller Krankenkassen. Jetzt ist auch der Erhalt der LKUF akut bedroht.
• Die LKUF, 1923 gegründet, hat sich zu einem Unternehmen mit NPO-Level für Management Excellence (d.h. niedrige Verwaltungskosten, effiziente Selbstverwaltung) entwickelt.
• Die LKUF kennt Bedürfnisse und Gesundheitsrisiken der oberösterreichischen PflichtschullehrerInnen.
• Die LKUF vereint Krankenkasse und Unfallfürsorge auf höchstem Niveau.
• Die LKUF steht auf solidem Fundament und braucht keine Landesförderung.
Der SLÖ-Standpunkt ist unverändert klar:
Hände weg von der LKUF!
Franz Turek Gerald Blüher Anton Lauinger
SLÖ-Landesvorsitzender Stv. SLÖ-Landesvorsitzender FSG-APS-Vorsitzender
Mitglied im Verwaltungsrat Mitglied im Aufsichtsrat Landesleitungsmitglied der
der LKUF der LKUF Pflichtschullehrergewerkschaft
Donnerstag, 2. Februar 2012
VORTRAG - Was macht das Gehirn den ganzen Tag?
mit Dr. Manuela Macedonia >> ein voller Erfolg!
Nächster Vortrag am 27. Februar 2012, 19.00 Uhr
Linz, Altes Rathaus - Gemeinderatssaal
"Was macht das Gehirn den ganzen Tag?"
Es genießt Bewegung, gutes Essen und gestaltet Freizeit!
Linz, Altes Rathaus - Gemeinderatssaal
"Was macht das Gehirn den ganzen Tag?"
Es genießt Bewegung, gutes Essen und gestaltet Freizeit!
“Vorzugszeugnis“ aus Oberösterreich für die Ganztagsschule
SPÖ Oberösterreich trägt Bildungskampagne ins Parlament: Rückenwind für Claudia SchmiedZeugnistag im Parlament: Rechtzeitig vor den Semesterferien haben der SPÖ-Landesvorsitzende Josef Ackerl, die Landesbildungsvorsitzende Dr.in Brigitte Leidlmayer, die SP-Klubvorsitzende im OÖ. Landtag, Mag.a Gertraud Jahn und der Obmann des sozialdemokratischen LehrerInnenvereines Franz Turek heute ein „Vorzugszeugnis für die Ganztagsschule“ an Bildungsministerin Dr. in Claudia Schmied in der Säulenhalle des Parlaments überreicht.
Darin finden sich die Hauptforderungen der Bildungskampagne der SPÖ Oberösterreich „Bildung mit Zukunft“. Unter anderem setzt sich die SPÖ OÖ für eine qualitative gemeinsame Schule bis zum Ende der Schulpflicht ein, sowie für eine sinnvolle Verteilung der Unterrichts-, Lern- und Freizeitphasen über den ganzen Tag. Die SPÖ Oberösterreich will mit ihrer Initiative der Bildungsministerin den nötigen Rückenwind für ihre Bildungspolitik geben, die in Oberösterreich überaus geschätzt wird.
Für „Schwierigste der Schwierigen“: Schule im Wagner-Jauregg-Spital - OÖN
LINZ. Schulangst, Selbstverletzung, Aggressionen, Mobbing: Die Patienten der Jugendpsychiatrie im Wagner-Jauregg-Krankenhaus haben nicht selten traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. In die Schule müssen sie trotzdem – aber sie dürfen in eine ganz besondere.
Zwei Klassen, zwei Gruppenräume, eine Bibliothek: Das ist der Schultrakt in der Jugendpsychiatrie. Im Aufenthaltsbereich steht ein Sofa, im Gang wurde ein Bewegungsparcours aufgebaut. Während in einer Klasse eifrig gelernt wird, dröhnt aus dem Nebenzimmer ein Bohrer: Werkunterricht.
Jeder der Schüler hier hat eine bewegte Vergangenheit – die Diagnosen reichen von Verhaltensstörungen über Schulverweigerung, Trennungs- oder depressive Ängste bis zu Mobbing und Verwahrlosung.
Die Schule soll den jungen Patienten zwischen zehn und 15 Jahren wieder ein Stück Alltag, Struktur, Halt geben. „Zu uns kommen jene Schüler, die aus dem Schulsystem herausfallen“, sagt Lehrerin Monika Giegler. „Die Schwierigsten der Schwierigen.“
Lernen ist an dieser Schule wichtig, jeder erhält ein individuelles Programm, das mit der Stammschule abgesprochen ist. Sogar die Schularbeiten werden von dort geschickt und benotet. Noch wichtiger als Lernen ist den Lehrern hier aber die Beziehungsarbeit: „Wir wollen, dass die Schüler bei uns wieder Freude an der Schule bekommen. Jeder darf so sein, wie er ist“, sagt Giegler.
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